USA: Die Produktion aus Übersee zurückholen – Schaffung eines „Netzwerks für wirtschaftlichen Wohlstand“

Von 13. Mai 2020 Aktualisiert: 14. Mai 2020 12:59
Mit Nachdruck treibt die Trump-Administration eine Initiative zum Abzug globaler, industrieller Lieferketten aus China an. Es werden neue Zölle in Erwägung gezogen, um Peking für seinen Umgang mit dem Ausbruch des KPCh-Virus* zu bestrafen. Dabei setzt sie auf ein Bündnis „vertrauenswürdiger Partner“.

US-Präsident Donald Trump, der inmitten der Pandemie die Kritik am chinesischen Regime verschärft hat, hat seit langem angekündigt, die Produktion aus Übersee zurückholen zu wollen.

Die wirtschaftlichen Schäden und die große Zahl der Virustoten treibt die Regierung momentan dazu an, die US-Produktion und die Lieferketten aus China weg zu verlagern und die Abhängigkeit vom Reich der Mitte zu verringern. Und das selbst mit dem Risiko, dass sie nicht in die USA zurückkehren, sondern in andere Nationen gingen.

„Wir haben in den letzten Jahren daran gearbeitet, [die Abhängigkeit unserer Lieferketten von China zu verringern,] aber wir geben dieser Initiative jetzt neuen Schwung“, sagte Keith Krach, Staatssekretär für Wirtschaftswachstum, Energie und Umwelt im US-Außenministerium, gegenüber Reuters.

Sorgen um Geschäfte mit China

„Ich denke, es ist wichtig zu verstehen, wo die kritischen Bereiche liegen und wo es kritische Engpässe gibt“, sagte Krach und fügte hinzu, die Angelegenheit sei für die Sicherheit der USA von zentraler Bedeutung, die Regierung könne bald neue Maßnahmen ankündigen.

Das US-Handelsministerium, das Außenministerium und andere Behörden suchen nach Möglichkeiten, Unternehmen dazu zu bewegen, sowohl die Beschaffung als auch die Produktion aus China zu verlagern. Steueranreize und mögliche Subventionen für die Rückverlagerung gehörten zu den Maßnahmen, die in Betracht gezogen würden, um Veränderungen voranzutreiben, so derzeitige und ehemalige Beamte gegenüber Reuters.

„Es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, die von der Regierung vorangetrieben werden“, sagt ein Beamter. Die Behörden sondierten, welche Produktion als „absolut nötig“ eingeschätzt werden sollte und wie diese Waren außerhalb Chinas hergestellt werden könnten.

Trumps Chinapolitik wurde durch Auseinandersetzungen hinter den Kulissen zwischen Handelsbefürwortern und China-Skeptikern („Falken“) bestimmt. Jetzt sagen Letztere, dass ihre Zeit gekommen sei.

„Dieser Moment ist ein perfekter Sturm. Die Pandemie hat all die Sorgen, die die Menschen bezüglich Geschäften mit China hatten, bestätigt“, sagte ein anderer hochrangiger US-Beamter. „All das Geld, das zuvor durch Geschäfte mit China verdient worden ist, ist jetzt von dem wirtschaftlichen Schaden – verursacht durch das Virus – um ein Vielfaches in den Schatten gestellt worden“, sagte er.

Schaffung eines „Netzwerks für wirtschaftlichen Wohlstand“

Trump hatte nicht nur wiederholt gesagt, er könne die derzeit geltenden Zölle von bis zu 25 Prozent auf chinesische Waren im Wert von 370 Milliarden Dollar zusätzlich erhöhen, sondern er werde tatsächlich nicht vor neuen Zöllen zurückschrecken, sagen Beamte.

Andere Möglichkeiten, China zu bestrafen, könnten Sanktionen gegen Beamte oder Unternehmen sein sowie engere Beziehungen zu Taiwan, der selbstverwalteten Insel, die Peking als sein Territorium betrachtet.

Laut Quellen seien die Diskussionen über die Verlagerung von Lieferketten jedoch konkret, stark und multilateral.

Die Vereinigten Staaten drängten darauf, ein Bündnis „vertrauenswürdiger Partner“ unter der Bezeichnung „Netzwerk für wirtschaftlichen Wohlstand“ zu schaffen, sagte ein Beamter. Es werde Unternehmen und zivilgesellschaftliche Gruppen einschließen, die in allen Bereichen von der digitalen Wirtschaft über Energie und Infrastruktur bis hin zu Forschung, Handel, Bildung und Gewerbe nach den gleichen Standards arbeiten, sagte er.

Die US-Regierung arbeite mit Australien, Indien, Japan, Neuseeland, Südkorea und Vietnam zusammen, um „die Weltwirtschaft voranzubringen“, sagte Außenminister Mike Pompeo am 29. April. Zu den Diskussionen gehöre auch, „wie wir Lieferketten umstrukturieren (…), um zu verhindern, dass so etwas jemals wieder geschieht.“

Auch Lateinamerika könnte eine Rolle spielen. Der kolumbianische Botschafter Francisco Santos sagte im April, er befinde sich in Gesprächen mit dem Weißen Haus, dem Nationalen Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten, dem US-Finanzministerium und der US-Handelskammer zu einem Vorstoß, US-Unternehmen zu ermutigen, einige Lieferketten aus China herauszuholen und näher nach Hause zu verlagern.

Kein Ansturm der Unternehmen

China hat die Vereinigten Staaten 2010 als weltweit führendes Produktionsland überholt und war nach Angaben der Vereinten Nationen im Jahr 2018 für 28 Prozent der globalen Produktion verantwortlich.

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Die Pandemie hat die Schlüsselrolle Chinas in der Versorgungskette für Generika, die die Mehrheit der Verschreibungen in den Vereinigten Staaten ausmachen, deutlich gemacht. Sie hat auch die Dominanz Chinas bei Produkten wie Wärmebildkameras gezeigt, die benötigt werden, um Arbeiter auf Fieber zu testen.

Viele US-Unternehmen haben in großem Umfang in die chinesische Produktion investiert. Ein Großteil ihres Umsatzes ist von den 1,4 Milliarden Menschen in China abhängig. „Eine Diversifizierung und eine gewisse Redundanz in den Lieferketten ist sinnvoll angesichts des Risikos, das die Pandemie aufgedeckt hat“, sagte Doug Barry, Sprecher des US-China Business Council. Noch gebe es keine großen Anzeichen auf den Rückzug von Unternehmen, die in China geschäftlich tätig sind.

John Murphy, Senior-Vizepräsident für internationale Politik bei der US-Handelskammer, sagte, die US-Hersteller deckten bereits 70 Prozent der derzeitigen pharmazeutischen Nachfrage.

Der Bau neuer pharmazeutischer Anlagen in den Vereinigten Staaten könne fünf bis acht Jahre dauern, sagte er. „Wir machen uns Gedanken darüber, dass die Beamten die richtigen Fakten erhalten müssen, bevor sie nach Alternativen suchen“, sagte Murphy.

(Mit Material von Reuters)

* Anmerkung der Red.: Die Epoch Times bezeichnet das neuartige Coronavirus, das die Krankheit COVID-19 verursacht, auch als KPCh-Virus, weil die Vertuschung und das Missmanagement der Kommunistischen Partei Chinas es dem Virus ermöglichten, sich in ganz China auszubreiten und eine globale Pandemie zu verursachen. Mehr dazu: Leitartikel: Dem Virus den richtigen Namen geben

Das Original erschien in The Epoch Times (deutsche Bearbeitung von mk)
Originalartikel: Trump Administration Pushing to Rip Global Supply Chains From China: Officials

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