Pentagon bestätigt Boeing-Abschuss bei Teheran – Iran dementiert – Vier Opfer aus Deutschland

Epoch Times10. Januar 2020 Aktualisiert: 10. Januar 2020 15:21
Beim Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeugs bei Teheran sind eine Doktorandin aus Mainz und eine Frau aus NRW mit ihren beiden Kindern ums Leben gekommen. Alle 176 Personen an Bord starben.

Beim Abschuss eines ukrainischen Passagierflugzeuges vom Typ Boeing 737 der privaten ukrainischen Fluggesellschaft UIA südwestlich von Teheran bei Shahedshahr starben alle 176 Insassen. Die meisten der Opfer kommen aus dem Iran und Kanada, weitere aus Schweden, Deutschland, Großbritannien, der Ukraine (Crew und Passagiere) und Afghanistan.

Die Boeing 737 war am frühen Mittwochmorgen zwei Minuten nach dem Start um 6.18 Uhr in Teheran plötzlich von den Radarschirmen verschwunden.

In einem Video ist deutlich eine anfliegende Rakete zu sehen, eine Explosion und ein Absturz.

Vorsichtiger Zweifel: Abschuss „vielleicht unbeabsichtigt“

Nach Angaben des kanadischen Regierungschefs Justin Trudeau deuten „verschiedene“ Geheimdienstinformationen darauf hin, dass die Maschine „von einer iranischen Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde“. Dies könnte unabsichtlich geschehen sein, sagte Trudeau am Donnerstag auf einer Pressekonferenz.

Auch der britische Premierminister Boris Johnson geht von einem „vielleicht unbeabsichtigtem“ Abschuss aus und fordert eine „vollständige, transparente Untersuchung“. Johnson besteht zudem darauf, dass „die besten britischen Experten“ in die Untersuchungen mit einbezogen werden, so Johnson. Wie die „Daily Mail“ berichtet, rufe das Vereinigte Königreich alle Seiten nachdrücklich zur Deeskalation auf.

Der Iran weist jedoch einen Raketenabschuss zurück. Der Chef der iranischen Zivilluftfahrt sagte, dass er „sicher“ sei, dass das Flugzeug nicht von einer Rakete getroffen wurde. Der Absturz der Passagiermaschine geschah nur Stunden nach einem iranischen Raketenangriff auf zwei US-Basen im Irak.

Pentagon bestätigt Abschuss

Offiziellen Angaben des Pentagon nach hätten Satelliten Raketenstarts bemerkt, berichtet die „Krone“ nach einem CBS-Bericht aufgrund von Pentagon-Quellen. Man habe „die Signale eines eingeschalteten Radars des Tor-Systems empfangen. Satelliten registrierten kurz darauf Infrarot-Blitze von zwei Raketenstarts und kurz darauf einen weiteren Infrarotblitz einer Explosion“.

Der Iran kaufte 29 russische Boden-Luft-Raketen vom Typ Tor-M1 im Jahr 2005.

US-Präsident Donald Trump sagte: „Jemand auf der anderen Seite könnte einen Fehler gemacht haben.“

Wie „Daily Mail“ noch schreibt, würden Berichte von der Absturzstelle vermuten lassen, dass die Trümmerteile des Flugzeugwracks von Bulldozern eingeebnet wurden, was die forensische Analyse erschwere.

Vier Opfer aus Deutschland

Unter den Opfern befinden sich auch eine Doktorandin aus Mainz und eine Asylbewerberin aus Nordrhein-Westfalen mit ihren beiden Kindern.

Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz schrieb im Internet, man trauere um eine 29 Jahre alte Kollegin, die „bei einem tragischen Zwischenfall in der Nähe ihrer Heimatstadt Teheran verstorben ist“.

Bei den weiteren Opfern, die in Deutschland gelebt hatten, handelt es sich um eine 30 Jahre alte anerkannte Asylbewerberin aus Afghanistan und ihre beiden Kinder.

Neue Maschine und Streit um Blackboxes

Das Flugzeug wurde 2016 produziert. Es wurde direkt vom Boeing-Werk geliefert, war zuvor nie in Betrieb. Der letzte Check fand am 6. Januar statt, es gab keine Mängel. Das Flugzeug war intakt, es gab keine Beschwerden von Piloten weder nach der Ankunft in Teheran noch vor dem Abflug.“

(Olexandr Schafijew, technische Direktor, Fluggesellschaft UIA)

Die Blackboxes der Maschine wurden bereits gefunden. Bislang weigert sich der Iran einem Bericht von Reuters zufolge, diese an Boeing abzugeben. Der Chef der iranischen Zivilflugbehörde, Ali Abedzadeh, erklärte demnach gegenüber der halboffiziellen Nachrichtenagentur MEHR, man sei unschlüssig, welchem Land der Iran die Box zur Verfügung stellen würde, sodass die Daten analysiert werden könnten. 

(dpa/afp/sm)

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