Wieder Freigelassen: Männer schlagen Düsseldorfer Polizisten krankenhausreif – Zuvor Hund immer wieder auf Passanten gehetzt

Von 15. February 2018 Aktualisiert: 15. Februar 2018 14:39
Wilde Männer waren nachts in Düsseldorf unterwegs, hetzten ihren Hund auf Passanten, verletzten Polizisten schwer. Doch nun sind sie wieder frei - kein Haftgrund.

Der schockierende Fall ereignete sich in den frühen Morgenstunden des Dienstags, 13. Februar 2018, als eine Streife der Diensthundestaffel gegen 2.10 Uhr sich drei Männern auf dem Grabbeplatz näherte, die einen Hund immer wieder auf Passanten hetzte. Daraufhin schritten die Beamten ein und banden den Hund, einen Boxer, an einen Poller, sehr zum Unwillen der Männer.

Während der Überprüfung griff einer der Tatverdächtigen nach der Leine, während ein anderer unvermittelt einem der Beamten mehrfach mit beiden Fäusten ins Gesicht schlug und ihn schwer verletzte. Der dritte Verdächtige kam hinzu und griff den Beamten ebenfalls an. Gleichzeitig versuchte man, den Hund auf die Polizisten zu hetzen.“

(Polizeibericht)

In ihrer Not riefen die Beamten Verstärkung, die, am Tatort eintreffend, zwei der Männer (20, 26) festnahmen, wobei der 20-Jährige unter massivem Widerstand die Polizisten fortwährend bespuckte und beleidigte. Zwischenzeitlich war der dritte Mann mit dem Hund geflüchtet. Er wurde jedoch kurz darauf in der Neustraße angetroffen und ebenfalls festgenommen.

Während die Angreifer zur Wache und der Hund ins Tierheim gebracht wurden, befand sich der schwer verletzte Beamte auf dem Weg ins Krankenhaus, wo er stationär aufgenommen wurde.

Wie nun die „Junge Freiheit“ berichtet, wurden die drei Männer nach einer entnommenen Blutprobe und der Feststellung ihrer Personalien noch am selben Tag wieder entlassen, wie eine Polizeisprecherin dem Blatt auf Nachfrage bestätigte. Da die Männer über einen festen Wohnsitz verfügen würden, läge kein Haftgrund vor, hieß es. Zudem: Alle drei Männer seien in Deutschland geboren.

Ihre Namen jedoch, würden auf einen arabisch-türkischen Migrationshintergrund hindeuten, so die Polizei.

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