Die Polygamie ist bei Muslimen normal.Foto: SAID KHATIB/AFP/Getty Images

Polygamie bei Muslimen normal – bald auch in Deutschland?: Iraker darf mit zwei Ehefrauen und 13 Kindern in Bayern leben

Epoch Times24. März 2018 Aktualisiert: 24. März 2018 13:53
Die Polygamie ist bei Muslimen normal. Der Koran erlaubt Ehen mit bis zu vier Frauen. Viele Männer die aus dem Nahen-Osten nach Deutschland kommen haben in ihrem Heimatland mehrere Frauen - die sie jetzt auch nachholen.

„Polygamie hat in Deutschland keinen Platz,“ sagte Heiko Maas 2016 – als damaliger Bundesjustizminister. Er appellierte an die Behörden, Zwangsehen und Polygamie auch bei Flüchtlingen nicht anzuerkennen: „Niemand, der zu uns kommt, hat das Recht, seine kulturelle Verwurzelung oder seinen religiösen Glauben über unsere Gesetze zu stellen“.

Der „Bild“-Zeitung sagte der SPD-Politiker damals: „Zwangsehen dürfen wir nicht dulden, erst recht nicht, wenn minderjährige Mädchen betroffen sind.“

Seitdem sind zwei Jahre vergangen und die Vielehe scheint in Deutschland langsam zur Normalität zu werden.

Im Nahen-Osten ist die Polygamie weitgehend normal. Viele nach Deutschland eingereiste Migranten haben in ihrem Heimatland mehrere Frauen und viele Kinder. Diese Lebensweise gehört für Muslime zur Normalität – aber auch für Deutschland?

Iraker mit zwei Frauen und 13 Kindern in Bayern

Der erste Fall von Vielehe, der heftig diskutiert wurde, war der von Um Ahmad A.. Ein Syrer der mit zwei Frauen und sechs Kindern im Landkreis Pinneberg lebt. Die EPOCH TIMES berichtete.

In Neumarkt hatten es die Behörden nun mit einem Mann aus dem Irak, seinen zwei Frauen und insgesamt 13 Kindern zu tun. Die Flüchtlinge reisten 2015 nach Deutschland ein.

Erst lebte die Familie in einer Asylunterkunft, mittlerweile sind der Iraker, seine Frauen und Kinder als Flüchtlinge anerkannt. Jetzt wohnen sie im bayrischen Landkreis, berichtet „Nordbayern“.

Deutsche können nicht sagen „bei uns passt das nicht“

Und obwohl die Doppelehe laut Gesetz in Deutschland verboten und auch strafbar ist, greife das in diesem Fall nicht, erklärt Lothar Kraus, Sachgebietsleiter bei der Ausländerbehörde des Landkreises, der Zeitung.

Wenn die Ehen im muslimischen Ausland, wo Vielehen möglich sind, nach dort gültigem Recht ordnungsgemäß geschlossen wurden, gelten auch in Deutschland beide Frauen als Ehefrauen,“ sagt er.

Die Vielehe könne dann auch hier straffrei fortgesetzt werden – denn der Koran erlaubt Ehen mit bis zu vier Frauen.

Kraus meint auch: „Wir können da als Deutsche nicht hergehen und sagen, bei uns passt das aber nicht.“ Zudem verweist der Beamte auf „internationale Abkommen“ und auf das „Interesse des Kindeswohls“. (so)



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