EU begrüßt gemeinsame Erklärung von Trump und Kim – Südkorea: Letztes Vermächtnis des Kalten Krieges beseitigt

Epoch Times12. Juni 2018 Aktualisiert: 12. Juni 2018 17:03
US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un haben beim Gipfeltreffen in Singapur eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet. "Die Sentosa-Vereinbarung vom 12. Juni wird als historisches Ereignis in Erinnerung bleiben, das dabei geholfen hat, die letzte Hinterlassenschaft des Kalten Kriegs auf Erden zu beseitigen", sagt Südkoreas Präsident Moon Jae.

+++ Newsticker +++

Die Europäische Union hat die gemeinsame Erklärung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump begrüßt. Das Treffen in Singapur sei ein „entscheidender und notwendiger Schritt“ für den Friedensprozess in der Region gewesen, erklärte EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini am Dienstag in Brüssel. Die unterzeichnete Erklärung zeige, dass eine koreanische Halbinsel ohne Atomwaffen möglich sei.

Kim hatte sich in der Erklärung zu einer „vollständigen Denuklearisierung“ seines Landes verpflichtet. Der US-Präsident sagte im Gegenzug „Sicherheitsgarantien“ für Nordkorea zu.

Mogherini lobte außerdem die „Führung, Weisheit und Entschlossenheit“ des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In. Das Tauwetter zwischen den USA und Nordkorea war von einer rasanten Annäherung der beiden koreanischen Staatslenker begleitet. Kim und Moon hatten sich im Mai gleich zwei Mal getroffen und vereinbart, künftig regelmäßige direkte Gespräche zu führen.

Trumps Erklärung im Wortlaut:

Joint Statement of President Donald J. Trump of the United States of America and Chairman Kim Jong Un of the Democratic People’s Republic of Korea at the Singapore Summit.

President Donald J. Trump of the United States of America and Chairman Kim Jong Un of the State Affairs Commission of the Democratic People’s Republic of Korea (DPRK) held a first, historic summit in Singapore on June 12, 2018.

President Trump and Chairman Kim Jong Un conducted a comprehensive, in-depth, and sincere exchange of opinions on the issues related to the establishment of new U.S.-DPRK relations and the building of a lasting and robust peace regime on the Korean Peninsula. President Trump committed to provide security guarantees to the DPRK, and Chairman Kim Jong Un reaffirmed his firm and unwavering commitment to complete denuclearization of the Korean Peninsula.

Convinced that the establishment of new U.S.-DPRK relations will contribute to the peace and prosperity of the Korean Peninsula and of the world, and recognizing that mutual confidence building can promote the denuclearization of the Korean Peninsula, President Trump and Chairman Kim Jong Un state the following:

1. The United States and the DPRK commit to establish new U.S.-DPRK relations in accordance with the desire of the peoples of the two countries for peace and prosperity.

2. The United States and the DPRK will join their efforts to build a lasting and stable peace regime on the Korean Peninsula.

3. Reaffirming the April 27, 2018 Panmunjom Declaration, the DPRK commits to work towards complete denuclearization of the Korean Peninsula.

4. The United States and the DPRK commit to recovering POW/MIA remains, including the immediate repatriation of those already identified.

Having acknowledged that the U.S.-DPRK summit — the first in history — was an epochal event of great significance and overcoming decades of tensions and hostilities between the two countries and for the opening of a new future, President Trump and Chairman Kim Jong Un commit to implement the stipulations in this joint statement fully and expeditiously. The United States and the DPRK commit to hold follow-on negotiations led by the U.S. Secretary of State, Mike Pompeo, and a relevant high-level DPRK official, at the earliest possible date, to implement the outcomes of the U.S.-DPRK summit.

President Donald J. Trump of the United States of America and Chairman Kim Jong Un of the State Affairs Commission of the Democratic People’s Republic of Korea have committed to cooperate for the development of new U.S.-DPRK relations and for the promotion of peace, prosperity, and security of the Korean Peninsula and of the world.

June 12, 2018

Sentosa Island

Singapore

Südkoreas Präsident: Letztes Vermächtnis des Kalten Krieges beseitigt

Südkoreas Präsident Moon Jae In hat das Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un als Schlusspunkt unter den letzten Konflikt des Kalten Krieges gewürdigt.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

„Die Sentosa-Vereinbarung vom 12. Juni wird als historisches Ereignis in Erinnerung bleiben, das dabei geholfen hat, die letzte Hinterlassenschaft des Kalten Kriegs auf Erden zu beseitigen“, sagte Moon am Dienstag in Seoul.

Das Tauwetter zwischen den USA und Nordkorea wurde begleitet von einer rasanten Annäherung der beiden koreanischen Staatslenker. Kim und Moon hatten sich im Mai gleich zwei Mal getroffen und vereinbart, künftig regelmäßige direkte Gespräche zu führen. Der Gipfel zwischen Trump und Kim fand in auf der Sentosa-Insel in Singapur statt.

Ein „neues Kapitel in der Geschichte unserer Nationen“

Die Sanktionen gegen Nordkorea sollen auch nach dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un vorerst in Kraft bleiben. Das sagte Trump am Dienstagnachmittag (Ortszeit) nach dem Treffen mit Kim in Singapur. Nach dem Gipfel sei man aber bereit, ein „neues Kapitel in der Geschichte unserer Nationen“ zu eröffnen.

„Wir träumen von einer Zukunft, in der alle Koreaner gemeinsam in Harmonie leben können“, sagte Trump. Die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea wolle er stoppen. Außerdem versprach er die baldige offizielle Beendigung des Korea-Krieges. Trump sprach von einem „großartigen Tag in der Geschichte der Welt“.

Der US-Präsident kündigte an, „zu gegebener Zeit“ nach Pjöngjang reisen zu wollen. Auch Kim solle „zu einem angemessenen Zeitpunkt“ nach Washington kommen. Im Abschlussdokument des Gipfels verpflichtete sich Nordkorea, „auf eine vollständigen Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel hinzuarbeiten“. Im Gegenzug sagte Trump Nordkorea Sicherheitsgarantien zu.

Beim Zeitplan der Denuklearisierung blieb Trump in seiner Abschlusspressekonferenz allerdings vage. Die USA und Nordkorea verpflichten sich dazu, „neue Beziehungen zu schaffen, im Einklang mit dem Wunsch der Menschen beider Länder nach Frieden und Wohlstand“.

Beide Länder wollen ihre Bemühungen „zur Schaffung eines dauerhaften und stabilen Friedensregimes auf der koreanischen Halbinsel“ fortsetzen. US-Außenminister Mike Pompeo und ein entsprechender hochrangiger nordkoreanischer Vertreter sollen so bald wie möglich weitere Verhandlungen führen, um die am Dienstag vereinbarten Schritte umzusetzen.

Am Dienstagmorgen hatten sich Trump und Kim in einem historischen Aufeinandertreffen zwölf Sekunden lang die Hände geschüttelt, während im Hintergrund nordkoreanische und US-Flaggen aufgestellt waren. Nach dem persönlichen Gespräch wurde der Gipfel in größerer Runde fortgesetzt, an der neben den Staatschefs unter anderem auch Pompeo teilnahm. Insgesamt dauerte das Treffen etwa fünf Stunden

Frankreich begrüßt Gipfelzusage Kims

Frankreich hat die Zusagen von Kim Jong Un beim Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump begrüßt. Sie seien ein „bedeutender Schritt“ zur atomaren Abrüstung, sagte Europa-Staatsministerin Nathalie Loiseau am Dienstag im Fernsehsender LCP. Nun müsse es schnelle Verhandlungen mit Südkorea über die Sicherheit der ganzen Region geben.

Loiseau schränkte ein, über die Details des unterzeichneten Dokuments sei noch nichts bekannt. Die Regierung werde es analysieren, sobald es öffentlich sei.

Kim hatte sich in der Erklärung zu einer „vollständigen Denuklearisierung“ der koreanischen Halbinsel verpflichtet. Der US-Präsident sagte im Gegenzug „Sicherheitsgarantien“ für Nordkorea zu, wie aus dem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Schriftstück hervorgeht.

Kim verpflichtet sich zu „kompletter Denuklearisierung“

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un hat sich bei seinem historischen Gipfel mit US-Präsident Donald Trump zur „vollständigen Denuklearisierung“ der koreanischen Halbinsel verpflichtet.

Eine entsprechende Aussage enthält ein Dokument, das Kim und Trump zum Abschluss ihres Treffens am Dienstag in Singapur unterzeichneten. Der US-Präsident wiederum sagte im Gegenzug „Sicherheitsgarantien“ für Nordkorea zu, wie aus dem der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Schriftstück hervorgeht.

Ihre Vereinbarung wollten die beiden Staatenlenker „vollständig“ und „zügig“ umsetzen, heißt es ferner in dem Dokument. Trump sagte zum Abschluss des rund fünfstündigen Gipfels, er habe eine „besondere Verbindung“ zu Kim aufgebaut.

Der nordkoreanische Machthaber gelobte seinerseits, „die Vergangenheit zurückzulassen“. Die Welt werde „eine größere Veränderung“ erleben, sagte er.

Trump lud Kim zu Besuch nach Washington ein

Als Ergebnis des historischen Gipfels zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un soll die Denuklearisierung Nordkoreas nach Worten Trumps „sehr schnell beginnen“.

Trump und Kim unterzeichneten am Dienstag in Singapur ein Dokument, das der US-Präsident als „umfassend“ bezeichnete. Details über den Inhalt des Dokuments waren zunächst nicht bekannt. Trump will sich später bei einer Pressekonferenz äußern.

Um kurz nach 9 Uhr Ortszeit (3 Uhr deutscher Zeit) hatten sich Trump und Kim in einem historischen Aufeinandertreffen zwölf Sekunden lang die Hände geschüttelt, während im Hintergrund nordkoreanische und US-Flaggen aufgestellt waren.

Trump lud den nordkoreanischen Machthaber zudem zu einem Besuch in Washington ein. Er sagte, er haben während des Treffens eine „besondere Verbindung“ zu Kim aufgebaut. Der nordkoreanische Machthaber sprach seinerseits von einem „historischen Treffen“ und gelobte, „die Vergangenheit zurücklassen“ zu wollen.

Bei dem Gipfel ging es um den möglichen Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals und die Friedensperspektiven auf der koreanischen Halbinsel. Es war das erste Mal, dass sich ein amtierender US-Präsident und ein nordkoreanischer Machthaber trafen. (afp/dts/dpa)