Scharfe Kritik an Essener Tafel: Wegen Integration nehmen sie derzeit nur Deutsche neu auf

Epoch Times22. Februar 2018 Aktualisiert: 23. Februar 2018 11:16
Wegen der hohen Zahl von Flüchtlingen unter ihren Kunden will die Tafel in Essen derzeit nur noch Deutsche aufnehmen. Die Entscheidung war Mitte Januar in die Tat umgesetzt worden.

Auf scharfe Kritik ist die Entscheidung der Essener Tafel gestoßen, wegen der hohen Zahl an Flüchtlingen unter ihren Kunden derzeit nur noch Deutsche aufzunehmen. Die Sprecherin der Berliner Tafel, Antje Trölsch, lehnte ein solches Vorgehen klar ab: „Das Kriterium bei uns ist die Bedürftigkeit, und niemals die Nationalität“, sagte Trölsch am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

„Die Trennung nach deutschem oder nicht-deutschem Pass ist sehr, sehr ungünstig“, kritisierte auch Inka Jatta, Mitglied der Geschäftsführung von Pro Asyl Essen, in der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“. Die Maßnahme widerspreche dem allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz.

Die Essener Tafel hatte den geplanten Ausschluss im Dezember auf ihrer Webseite verkündet.

Aufgrund der Flüchtlingszunahme sei der „Anteil ausländischer Mitbürger bei unseren Kunden auf 75 Prozent angestiegen“, hieß es zur Begründung. Die Einrichtung sehe sich gezwungen,

um eine vernünftige Integration zu gewährleisten, zurzeit nur Kunden mit deutschem Personalausweis aufzunehmen“.

Zuletzt kamen immer weniger Deutsche – sie wurden abgeschreckt

Die Entscheidung war Mitte Januar in die Tat umgesetzt worden. Gegenüber der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ verteidigte der Vorsitzende des Vereins der Essener Tafel, Jörg Sartor, den Ausschluss von Nicht-Deutschen bei den Neuzugängen.

Demnach seien zuletzt immer weniger Einheimische gekommen. Nachfragen hätten ergeben, dass sich gerade ältere Frauen von den jungen, fremdsprachigen Männer abgeschreckt gefühlt hätten. Auch alleinerziehende Mütter seien immer häufiger weggeblieben.

Sartor sieht einen Zusammenhang zwischen den Beschwerden und dem „mangelnden Respekt gegenüber Frauen“ einiger der Männer. „Wenn wir morgens die Tür aufgeschlossen haben, gab es Geschubse und Gedrängel ohne Rücksicht auf die Oma in der Schlange.“

Deutschlandweit gibt es rund 930 Tafeln. Sie verteilen Lebensmittel, die beispielsweise Supermärkte gespendet haben. Wer Kunde bei einer Tafel werden will, muss seine Bedürftigkeit nachweisen, etwa über einen Hartz-IV-Bescheid. (afp)


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