Christian Lindner.Foto: Sean Gallup/Getty Images

Lindner fordert weniger Bürokratie bei Corona-Hilfen für Unternehmen

Epoch Times30. März 2020 Aktualisiert: 30. März 2020 9:44

Mit Blick auf die Maßnahmen der Bundesregierung zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat FDP-Chef Christian Lindner weniger Bürokratie angemahnt.

„Unternehmen aller Größen“ sollten die Möglichkeit bekommen, bei einem Umsatzeinbruch einen Antrag auf Steuerrückerstattung zu stellen, forderte Lindner am Montag im ARD-„Morgenmagazin“. Da man eine solche Maßnahme „später genau abrechnen“ könne, sei sie „sicherer als ein Zuschuss“ und „vor allem schneller“.

Die möglichen „Mitnahme-Effekt“ durch das riesige Hilfspaket der Bundesregierung halte er angesichts der Corona-Krise für „verantwortbar“, sagte Lindner. Seine Sorge sei jedoch, dass die Hilfen „nicht zielgerichtet genug“ seien und „nicht schnell genug gewährt“ würden.

Die Grenze von zehn Beschäftigten, ab der Unternehmen Bar-Soforthilfen beantragen können, nannte Linder zu niedrig. In Nordrhein-Westfalen liege diese Grenze bei 50 Mitarbeitern. „Das sollte sich der Bund zu eigen machen“, forderte er. Deutschland müsse jetzt „Arbeitsplätze und wirtschaftliche Aktivität erhalten“, betonte Lindner weiter.

Kritik an Adidas

Scharfe Kritik übte Lindner an der Ankündigung mehrerer Schuh- und Modefirmen, wegen der Corona-Krise ab April die Mieten für ihre Filialen nicht mehr zu zahlen. Bei einem Unternehmen wie Adidas habe er für diese „zwischenzeitliche Entscheidung“ kein Verständnis gehabt, sagte Lindner.

Es müsse vermieden werden, dass Kettenreaktionen ausgelöst würden, sagte Lindner. „Gerade die Unternehmen, die in normalen Zeiten immer ethisch und grün auftreten, müssen sich in Krisenzeiten auch an diesen Maßstäben messen lassen“, sagte der FDP-Chef.

Wer in der Lage sei, seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, „der sollte das tun“, mahnte Lindner. Dies gelte für private ebenso wie für gewerbliche Mieter.

Adidas hatte vergangene Woche angekündigt, wegen der Schließung eines Großteils seiner Filialen ab April seine Mieten nicht mehr zu bezahlen. Mehrere weitere Bekleidungsfirmen zogen nach.

In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe) kündigte Adidas-Chef Kasper Rorsted an, zumindest privaten Mietern nun doch weiterhin die Mieten zu zahlen. Die meisten eigenen Geschäfte würden aber von großen Immobilienvermarktern und Versicherungsfonds angemietet. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Alle Völker der Welt kennen den Teufel aus ihren Geschichten und Legenden, Traditionen und Religionen. Auch in der modernen Zeit führt er – verborgen oder offen – auf jedem erdenklichen Gebiet seinen Kampf gegen die Menschheit: Religion, Familie, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär, Bildung, Kunst, Kultur, Medien, Unterhaltung, soziale Angelegenheiten und internationale Beziehungen.

Er verdirbt die Jugend und formt sich eine neue, noch leichter beeinflussbare Generation. Er fördert Massenbewegungen, Aufstände und Revolutionen, destabilisiert Länder und führt sie in Krisen. Er heftet sich - einer zehrenden Krankheit gleich - an die staatlichen Organe und die Gesellschaft und verschwendet ihre Ressourcen für seine Zwecke.

In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen dann zum erstbesten „Retter“, der im Mantel bestimmter Ideologien erscheint, wie Kommunismus und Sozialismus, Liberalismus und Feminismus, bis hin zur Globalisierungsbewegung. Grenzenloses Glück und Freiheit für alle werden versprochen. Der Köder ist allzu verlockend. Doch der Weg führt in die Dunkelheit und die Falle ist bereits aufgestellt. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion