„Staatsanwälte vor Ort“: Justiz in NRW rüstet gegen Clan-Mafia in Duisburg auf

Epoch Times11. Februar 2018 Aktualisiert: 12. Februar 2018 10:49
"Wir haben es in Duisburg mit 70 relevanten kurdisch-, türkisch- und arabischstämmigen Familien mit mehr als 2.800 Personen zu tun“, erklärte Justizminister in NRW. Diese sollen mit dem Modell "Staatsanwälte vor Ort" besser überwacht werden.

Mit dem Modell „Staatsanwälte vor Ort“ will die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen in Zukunft den kriminellen Machenschaften der 70 Clans auf den Leib rücken. Zuerst wird das Projekt in Duisburg starten und später auf andere Städte ausgeweitet werden.

Um eine Verbesserung der Datensammlung zu gewährleisten, will Justizminister Biesenbach (CDU), im Norden Duisburgs, zusätzlich zwei Vor-Ort-Staatsanwälte abstellen. Sie sind dazu beauftragt, Informationen über das Milieu der Familienclans zu sammeln, zu bündeln und einen besseren Informationstransfer, zu gewährleisten. Somit kann eine Strafverfolgung schneller erfolgen.

Laut „RP“ wird das Projekt „Tür an Tür mit den Clans“, aus den in diesem Jahr genehmigten 1.137 zusätzlichen Justizstellen personell abgedeckt. Da es in die Abteilung organisierte Kriminalität eingebunden ist, können die beiden Staatsanwälte auch auf Verstärkung zurückgreifen.

Es ist bisher zu wenig über die Aktionen der Clan-Mafia bekannt, sodass es schon vorkam, dass Clanmitglieder mit einem Mercedes der S-Klasse beim Amt vorfuhren, um Hartz IV-Leistungen zu beantragen. Und besonders die männlichen Clanmitglieder seien in Straftaten wie Körperverletzung, Raub, Schutzgelderpressung und Drogenkriminalität, verwickelt.

Direkt im Brennpunkt, im Stadtteil Hamborn, sollen die Vor-Ort-Staatsanwälte ihren Sitz bekommen

„Wir haben es in Duisburg mit 70 relevanten kurdisch-, türkisch- und arabischstämmigen Familien mit mehr als 2.800 Personen zu tun“, begründete Peter Biesenbach gegenüber der „Rheinischen Post“ die Dringlichkeit eines solchen Projektes.

Es geht auch darum, Einnahmen aus kriminellen Machenschaften einzuziehen. Allein in NRW sollen in 2017 bereits 192 Millionen Euro, durch die Beschlagnahme illegalen Vermögens eingenommen worden sein, teilte Biesenbach der RP mit.

Wie die Sprecherin der Duisburger Staatsanwaltschaft, Anna Christiana Weiler der „NRZ“ mitteilte, reagierte die Staatsanwaltschaft Duisburg erfreut auf die Ankündigung des Justizministers. Das neue Konzept für die Vor-Ort-Staatsanwälte sei in Duisburg erarbeitet worden, um die Zusammenarbeit von Polizei, Zoll, Steuerfahndung, Job-Center und Ordnungsamt im Kampf gegen kriminelle Clan-Strukturen weiter zu verbessern.

Bereits im Jahr 2015 soll der damalige nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) im Kampf gegen die Familienclans in NRW, eine bessere Ausstattung der Polizei versprochen haben, so berichtet die „Junge Freiheit“. Das Projekt wurde in Berlin- Neuköln bereits erfolgreich getestet. (vm)


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