Guinea beschlagnahmt Haifischflossen auf chinesischen Schiffen vor Westafrika

Haie stehen in Guinea unter Naturschutz, ihr Fang ist verboten. Auf chinesischen Schiffen fanden die Ermittler aus Guinea 30 Säcke mit Hairesten, darunter auch die eines großen Hammerhais, der vom Aussterben bedroht ist.

Die Behörden in Guinea haben auf chinesischen Schiffen vor ihrer Küste dutzende Säcke mit Haifischflossen beschlagnahmt.

Jedes Schiff sei mit Strafen von bis zu 350.000 Euro belegt worden, teilte die Umweltschutzorganisation Greenpeace mit. Mit ihrem Schiff „Esperanza“ arbeitet die Organisation mit den Behörden von sechs westafrikanischen Ländern zusammen, die gegen illegalen Fischfang vorgehen.

Haie stehen in Guinea unter Naturschutz, ihr Fang ist verboten. Insgesamt fanden die Ermittler aus Guinea 30 Säcke mit Hairesten, darunter auch die eines großen Hammerhais, der vom Aussterben bedroht ist. Oft fangen die Schmuggler die Haie ein, schlagen ihnen die Flossen ab und werfen die verstümmelten Tiere wieder ins Meer, wo sie qualvoll verenden. Die Flossen sind vor allem in der asiatischen Küche sehr begehrt und werden dort auch in der traditionellen Medizin verwendet.

Die beanstandeten Schiffe gehörten alle drei zu einer der größten Hochseefischfangflotten Chinas. Die meisten der mehr als 40 Schiffe, die eine Lizenz für die Gewässer Guineas haben, gehören Chinesen. Der illegale Fischfang in Guinea ist in den vergangenen Jahren drastisch angestiegen: Während es 2010 noch 40.000 Tonnen pro Jahr waren, waren es 2015 bereits mehr als 150.000 Tonnen pro Jahr. (afp)

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