Neuer bayerischer Wirtschaftsminister will Zuwanderung gegen Fachkräftemangel

"Wir brauchen qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland und deshalb ein Fachkräftezuwanderungsgesetz", so Bayerns neuer Wirtschaftsminister Pschierer.
Epoch Times5. April 2018

Bayerns neuer Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU) will dem Fachkräftemangel im Freistaat mit ausländischen Arbeitnehmern entgegenwirken.

„Wir brauchen qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland und deshalb ein Fachkräftezuwanderungsgesetz“, sagte Pschierer der „Augsburger Allgemeinen“ vom Donnerstag. In vielen Branchen sei die Lage „dramatisch“.

Er wolle daher mit den Vertretern der bayerischen Wirtschaft und dem zuständigen Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) eigene bayerische Vorschläge für ein Zuwanderungsgesetz auf Bundesebene erarbeiten, sagte Pschierer. Dabei sollten ausländische Fachkräfte, die nach Deutschland kommen wollen, nachweisen müssen, „dass ihnen ein konkreter Arbeitsplatz in Deutschland zugesagt wurde“.

Pschierer deutete zudem einen Kurswechsel im Umgang mit jungen Flüchtlingen als Auszubildende an. „Wir sollten jeden Spielraum nutzen, um Flüchtlinge, die integrations- und arbeitswillig sind, in Arbeit zu bringen – zumal wenn sie absehbar länger in Deutschland bleiben werden“, sagte der Minister. „Natürlich ist das ein schmaler Grat“, fügte er hinzu.

Er wolle jedoch mit Innenminister Herrmann „Möglichkeiten ausloten, wie junge Flüchtlinge in Betrieben ihre Ausbildung abschließen können und den Unternehmen erhalten bleiben“, sagte Pschierer. „Ich will in dieser Frage den Interessen der Wirtschaft Rechnung tragen“, ergänzte er mit Blick auf die Kritik aus der Wirtschaft an der bisherigen restriktiven Politik der CSU-Regierung. (afp)



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion