Ein Freier und Prostituierte.Foto: iStock

„Zwangsprostitution per Gesetz legalisiert“: Lauterbach will Verbot der Prostitution

Epoch Times24. September 2019 Aktualisiert: 24. September 2019 16:14
Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hat ein Verbot der Prostitution in Deutschland gefordert. "Prostitution trägt in Deutschland Züge einer modernen Form von Versklavung", sagt er.

Der Kandidat für den SPD-Vorsitz Karl Lauterbach hat ein Verbot der Prostitution in Deutschland gefordert. „Prostitution trägt in Deutschland Züge einer modernen Form von Versklavung“, sagte der Gesundheitsexperte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwochausgabe). „Wir können nicht einerseits Frauenrechte einfordern und andererseits Zwangsprostitution per Gesetz legalisieren. Das geschieht aktuell aber.“

Einen Ausweg sehe er darin, „die Freier zu bestrafen, die Frauen aber nicht“, so Lauterbach, der ankündigte, einen entsprechenden Vorschlag in den Bundestag einbringen zu wollen. Vorbild für eine neue Gesetzgebung in Deutschland könne das sogenannte nordische Modell sein: Es beinhaltet ein Sexkaufverbot.

In Schweden gilt dieses Verbot seit 1999, auch in Frankreich, Norwegen, Island, Irland und Nordirland wird das nordische Modell angewendet. In Deutschland klaffen die Meinungen über ein Verbot von Prostitution weit auseinander.

Große Teile von Grünen und Linken sprechen sich gegen eine Verschärfung der Gesetze aus, aus der CDU-/CSU-Fraktion und der SPD gab es in den vergangenen Monaten einige Vorstöße, ein Verbot nach skandinavischem Vorbild einzuführen. Lauterbach bewirbt sich derzeit gemeinsam mit Nina Scheer um den Bundesvorsitz seiner Partei. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion