Curtis Bowers im Interview: Wenn nur noch die Masse und nicht mehr der Einzelne zählt

Europa werde in den nächsten zwanzig Jahren komplett kollabieren, denn es habe ein sozialistisches System, meint Curtis Bowers. "Aber das passiere mit jeder Gruppe von Menschen, die nicht darüber nachdenke, wer und was sie eigentlich ist und warum man der ist, der man ist." Ein Interview des Filmemachers mit "Sound of Hope".

Der amerikanische Geschäftsmann, Filmemacher und Christ Curtis Bowers wurde 1992 als junger Mann Zeuge, wie eine Gruppe kommunistischer Führer an der Berkeley Universität in Kalifornien in einem Wochenendseminar ihren Zuhörern unterbreitete, wie sie planten, Amerika mit ihrer Ideologie ganz subtil zu unterwandern. Sie nannten sich the „Committee of Correspondence„.

In einem Wochenendseminar stellten sie ganz konkret ihre Pläne vor, wie sie die Gesellschaft beeinflussen wollten, um sie von innen heraus so zu verändern, dass sie letztendlich die komplette Herrschaft über die Menschheit übernehmen könnten.

Oberstes Ziel: Die Familie zerstören

Wie Bowers in einem Interview mit „Sound of Hope“ erklärt, gehörte es zu ihren obersten Zielen, die Familienstrukturen zu zerstören. Denn, so sagt Bowers, sie wussten ganz genau: „Wenn du die Familien in einem Land zerstören kannst, dann wird das Land zusammenbrechen – und je mehr Länder zusammenbrechen, um so mehr wird nur eine einzige Regierung benötigt.“

So sei es bereits seit den 30er-Jahren der Plan gewesen, die Frauen aus den Familien zu holen, um an die Kinder schon in jungen Jahren heranzukommen. Zudem sollte die Überzeugung gestreut werden, dass die klassische Ehe zwischen Mann und Frau etwas Altmodisches sei und die Menschen nicht ihre Zeit damit verschwenden sollten – Selbstverwirklichung als lockende Alternative zum traditionellen Familienleben.

Die Zerstörung des kapitalistischen Systems

Der zweite Plan soll laut Bowers die Zerstörung der amerikanischen Wirtschaft gewesen sein. Die einzige Möglichkeit, die sie dabei gehabt hätten, war es, die Bewegungen zum Schutz der Umwelt zu unterwandern. Heute seien diese Bewegungen sehr groß, meint Bowers im Interview weiter, und sie sahen ihre Chance drin, so viele Regulierungen einzuführen, dass es schwer sein wird für die Unternehmen, zu überleben. Somit würde Amerika immer ärmer werden, bis es schließlich kollabieren würde.

Und die letzte Sache, die die ideologischen Führer auf ihrem Wochenendseminar anführten, war folgende: Amerika wurde auf den Prinzipien der Bibel aufgebaut. Das gab den Menschen viel Freiheit. Nun sei es den Kommunisten bereits gelungen, die Menschen von Gott abzubringen.

Um nun noch die letzten Wurzeln der Moral auszurotten, plante man laut Bowers, die Amerikaner dazu zu bringen, die Homosexualität zu akzeptieren. Denn wenn sie die Homosexualität mit der traditionellen Beziehung zwischen Mann und Frau gleichsetzen würden, dann gebe es keine moralischen Standards mehr.

Über diese drei Dinge hätten sie immer und immer wieder gesprochen, sagt Bowers im Interview, und wie sie all dies ins Schulsystem einbauen wollten, sowie Hollywood, die Medien, die Universitäten und die Kirchen mit der Ideologie aushöhlen würden.

Als sich Bowers Jahre später die Liste der Teilnehmer dieser Veranstaltung ansah, fiel ihm auf, dass die mehr als 1000 Leute an dem Wochenende später einflussreiche Leute im Weißen Haus und in den Medien und allen anderen wichtigen Institutionen Amerikas waren. Und dass das, was sie geplant hatten, sich 15 Jahre später längst in der Umsetzung befand.

Seinen Aha-Moment hatte er 2008 als Abgeordneter des Staates Idaho: Ein Geschäftsmann wies ihn darauf hin, dass bestimmte Regulierungen nicht der Umwelt halfen, dafür aber sein Geschäft zerstören würden. Wie die Ideologen die Umweltschutz-Bewegung ausnutzten, um die Zerstörung des Kapitalismus voranzutreiben, erklärt er später im Interview.

Vom Geschäftsmann und Abgeordneten zum Filmemacher

Kurz darauf entschied Bowers, gemeinsam mit seiner Familie einen Film zu machen über genau das,  was er 1992 gehört hatte. Er fühlte sich berufen, dieses Wissen über die geplante Zerstörung der Familien, der Gesellschaft und schließlich des menschlichen Lebens unter die Menschen zu bringen, damit sie verstehen würden, was um sie herum geschah.

Das Besondere daran, er hatte vorher nie einen Film produziert. Er fing also an, sich alles Wissen und Fähigkeiten über das Filme produzieren anzueignen, um dann allmählich mit Interviews zu beginnen bis am Ende „Agenda: Grinding America Down“ entstand. Doch das war ein Prozess von mehreren Jahren.

2016 war dann Bowers zweiter Film fertig: „Agenda 2: Masters of Deceit“.

60.000 Meilen hat die Familie bisher durch ganz Amerika zurückgelegt, um ihre zwei Filme zu zeigen und das mit Erfolg. Viele Menschen schauten interessiert zu und kauften oft mehrere Kopien, um sie an Bekannte und Freunde weiterzugeben. Damit floss auch etwas Geld in die Produzentenkasse zurück.

Sound of Hope fragte Bowers weiter im Interview nach den Reaktionen der Zuschauer. Bowers spricht von betroffenen Gesichtern, von Tränen und von Menschen, die nicht glauben konnten, was ihrem Land widerfahren ist. Vor allem ältere Menschen sagten, sie hätten gemerkt, dass sich das Land veränderte, aber sie wussten nicht, warum das geschah.

Die Lage ist ernst

Bowers sagt, er sei dankbar für die Erfahrung, dass er die Menschen erkennen lassen durfte. Die Leute schienen deswegen nicht deprimiert gewesen zu sein, sagt er. Es war keine Stimmung von – „wir müssen unbedingt was dagegen tun“, denn dafür habe er die Filme nicht gemacht. Er wollte, wie er selbst sagt, dass die Menschen verstehen, „dass die Lage ernst ist, denn wir waren nicht so verantwortungsbewusst, wie wir hätten sein müssen, um unsere Freiheit, unsere Familien und die ‚Amerikanische Art‘ zu schützen.“

Es gab auch Leute, die nicht akzeptieren konnten, was er übermittelte und die ihm dieses und jenes vorwarfen. Doch Bowers Meinung dazu ist, dass man zuerst einmal mit der Wahrheit beginnen müsse. „Wir leben in einer Lüge, von der keiner profitiert.“ Doch die positiven Feedbacks und Danksagungen hätten eindeutig überwogen, meint er.

Mit ein Grund, warum es überhaupt so weit hat kommen können, sei laut Bowers die Tatsache, dass sich Eltern nicht die Zeit für die Kinder nahmen, und sie damit vor allem in den 60er- und 70er-Jahren an den Radikalismus verloren. Man sagte seinen Kindern nicht mehr, wie toll unser Land eigentlich ist.

Der Einzelne ist einzigartig und unbezahlbar

„Sound of Hope“ ist eine Radiostation, die von Exilchinesen errichtet wurde. Natürlich fühlen gerade sie sich von Bowers Filmen stark angesprochen, werden sie doch selbst in ihrem Heimatland vom kommunistischen Regime stark unterdrückt und missbraucht. Bowers sagt, dass er Mitgefühl mit den Menschen in China habe, die gezwungen seien, Dinge zu tun, von denen nur das Regime profitiert. Leider würden auch die Amerikaner ihre Augen davor verschließen, meint er. In China zähle eben das einzelne Individuum nichts, nur die Masse und genau das sei kommunistisch.

Jeder einzelne Mensch sei nach dem Bilde Gottes erschaffen und deswegen unbezahlbar, so die Meinung Bowers.

Wenn man heute eine Umfrage bei den unter 35-jährigen mache und frage ob es richtig sei, dass das Schicksal der Masse wichtiger sei als das Schicksal des Einzelnen, würden die meisten wahrscheinlich zustimmen. Aber genau das sei Marxismus, sagt Bowers. Und wenn so etwas tief in der Gesellschaft implementiert wurde, dann kommt es zu gewaltsamer Herrschaft und Missbrauch von Menschen, die eigentlich gesegnet werden sollten.

Europa wird kollabieren

Die sozialistischen und marxistischen Ideen funktionieren nicht, das sieht man doch an Europa, fährt Bowers fort. Europa werde in den nächsten zwanzig Jahren komplett kollabieren, denn es habe ein sozialistisches System, meint er.

„Sie haben nicht genug Kinder um sich selbst zu erhalten und dann erlauben sie Menschen in ihre Länder zu kommen, die nicht an die selben Dinge glauben wie sie selbst und die auch nicht in gleichem Maße zum Wohlstand beitragen wie sie selbst und so werden wir Europa untergehen sehen. Und das ist sehr traurig.“

Aber das passiere mit jeder Gruppe von Menschen, die nicht darüber nachdenke, wer und was sie eigentlich ist und warum man der ist, der man ist.“

„Und so gebe man das weiter von Generation zu Generation. Und die Marxisten hätten gewusst, sie brauchten nur in die Schulen und Universitäten zu gehen um den Menschen zu sagen, was sie zu glauben hätten. Und auf diese Weise könnten sie das ganze Land kontrollieren – und das sei genau das, was passiert ist“, so Bowers.

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