China verliert 21 Millionen Mobilfunknutzer in 3 Monaten – wieviele Tote gibt es wirklich?

Epoch Times6. April 2020 Aktualisiert: 6. April 2020 23:12

China hat in den letzten drei Monaten über einundzwanzig Millionen Mobilfunknutzer verloren. Das geht aus den Zahlen des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie hervor.

Der starke Rückgang ist ungewöhnlich, da Chinesen ihre Telefone für so ziemlich alles benutzen.

Der in den USA lebende Kommentator und China-Experte Tang Jingyuan sagt dazu:

Mobiltelefone sind ein unverzichtbarer Teil des Lebens. Nur unter extremen Umständen würden die Menschen aufhören, ihre Mobiltelefone zu benutzen.“

Chinesen nutzen ihr Telefon von der bargeldlosen Zahlung, bis hin zur Zahlung von Miete, Verkehrsmitteln und vieles mehr.

Doch im Januar und Februar verzeichneten drei chinesische Mobilfunkanbieter einen starken Rückgang der Nutzerzahlen. Im gleichen Zeitraum nahmen die Nutzer in den Jahren 2019, 2018 und 2017 zu.

Man kann zweifellos sagen, dass der Rückgang der Nutzerzahlen um über 21 Millionen mit dem Ausbruch des KPCh-Virus zusammenhängt.

Tang Jingyuan, Kommentator und China-Experte

Tang geht davon aus, dass die Virustodesfälle zur Anzahl beigetragen haben. Ein Insider aus der chinesischen Telekommunikationsbranche erzählte ihm, dass die verlorenen Nutzer alle ein bestimmtes Kriterium erfüllten – die von ihnen verwendeten Konten erforderten keinen Mindestumsatz und hatten im vergangenen Monat keinerlei Ausgabenaktivitäten.

Nach Angaben des Insiders machen Konten, die keinen Mindestumsatz erfordern, etwa fünf Prozent der gesamten chinesischen Mobilfunknutzer aus. Die Besitzer dieser Konten gehören in der Regel zu den einkommensschwachen Gruppen im mittleren Westen Chinas. Viele von ihnen sind Wanderarbeiter und Studenten.

In China gibt es über 280 Millionen Wanderarbeiter und 28 Millionen Studenten. Wenn man davon ausgeht, dass etwa fünf Prozent von ihnen solche Konten haben und ihre Handys nicht mehr benutzen, sind das etwa 15 Millionen. So gäbe es immer noch eine Differenz von sechs Millionen, die sich nicht erklären lässt.

Ich spekuliere, dass Hunderttausende oder vielleicht eine Million Chinesen an dem KPCh-Virus gestorben sind. Natürlich wird es nach dem Tod keine Kontoaktivitäten geben, was zu dem starken Rückgang der Zahlen beigetragen hat.

Tang Jingyuan, Kommentator und China-Experte

Wenige Tage nach der Veröffentlichung der Daten kündigte Chinas oberstes Organ zur Korruptionsbekämpfung Änderungen für die drei großen chinesischen Telefongesellschaften an. Laut den Behörden seien die Serviceangebote zu komplex und müssten verfeinert werden. Tang sagte jedoch, dass die Daten bis zu einem gewissen Grad die Opfer und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Seuche widerspiegeln. Er sagt, es sei wahrscheinlich, dass die chinesischen Behörden die neuen Änderungen zur Verschleierung nutzen.


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion