4. Advent: Die letzten Weihnachtsmärkte sind Schönsten! Weihnachtsmärkte in Deutschlands

Epoch Times21. Dezember 2014 Aktualisiert: 27. April 2019 22:40

Aufgepasst! Heute ist der 4. Advent und in der Regel der letzte Tag der Weihnachtsmärkte. Aber entgegen der allgemeinen Meinung gibt es tatsächlich nicht wenige Weihnachtsmärkte, die bis Ende Dezember, manchmal sogar noch ein paar Tage länger geöffnet haben. Einige starten sogar erst ab dem 24. Dezember. Und gerade die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester bringt doch das stärkste Weihnachtsgefühl mit sich – der Geschenkestress ist vorbei, die Familien und Freunde treffen sich zum gemeinsamen Essen und Feiern, viele Geschäfte sind geschlossen, es wird alles im gesamten etwas ruhiger. Schön wäre natürlich, wenn es wenigstens ein bisschen schneien würde: „Schneeflöckchen, weiß Röckchen…“

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt… und damit beginnt auch die Zeit der Weihnachtsmärkte. Für die Kleinen gibt es vieles zu entdecken: Karussells, Miniatur-Eisenbahnen, Märchenerzähler, Gaukler, der Nikolaus und der Weihnachtsmann, Feuerkörbe und Maroni-Öfen, Zuckerwatte, Bratapfel und gebrannte Mandeln…

Doch auch für die Erwachsenen ist ein Becher Glühwein bei eisiger Kälte sehr erfreulich… Es gibt traditionelle Weihnachtsmärkte und andere, die auf spezielle Vorlieben ausgelegt sind, z.B. märchenhaft, nostalgischmittelalterlich oder eher romantisch…

Nicht alle Weihnachtsmärkte haben durchgehend oder an allen Adventswochenenden offen, manche sind nur an einem oder zwei Terminen zu finden…

TRADITIONELLE Weihnachtsmärkte

Hier finden Sie einige besonders beliebte Weihnachtsmärkte aufgelistet. Für eine vollständigere Aufstellung der Weihnachtsmärkte nach Bundesländern und Städten aufgegliedert, folgen Sie bitte den entsprechenden Links.

Klein, bezaubernd, malerisch…Foto: Bad Wimpfen Tourismus

Hier werden Ihnen Termine, Öffnungszeiten und einige Infos zum Weihnachtsmarkt gegeben.

TIPP: Altdeutscher Weihnachtsmarkt, Bad Wimpfen, Baden-Württemberg (28.11.-14.12.)

MITTELALTERLICHE Weihnachtsmärkte

Wild romantisch war das Mittelalter und so soll auch der Weihnachtsmarkt sein: weniger kalte Technik, weniger Discount-Atmosphäre, mehr Natürlichkeit, die Wärme von echtem Feuer, der Geruch von verbranntem Holz, Funkenflug, Feuerkörbe, Fackeln, ursprüngliche Lebensart und Handwerkskunst in Zelten und Hütten, das Hämmern der Schmiede auf dem Amboss, die Kräuterfrau und die Kunsthandwerker.

Zeitgemäßes Essen und Getränke an den Ständen, wie Spießbraten, Holzofenbrot, Wein und Met, untermalt mit Minne-Musik, Gauklern und mittelalterlichen Kostümen. Zwar war es damals nicht so komfortabel, aber näher am Leben. Im Überfluss schmeckt gar nichts mehr. Einfachheit, Ursprünglichkeit und Entschleunigung sind schon zu Wunschbegriffen geworden. Und das kann man noch ab und zu finden, so auch auf einem mittelalterlichen Weihnachtsmarkt…

TIPP: Siegburg, NRW, Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt (29.11.-21.12.2014)

NOSTALGISCHE Weihnachtsmärkte

„Märchenhafte Burgweihnacht“, 13.12.14, Burg Scharfenstein

Eine Reise in die weihnachtliche Märchenwelt vergangener Tage ist ein Erlebnis für die ganze Familie, besonders die Kinder werden große Augen machen… Schlösser, Burgen, Gutshöfe und Klöster in Deutschland öffnen regelmäßig zur Weihnachtszeit ihre Tore.

Hier stimmt vor allem die Kulisse, fernab der sonstigen Weihnachtsmärkte (außer vielleicht den Mittelaltermärkten).

Im Schein von Kerzen, loderndem Kaminfeuer, Theaterbühnen, Märchengestalten und Geborgenheit im Schutze der herrschaftlichen Mauern…

TIPP: Leinefelde-Worbis, Thüringen, Scharfensteiner Burgweihnacht (13.-14.12.2014)

ROMANTISCHE Weihnachtsmärkte

Romantik und Romanze haben den selben Wortstamm. So wird es sich wohl meist um einen zweisamen Adventsspaziergang unter sternenklarer Nacht handeln. Kerzenschein, romantische Melodien, kuschelige Heimeligkeit, abseits von Hektik und Marktgetummel, da kann man von einer harten Arbeitswoche entspannen und auf einen netten Abend zu Hause einstimmen. Hier und da ein bisschen naschen oder einfach das magische Flair genießen…

Der Weihnachtsmarkt Hochschwarzwald mit gut 40 Holzhütten, Märchenpfad und offener Bühne, 36 Meter unterhalb der Bahnlinie im Ravenna-Viadukt.

Oft findet man diese Kulissen in deutschen Altstädten, Barock- oder Renaissanceschlössern. Krippenspiele erinnern an die Wiege des Abendlandes, Kindheitserinnerungen werden wach: die großen Augen auf die Zuckerwatte-Frau gerichtet, der Duft gebrannter Mandeln in der Nase, der knisternde Ofen des Maroni-Mannes und der Funkenflug im Feuerkorb… ach ja, waren das noch Zeiten…

TIPP: Romantischer Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht in Breitnau/Hochschwarzwald (29.11.-21.12.2014)

Kleiner Geheimtipp am Rande: Eine verzauberte Waldweihnacht im Bayrischen Wald, abseits von groß und größer. Hier steht die Welt noch still. Fackeln, Laternen und Lagerfeuer, Handarbeit, Kunsthandwerk und regionale Spezialitäten mit einem Schuss Volksmusik…  Fernab vom China-Kitsch-Verkauf. Märchenerzähler am Lagerfeuer, Freilichtspiele, ständiges Wichteltreiben im Winterwald und Überraschungen auf verschlungenen Pfaden sind angekündigt…

TIPP: Waldweihnacht in Schweinhütt, Bayrischer Wald, Ost-Bayern (6./7.12. und 13./14.12.2014)

Viele weitere unzählbare Kleinodien gibt es in ländlichen Gebieten zu finden, oft sind sie nur unter den „Einheimischen“ bekannt. Hier wird mit viel Liebe und Kleinarbeit ein Stück Kultur und Tradition bewahrt. Und in der Stille der Nacht kann man hin und wieder zu sich selbst findet und vom Gehetzten zum Beobachter werden, in den Sternenhimmel schauen und in Demut erkennen, wie klein der Mensch doch ist…

Foto: Screenshot/youtube

Weihnachtmärkte nach Bundesländern:

Baden-Württemberg
Bayern
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Schleswig-Holstein
Thüringen

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