AfD hat vor Bundesparteitag in Baden-Württemberg mit Hotelabsagen zu kämpfen

Epoch Times3. März 2020 Aktualisiert: 3. März 2020 15:54
Im Vorfeld ihres Bundesparteitags in Offenburg hat die AfD mit Hotelabsagen für ihre Delegierten zu kämpfen. AfD-Chefin Alice Weidel zeigt sich empört.

Im Vorfeld ihres Bundesparteitags am 24. und 25. April im baden-württembergischen Offenburg hat die AfD mit Hotelabsagen für ihre Delegierten zu kämpfen. Laut „Lahrer Zeitung“ stornierte das Hotel „Schwanau“, das dem Tunnelbauunternehmer Martin Herrenknecht gehört, alle Buchungen der AfD. Nach weiteren Berichten folgten bereits andere Hotels in der Region mit Stornierungen.

Ein Sprecher von Herrenknechts Unternehmen begründete die Absage: „Herr Herrenknecht kann mit der Programmatik der AfD nichts anfangen und hat sich auch öffentlich von der Partei mehrmals distanziert.“ Zudem wolle er „als verantwortungsvoller Unternehmer seinen Mitarbeitern, Kunden und Gästen keine Gefährdungs- oder Bedrohungslagen zumuten, die im Zusammenhang mit einer politischen Veranstaltung der AfD nicht ausgeschlossen werden können“.

Herrenknecht, Gründer eines weltweit agierenden Unternehmens für Tunnelvortriebstechnik, ist CDU-Mitglied. Bei der Mitgliederbefragung zum CDU-Vorsitz im vergangenen Jahr sprach er sich für Friedrich Merz aus.

Weidel beklagt Ausgrenzung von AfD-Mitgliedern

Mit Empörung reagierte die stellvertretende Bundesvorsitzende der AfD, Alice Weidel, auf den Boykott des Unternehmers. Der Berliner „tageszeitung“ sagte sie, Herrenknecht offenbare „ein erschreckendes Demokratieverständnis“. „Die Ausgrenzung von Mitgliedern der AfD nimmt besorgniserregende Ausmaße an – dennoch werden wir uns nicht von derlei demokratiefeindlichen Aktionen verunsichern lassen“, sagte die baden-württembergische AfD-Chefin.

Der Bundesparteitag der AfD Ende April wird mit Spannung erwartet. Die Partei will in Offenburg mit ihrem umstrittenen Rentenkonzept eine Richtungsentscheidung treffen. In der Stadt werden an diesem Wochenende umfangreiche Proteste gegen den Parteitag erwartet. (afp/so)

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