Im Hamburger Hafen stapeln sich die Container.Foto: PATRIK STOLLARZ/AFP via Getty Images

Container-Stau im Hamburger Hafen wegen Coronavirus

Epoch Times27. Februar 2020 Aktualisiert: 11. März 2020 14:59
"Wir sehen einen Stau europäischer Container, und die Stellflächen, vorwiegend in Hamburg, werden entsprechend knapp", sagte Steffen Leuthold, Sprecher des Terminalbetreibers Eurogate.

Deutschlands Häfen bekommen die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie zunehmend zu spüren. „Wir sehen einen Stau europäischer Container, und die Stellflächen, vorwiegend in Hamburg, werden entsprechend knapp“, sagte Steffen Leuthold, Sprecher des Terminalbetreibers Eurogate, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Hintergrund sei die Tatsache, dass aus Europa immer weniger Waren Richtung China verschifft würden, nun stapelten sich die Container vor allem im Hamburger Hafen und in Bremerhaven.

Eurogate betreibt die Containerterminals in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven. „Export-Container, die jetzt nicht auf den Terminals gelagert werden können, müssen entweder auf Ausweichflächen außerhalb des Hafens zwischengelagert oder am Ursprungsort zurückgehalten werden. Import-Container werden weiterhin so schnell wie möglich auf Bahn und Straße weitertransportiert“, sagte der Sprecher.

„Als Ausweichfläche könnte der Container-Terminal Wilhelmshaven im Jade-Weser-Port dienen“, sagte Leuthold: „In Wilhelmshaven haben wir ausreichend Fläche, allerdings müssten sich die Reeder entscheiden, den Hafen anzulaufen“. Der Jade-Weser-Port hat derzeit einen Auslastungsgrad von 25 bis 30 Prozent.

Dass die Corona-Epidemie nicht spurlos am Geschäft mit dem Containerumschlag vorbeigehen wird, sei nur noch eine Frage der Zeit, sagte der Eurogate-Sprecher: „In China fahren infolge der Epidemie derzeit deutlich weniger Containerschiffe Richtung Europa los. Das werden wir in etwa vier Wochen zu spüren bekommen. Wir müssen also damit rechnen, dass der Containerumschlag in unseren Häfen dann deutlich geringer ausfallen wird.“ Genaue Zahlen habe man derzeit noch nicht. Wie stark die Geschäfte belastet würden, hänge vom weiteren Verlauf der Epidemie ab. (dts)


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