Österreich: 19 verurteilte nigerianische Drogendealer abgeschoben

Epoch Times23. August 2018 Aktualisiert: 23. August 2018 16:40
Österreich hat 21 Afrikaner abgeschoben, 19 davon waren verurteilt wegen Drogendelikten, einige zusätzlich noch wegen zum Teil schwerer Körperverletzung, Diebstahl bzw. Widerstands gegen die Staatsanwaltschaft.

Der österreichische Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) will alles tun, „um kriminelle Fremde nach Möglichkeit so rasch es geht außer Landes zu bringen.“ So berichtet es die „Kronenzeitung“ und erklärt, dass bereits zum siebten Mal diesen Jahres ein von Österreich organisierter Abschiebeflug nach Nigeria und Gambia stattgefunden habe.

An Bord seien 21 Personen gewesen, deren Asylverfahren von der österreichischen Justiz rechtskräftig negativ abgeschlossen worden war. 19 von ihnen seien während ihres Aufenthalts in Österreich straffällig und verurteilt worden – alle wegen Drogendelikten, einige zusätzlich noch wegen zum Teil schwerer Körperverletzung, Diebstahl bzw. Widerstands gegen die Staatsanwaltschaft.

Durch die Beteiligung von Deutschland, Bulgarien, Litauen, Norwegen und Finnland seien insgesamt 36 ehemalige Asylwerber am 16. August an die Behörden in Lagos und Banjul übergeben worden . Österreich hat damit 20 kriminelle Nigerianer und einen Gambianer zurückgeführt.

Laut Krone gehörte Nigeria 2017 zu den fünf Asylantrag-stärksten Nationen, wobei die Anerkennungsquote äußerst gering sei. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) habe im Jahr 2017 nur in rund zwei Prozent der Fälle eine schutzgewährende Entscheidung (Asyl, subsidiärer Schutz, Aufenthaltstitel aus humanitären Gründen) bei nigerianischen Staatsangehörigen getroffen.

Von April bis heute gab es damit 23 Charterflüge in zwölf Destinationen, Anfang August gab es einen Abschiebeflug nach Aserbaidschan. Auf den Chartern befanden sich laut BMI 247 aus Österreich abgeschobene Personen. Etwas weniger als die Hälfte, knapp 45 Prozent von ihnen waren während ihres Aufenthaltes in Österreich strafrechtlich verurteilt worden.

In Deutschland wurden in den vergangenen Jahren jeweils weniger als 200 verurteilte Ausländer zur Verbüßung ihrer Haft in ihre Heimat gebracht. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr lediglich rund 15.000 Menschen in Länder außerhalb von EU und Schengenraum abgeschoben. (mcd)

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