LIVE aus Frankfurt/Main: „Ruhe in Frieden, kleiner Mann“ – Mahnwache für getöteten Jungen (8)

Epoch Times30. Juli 2019 Aktualisiert: 31. Juli 2019 14:24
Der Frankfurter Gleis-Mord erschüttert Deutschland. Ein unschuldiger Junge musste sterben.

In Frankfurt am Main findet seit 18.30 Uhr am Dienstagabend, 30. Juli, eine offizielle Mahnwache für den ermordeten Jungen statt, der am Montag von einem 40-jährigen Eritreer vor einen einfahrenden Zug gestoßen wurde.

Auf einer zwischen Teddybären, Kerzen und Blumen liegenden Karte am Tatort stand: „Ruhe in Frieden, kleiner Mann“.

Die offizielle Gedenkveranstaltung wurde von der Polizei geschützt. Die öffentliche Andacht der evangelischen und katholischen Kirchen auf dem Bahnhofsvorplatz wurde vom „Hessische Rundfunk“ gefilmt.

Die „Bild“ berichtet von einer Hongkong-Touristin (66), die nachdem sie von der Tat gelesen hatte „einfach hier vorbei schauen“ musste:

Ich habe es gestern gelesen und konnte danach nicht mehr schlafen, aber wie es für die Mutter ist, möchte ich mir nicht vorstellen. Warum macht jemand so etwas, das ist doch nur ein Kind, und erst acht Jahre alt!“

(Lili Lo, Hongkong)

Auch eine junge Frau aus Frankfurt äußerte sich in der „Bild“. Sie müsse täglich mit der Bahn fahren. Heute Morgen musste sie mehrmals nach hinten gucken. Auch an der Haltestelle Konstablerwache seien alle an der Wand gestanden.

Wie konnte er so einem unschuldigen Wesen so etwas antun – ich fühle mit der ganzen Familie und hoffe, dass sie diesen Schmerz verarbeiten können.“

(Nazire, 27, Frankfurt)

Die „Gießener Allgemeine Zeitung“ interviewte einen Augenzeugen, den Studenten Pablo Rodriguez Campos, der von einiger Entfernung sehen konnte, wie der ICE einfuhr. Dann hörte er die Leute schreien: „Es waren Horrorschreie. Und dann sah ich, wie der Täter weglief und mehrere Leute rannten ihm hinterher. Andere schauten nach unten auf die Gleise. Ich wusste sofort, da muss was Schreckliches passiert sein und der Mann etwas sehr Schlimmes getan haben.“

Ich will alleine sein. Ich muss das verarbeiten. Ich bekomme diese Schreie einfach nicht mehr aus meinem Kopf. Und ich muss dauernd denken, dass, wenn ich in Zukunft an einem Gleis stehen werde, mich jetzt immer umdrehen werde, dass keiner hinter mir steht und auch mich versucht, aufs Gleis zu schubsen.“

(Pablo Rodriguez Campos, Augenzeuge, Student)

(sm)

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