Wolfsburg: Deutsche Sozialbehörde finanzierte unbewusst Dschihad-Familie in Syrien mit fast 20.000 Euro

Von 13. Juni 2017 Aktualisiert: 13. Juni 2017 13:36
Spätestens seit der Flüchtlingskrise zeigt das deutsche Sozialsystem immer mehr Schwachstellen auf. In diesem Fall wurde gar der Kampf des IS indirekt mitfinanziert.

Die ursprünglich sicher wohlgemeinte Idee der sozialen Fürsorge gegenüber Bedürftigen im Land zeigt in der heutigen Extremsituation gravierende Lücken auf. Ob muslimische Mehrfachehen oder in den Heimatländern vieler Asylbewerber nicht finanzierbare Kinderscharen wandelt sich die ursprüngliche Hilfsbereitschaft zu einem lukrativen und einforderbaren Lebens- und Geschäftsmodell um. Im Extremfall könnte es sogar zur Finanzierung von Terroristen dienen, wie folgendes Beispiel belegt:

Sozial-Terroristen in Syrien

Die „Braunschweiger Zeitung“ berichtete jetzt von einem Fall sozialer „Fürsorge“, der dann auch wegen seiner Dreistigkeit die „Bild“ beschäftigte.

Die große Ausreisewelle von Wolfsburger Islamisten, die sich nach Syrien abgesetzt und dort dem Islamischen Staat (IS) angeschlossen hätten, läge jetzt drei Jahre zurück, erinnert die „Braunschweiger“ zur Einstimmung auf ein durchaus skandalöses Thema.

Auch der Wolfsburger Eduard A. (29), ein Russland-Deutscher, verlässt mit seiner Frau (34) und den beiden Zwillingskindern (< 1 Jahr) die deutsche Stadt in Niedersachsen, um sich in Syrien den Dschihadisten der Terror-Miliz Islamischer Staat anzuschließen.

Sozialbetrug: ganze Familie half mit

Kurz vor ihrer Abreise sorgte das Pärchen dafür, dass die Sozialleistungen der zukünftigen IS-Familie weiterhin auf das Konto der Ehefrau ausgezahlt werden.

Auch Willi A. (57) war involviert, bekam die EC-Karte mit der PIN seiner Schwiegertochter. Der 57-Jährige hob das angesammelte Sozialgeld ab, versteckte es in Plastiktüten in seinem Badezimmer.

So kam eine stattliche Summe von 19.278 Euro zusammen, bevor überhaupt jemand etwas davon bemerkte. Bis September 2015 zahlte die Bundesagentur für Arbeit 12.598 Euro an ALG I aus. Ebenso wurde bis August 2015 Kindergeld gezahlt, insgesamt 3.680 Euro. Zu allem gab es noch bis zum gleichen Zeitpunkt Betreuungsgeld der Stadt Wolfsburg, insgesamt 3.000 Euro.

LKA meldet „Umzug“

Die „Bild“ fragte bei der Stadt Wolfsburg nach:

Nach den Hinweisen des LKA Niedersachsen am 8. September 2015 an die Elterngeldstelle, über die mutmaßliche Verlegung des Wohnsitzes der Familie ins Ausland, wurde unverzüglich die Nachrecherche veranlasst.“

(Elke Wichmann, Stadtsprecherin)

Doch die Familie war nicht mehr auffindbar. Deshalb wurde „noch im September 2015 die Zahlung eingestellt und die Rückforderung veranlasst“. Anschließend stoppte auch die Bundesagentur für Arbeit die Zahlungen.

Tod vor Rakka

Weil das LKA die Familie bereits im Visier hat, ermittelte die Behörde in diesem Fall bereits frühzeitig wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat.

Das versteckte Geld wurde bei einer Hausdurchsuchung durch die Polizei entdeckt. Willi A. wurde vom Amtsgericht Wolfsburg in der vergangenen Woche wegen Sozialbetrugs verurteilt – 70 Tagessätze zu je 100 Euro als Strafe.

Laut LKA wird vermutet, dass die Familie bei den Kämpfen in der Nähe der IS-Hochburg Rakka ums Leben gekommen sei, so die „Bild“. Offenbar ist dies aber nicht sicher, sodass weiter wegen Terror-Verdacht gegen die Eheleute ermittelt wird.

 

 

 

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