Naturathlon 2008 – Der Lauf der Welt

Epoch Times19. April 2008 Aktualisiert: 19. April 2008 8:11
Weltrekordversuch für die biologische Vielfalt

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sucht internationale Freizeitsportler. Im Rahmen der Neunten Naturschutzkonferenz der Vereinten Nationen findet am 18. Mai in den Bonner Rheinauen der fünfte Naturathlon statt. „Beispielhaft für die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten und speziell für die biologische Vielfalt in Städten und Ballungsräumen“, wie die BfN-Präsidentin Beate Jessel ausführt, wolle man dieses Jahr einen Weltrekord aufstellen.

Bei dem 10-Kilometer-Rundlauf geht es also weniger um die Schnelligkeit, wichtiger sei das Teilnehmerfeld. Man möchte Teilnehmer aus so vielen verschiedenen Staaten wie möglich gewinnen, die bei dem Lauf als Repräsentanten der biologischen Vielfalt fungieren. Das ist der eigentliche Weltrekordversuch. Es geht nicht so sehr um Gewinnen, sondern um die Teilnahme von Menschen aus vielen verschiedenen Nationen, die sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen und für ihre Nation starten wollen.
Ab sofort können sich alle naturbegeisterten Sportlerinnen und Sportler aller Alterstufen ab 18 Jahre beim BfN bewerben.

Das zweideutige Motto „Der Lauf der Welt“ schlägt eine Brücke zwischen Sport und Natur. Es beinhaltet zum einen den sportlichen Weltrekordversuch und zum anderen den Hinweis auf die momentane Situation unseres Planeten. Der einsetzende Klimawandel wird auch auf die biologische Vielfalt in Deutschland große Auswirkungen haben. Die Wissenschaft rechnet derzeit mit einem Verlust von
5 – 30 Prozent aller Pflanzen- und Tierarten in den nächsten Jahrzehnten in Deutschland. Daher gilt es, den Lauf der Welt insoweit zu beeinflussen, dass die negativen Auswirkungen des Klimawandels so gering wie möglich ausfallen. „Der Naturathlon 2008 dient hier als Instrument, die Problematik um die Gefährdung der biologischen Vielfalt in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken,“ so Jessel.
Da der Lauf in diesem Jahr innerhalb des Bonner Stadtgebietes stattfindet, will er insbesondere auf die biologische Vielfalt in Städten und Ballungsräumen aufmerksam machen. Und diese ist meist größer als auf einer gleich großen Freifläche im Umland: So leben beispielsweise ungefähr 30.000 unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten in Berlin. Die unterschiedlichen Grünstrukturen bieten nicht nur für den Menschen wichtige Funktionen (Luftfilter, Lärmminderung, Wasserrückhaltung) und unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten, sondern Stadtwälder, Parks, Gärten, Friedhöfe, Brachflächen oder Gewässer sind gleichzeitig auch wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen in der Stadt.

Ein Tag vor Beginn der Neunten UN-Naturschutzkonferenz kann der Naturathlon ein Zeichen setzen. Vom 19. bis 30. Mai 2008 werden etwa 5.000 Vertreter aus aller Welt in Bonn zusammenkommen. Sie werden die Ergebnisse ihrer bisherigen Bemühungen zum Schutz der biologischen Vielfalt vorstellen und über weitere Maßnahmen beraten. (jel)

Bewerbungsunterlagen und alle weiteren Informationen unter www.naturathlon.de und unter Tel.: 0228/8491-4444. Der Bewerbungsschluss ist am 1. Mai 2008.

Hinweis:

Die Bundesregierung setzt sich besonders für den Erhalt der biologischen Vielfalt ein. Im Vorfeld der UN-Naturschutzkonferenz führt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit eine Kampagne zur biologischen Vielfalt durch, um die Öffentlichkeit auf den Wert und den Nutzen der biologischen Vielfalt aufmerksam zu machen.
Weitere Information unter:
www.naturallianz.de

Text erschienen in Epoch Times Deutschland Nr. 16/08

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