Verpackungen: Lieferausfälle bei Kunststoffen lassen Preise explodieren

Von 29. März 2021 Aktualisiert: 29. März 2021 16:18
Kunststoffhersteller klagen über die Verknappung von Rohstoffen. 80 Prozent der Hersteller von bestätigen eine „deutliche Verschlechterung der Rohstoffversorgung gegenüber dem Jahresbeginn“.

Wie der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen, Dr. Martin Engelmann, unter Verweis auf jüngste Ergebnisse von Umfragen erläutert, klagen mittlerweile mehr als 80 Prozent der Hersteller von Kunststoffverpackungen über eine „deutliche Verschlechterung der Rohstoffversorgung gegenüber dem Jahresbeginn“.

Eine Erleichterung sei nicht in Sicht – und für die kommenden Wochen erwarten vier Fünftel sogar eine Verschärfung der Entwicklung.

Vielmehr scheinen sich die Fälle sogenannter Force-Majeure-Meldungen („Höhere Gewalt“) durch Rohstofflieferanten in Deutschland und Europa generell deutlich zu mehren. Derzeit seien acht von zehn Verpackungshersteller von solchen betroffen.

Erste Verknappungen zeichneten sich bereits gegen Ende des Jahres ab

Engelmann appelliert vor allem an die Partner in der Kunststoff erzeugenden Industrie, den Verpackungsherstellern zu Hilfe zu kommen. Am Ende könnten die Engpässe auch die Konsumenten selbst treffen:

Wenn die Produktion von Verpackungen mangels Rohstoffen still steht, gefährdet das auch die systemrelevante Versorgung der Bevölkerung mit sicher verpackten Lebensmitteln und medizinischen Produkten.“

Hatte die Branche noch im Herbst stabile Preise und Versorgungsabläufe erwartet, zeichneten sich bereits im Dezember erste Verknappungen ab. Die Folgen von Corona verzerrten den Markt.

Da die wirtschaftliche Erholung in China schneller vonstattenging als in Europa, wurden zahlreiche Lieferungen aus den USA oder Saudi-Arabien aufgrund der höheren Nachfrage in Richtung Asien umgelenkt.

Deutliche Preisanstiege im Kunststoff-Bereich

Der strenge Winter in Teilen der USA hatte Anlagenausfälle zur Folge. Dadurch konnten Hersteller etwa in Bundesstaaten wie dem von Stürmen heimgesuchten Texas nicht im vorgesehenen Umfang liefern. Die Automobilbranche sorgte ebenfalls für eine höhere Nachfrage, was auf Kosten anderer von nicht unterbrochenen Lieferketten abhängiger Branchen gehen sollte.

Die Preise stiegen dem Gesamtverband zufolge im ersten Quartal 2021 in Europa um mehr als 30 Prozent, so etwa bei Polyethylen und Polystyrol.

Der Preisindex Plastixx TT weist allein für Februar im Bereich der Technischen Kunststoffe Preissteigerungen von über zehn Prozent im Vergleich zum Monat zuvor aus. Der petrochemische Ausgangsstoff Styrol verteuerte sich allein im März um 48 Prozent. Experten rechnen frühestens im Herbst wieder mit einer Beruhigung der Lage.

Zudem, so heißt es in einer Information, fehle es vielfach an Containern, die infolge der Pandemie in den falschen Häfen gestrandet seien. Das knappe Angebot und die starke Nachfrage nach Frachtkapazitäten hätten beispielsweise die Containerpreise auf der Strecke Asien-Europa seit Ende 2020 um mehr als 400 Prozent ansteigen lassen.

Ein Vorfall wie jener um die „Ever Given“ erwischt dementsprechend die Branche mehr denn je auf dem falschen Fuß.


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