Wasserkrise in Kapstadt: Südafrikas Regierung ruft Katastrophenzustand aus

Die südafrikanische Regierung hat wegen der anhaltenden Dürre und des damit verbundenen akuten Wassermangels in Kapstadt den landesweiten Katastrophenzustand ausgerufen.

Die südafrikanische Regierung hat am Dienstag angesichts der anhaltenden Dürre und des damit verbundenen akuten Wassermangels in Kapstadt den landesweiten Katastrophenzustand ausgerufen.

Damit übernimmt die Regierung persönlich das Krisenmanagement. Das vom Chef des südafrikanischen Katastrophenschutzes unterzeichnete Dekret weist alle staatlichen Einrichtungen an, Notfallpläne zu erarbeiten, Soforthilfen zur Verfügung zu stellen und alle notwendigen Baumaßnahmen zum Kampf gegen den Wassermangel einzuleiten.

Die mit vier Millionen Einwohnern zweitgrößte Stadt Südafrikas kämpft mit einer der schlimmsten Dürreperioden seit 100 Jahren. Um den Tag hinauszuzögern, an dem kein Wasser mehr aus den Hähnen fließt, dürfen die Menschen seit Anfang Februar täglich nur noch 50 Liter verbrauchen – das entspricht in etwa einer dreiminütigen Dusche.

Hierzu auch: Kapstadt trocknet aus: Trinkwasser wird rationiert

Nach neuen Berechnungen der Behörden könnte der gefürchtete „Tag Null“ am 11. Juni erreicht sein. Danach wird Trinkwasser nur noch an 200 Versorgungsstellen ausgeteilt, strikt rationiert auf 25 Liter täglich.

Kapstadts von der oppositionellen Demokratischen Allianz gestellte Stadtverwaltung steht wegen der Wassernot unter heftiger Kritik. Ihr wird vorgeworfen, auf Warnungen von Experten nicht gehört und erst spät Maßnahmen zur Einschränkung des Wasserverbrauchs ergriffen zu haben. (afp)

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