Frontex: 2017 kamen rund 204.000 Menschen illegal in die EU

Epoch Times20. February 2018 Aktualisiert: 20. Februar 2018 21:01
Im Jahr 2017 kamen 204.219 Menschen illegal in die EU. Fast zwei Drittel der illegalen Zuwanderer kamen aus Marokko, Algerien und Tunesien.

Die Zahl der illegalen Einwanderer in die Europäische Union hat sich nach Angaben der EU-Grenzschutzbehörde Frontex im vergangenen Jahr mehr als halbiert. 204.219 Menschen überquerten im Jahr 2017 illegal die EU-Außengrenzen, heißt es in einem am Dienstag in Warschau vorgestellten Frontex-Bericht. Das entspricht einem Rückgang von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Im Jahr 2016 waren demnach rund 511.000 Menschen illegal in die EU eingereist. Im Jahr 2015 hatte deren Zahl bei 1,8 Millionen gelegen.

Die Zahl der illegalen Grenzübertritte sei 2017 aber immer noch höher gewesen als in den Jahren vor 2014 und dem Beginn der Flüchtlingskrise, heißt es in dem Bericht. Der „Druck“ auf die Außengrenzen der EU bleibe „hoch“.

Balkanroute wurde geschlossen

Ein Rückgang der illegalen Zuwanderung im Jahr 2017 wurde demnach vor allem auf der östlichen Mittelmeerroute verzeichnet – und damit auch über den Balkan.

Zudem habe der Migrationsdruck auf der zentralen Mittelmeerroute seit Juli deutlich nachgelassen. Frontex führt dies auf die veränderte innenpolitisch Lage in Libyen zurück. Allerdings seien in der zweiten Jahreshälfte wieder mehr Flüchtlingsboote von Tunesien und Algerien aus in Richtung Europa aufgebrochen.

Ein deutlicher Anstieg der illegalen Zuwanderung wurde hingegen über das westliche Mittelmeer beobachtet, heißt es in dem Bericht. Hier hätten sich die Zahlen im Vergleich zum Jahr 2016 mehr als verdoppelt. Laut Frontex waren innere Probleme in Marokko, einem der Haupttransit-Länder Richtung Spanien, der Grund dafür.

Nicht zuletzt sei gegen Ende des vergangenen Jahres die Zahl der Migranten aus Afrika schnell angewachsen. Fast zwei Drittel der illegalen Zuwanderer in die EU kamen daher laut Frontex von diesem Kontinent – vor allem aus Marokko, Algerien und Tunesien. (afp)

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