Willy Wimmer: Anti-Trump-Kampagne der „Eliten in Washington könnte zu einem Bürgerkrieg führen“

Von 13. Januar 2017 Aktualisiert: 14. Januar 2017 7:54
Die Diffamierungen gegen den designierten US-Präsidenten Donald Trump nehmen kein Ende. Willy Wimmer sagt: Ein Anti-Trump-Netzwerk versuche mittels einer "Schmierenkampagne" es dem gewählten US-Präsidenten so schwer wie möglich zu machen, von der Kriegs-Agenda bisheriger US-Regierungen abzurücken und ein besseres Verhältnis zu Russland aufzubauen. Wimmer hält den aktuellen Zustand für "äußerst gefährlich".

Kein anderer US-Präsident wurde von den westlichen Medien vor seinem Amtsantritt derart massiv attackiert wie Donald Trump – was nicht heißt, dass es über andere US-Präsidenten nichts kritisches zu berichten gegeben hätte.

Seit Trumps Wahlsieg im November vergeht kein Tag, in dem der Milliardär vom Establishment und den dazugehörigen Medien nicht diskreditiert wird.

Wilde Anschuldigungen machen die Runde: Von russischen Hackerangriffen, die Trump zum Wahlsieg verholfen haben sollen, bis hin zu Sexvideos mit denen der designierte US-Präsident von den Russen nun angeblich erpresst wird. In den westlichen „Leitmedien“ verbreiten sich diese Vorwürfe – die bislang durch keinen einzigen Beweis untermauert wurden – wie ein Lauffeuer. Es scheint ein Anti-Trump Netzwerk zu geben, dass alles darauf setzt, den künftigen US-Präsidenten zu diffamieren und diskreditieren.

„Was die Eliten in Washington treiben, könnte zu Bürgerkrieg führen“

Dieser Ansicht ist auch CDU-Urgestein Willy Wimmer – der diesen Zustand für „äußerst gefährlich“ hält.

Im Interview mit RT sagt Wimmer, dass es Trump durch diese „Schmierenkampagne“ so schwer wie möglich gemacht werden soll, von der Kriegs-Agenda bisheriger US-Regierungen abzurücken und ein besseres Verhältnis zu Russland aufzubauen.

„Wenn Sie sich die aktuelle Situation in Washington ansehen, denke ich, dass diejenigen, die die Wahl verloren haben, nicht gewillt sind, den neuen Präsidenten mit Namen Trump zu akzeptieren. Was die Eliten in Washington treiben, könnte in einen Bürgerkrieg münden“, so der ehemalige verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU.

Die politischen Gegnern Donald Trumps, seien nicht nur Mitglieder der Demokratischen Partei – die alles auf einen Sieg Hillary Clintons gesetzt hatten – sondern auch neokonservative Republikaner wie Senator John McCain.

Es gebe in Washington „eine Elite, die verhindern möchte dass Trump seine Pläne zur Verbesserung der Beziehungen zu anderen Staaten umsetzt“, meint Wimmer. Ein derartiger Vorstoß würde nicht in das „kriegstreiberische Weltbild“ dieser Eliten passen.

„Es gibt ein Netzwerk des Widerstands gegen den Präsidenten, der am 20. Januar sein Amt antreten wird und ich denke, wenn Sie sich mal die Realität in Europa ansehen, die Menschen überall in Europa – sie möchten gute Beziehungen mit der Russischen Föderation. Es gibt im Grunde keine Feindschaft [zwischen Russland und Europa]. Die Feindschaft wird künstlich geschaffen und das geschieht auf die gleiche Weise wie die Erzeugung der Feindseligkeit, wie wir sie heute gegen Trump erleben“, sagt Wimmer zu RT.

Das politische Netzwerk, das hinter der diffamierenden Kampagne stecke, sei „nur in dem Maße bereit, demokratische Entscheidungen und verfassungsmäßige Vorgaben zu akzeptieren, wie es in ihre Agenda passt“. Dieses Netzwerk in Washington sei „nicht gewillt, die Wahlen zu akzeptieren“, so der ehemalige CDU-Politiker.

Gute Beziehungen zu Russland: „Eine gute Sache!“

In Bezug auf die Spannungen zwischen dem Westen und Russland sagt Wimmer: Um eine Konfrontation zu verhindern, solle man sich nicht auf wenige Interessen stützen, sondern „das große Ganze im Auge zu behalten“.

„Ich denke, jeder in Europa wünscht sich, einen Trump im Amt zu sehen, der die Politik verfolgt, die er im Wahlkampf erklärt hat, nämlich sich für gute Beziehungen mit anderen Staaten einzusetzen, auch mit Russland“, so Wimmer. Er fügt hinzu, dass es „keinen Grund“ für Europa gebe, „sich feindselig gegenüber der russischen Bevölkerung oder der russischen Regierung zu verhalten“.

Dass gute Beziehungen zu Russland eine gute Sache seien, findet auch Donald Trump. Auf Twitter schrieb der designierte US-Präsident: „Ein gutes Verhältnis zu Russland ist eine gute Sache. Nur ‚dumme‘ Leute oder Idioten können glauben, dass das schlecht ist!“ Und: „Wir haben auch so schon genügend Probleme rund um die Welt. Wenn ich erst Präsident bin, wird Russland uns sehr viel mehr respektieren, als sie es jetzt tun. Beide Länder werden, vielleicht, zusammenarbeiten, um einige der großen und drängenden Probleme der WELT zu lösen.“

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