US-Institut: KP Chinas ist schuld an Finanzkrise 2008

Von 28. November 2019 Aktualisiert: 29. November 2019 8:57
Einem US-Institut zufolge könnte China schon 2020 in Zahlungsprobleme geraten. Doch die KP Chinas will sich retten und setzt auf Staatsanleihen im Rekordwert von 6 Milliarden US-Dollar. Das Institut macht China für die Finanzkrise 2008 verantwortlich und betont die 'eiserne Faust' des autokratischen Systems.

China wird in 2019 voraussichtlich die erste negative Zahlungsbilanz seit 25 Jahren verzeichnen, schätzte das US-Unternehmen Endo Economic kürzlich. Die Kommunistische Partei Chinas will daher seine Staatsanleihen von 3 Millionen auf 6 Milliarden US-Dollar verdoppeln.

Chinas Investitionen in Sachanlagen sanken im dritten Quartal 2019 insgesamt um 14,5 Prozent und damit auf das schlechteste Ergebnis seit fünf Jahren. Im privaten Sektor sanken die Investition sogar um 29,9 Prozent – trotz Infrastrukturmaßnahmen. Der Grund ist, dass viele ausländische Unternehmen ihre Produktion aufgrund von Lohninflation und amerikanischem Handelskrieg aus China abzogen.

Alles begann mit dem Beitritt Chinas zur WTO

Die KP Chinas bekam mit seinem Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 2001 ungehinderten Zugang zu den Weltmärkten. So konnte es spektakuläre Mengen an ausländischen Kapitalzuflüssen stimulieren, die China mit Überschallgeschwindigkeit industrialisierten.

WTO-Fürsprecher sahen Chinas Wirtschaftsmodell damals als übereinstimmend „mit der westlichen Vorlage“ an. Aber tatsächlich stehe hinter dem offenen, hauptsächlich vom Privatsektor getriebenen Marktsystem ein autokratisches oder selbstverherrlichendes System, das von der ‚eisernen Faust‘ der KP Chinas kontrolliert wird, so Endo Economics in einer kürzlichen Analyse.

China eröffnete mit seinem Beitritt zur WTO zwar einige Teile seiner Wirtschaft für Marktkräfte. Aber über die inländischen Strompreise – ein wichtiger industrieller Input – und die inländischen Kreditkosten der Industrie behielt es die Kontrolle. So koppelte es seine Yuan-Währung an den US-Dollar und erlaubte den freien Kapitalverkehr für inländische Sparer nicht.

China ist der wahre Verursacher der Finanzkrise

Die Abwanderung ländlicher Arbeitskräfte in die Stadt förderte den Wirtschaftsboom kräftig. So wuchs Chinas weltweite Wertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe von 11,45 Prozent im Jahr 2005 auf 24,9 Prozent im Jahr 2018. Aber der Anteil der ausländischen Wertschöpfung an den Exporten aber sank von 26,3 Prozent im Jahr 2005 auf 19,5 Prozent im Jahr 2009 und zuletzt auf 16,7 Prozent.

Tatsächlich war also die Finanzkrise 2008/2009 nicht auf das Versagen der freien Märkte und „gierige Bankiers“ zurückzuführen – sondern die wirklichen Schuldigen waren die politischen Praktiken des chinesischen Regimes, erklärte Endo Economics. So hieß es in einer Analyse:

Das WTO-Abkommen mit China trug zur globalen Finanzkrise bei, brachte die Washingtoner Konsens-Doktrin der liberalen Ökonomie in Verruf und hat dazu beigetragen, das Vertrauen des Westens in die Überlegenheit des freien Marktes zu untergraben.“

Bleibt ‚Made in China‘ nur ein Traum von Xi?

Chinas Staatschef Xi Jinping wollte mit seinem in 2015 verkündeten Plan „Made in China 2025“ Chinas Industrie umfassend modernisieren und Chinas Anteil an Kernkomponenten und Materialien von 25 Prozent auf 40 Prozent bis 2020 und 70 Prozent bis 2025 zu erhöhen.

Doch Xi’s Plan will nicht so richtig funktionieren. Seit seinem Beitritt zur WTO konnte China zwar alle Ausgaben mit einem durchschnittlichen Zahlungsbilanzüberschuss von 4 Prozent selbst finanzieren. Doch künftig kann China seine Kosten voraussichtlich künftig nicht mehr decken. So sank Chinas Zahlungsbilanzüberschuss im Jahr 2017 auf 1,6 Prozent, im Jahr 2018 auf 0,4 Prozent. Im Jahr 2019 voraussichtlich zum ersten Mal seit 26 Jahren wieder defizitär sein.

Auch der Gewinn von Unternehmen sank von durchschnittlich 62 Prozent im dritten Quartal 2010 auf minus 8,8 Prozent im dritten Quartal 2019. Ursächlich sind vor allem steigende Lohnkosten von Arbeitnehmern.

Chinas Wirtschafts-Boom: Nur ein Spuk?

Endo Economics schätzt, dass der Kapitalabfluss aus China seit dem zweiten Quartal 2018 etwa 587 Milliarden US-Dollar betrug. Die finanzielle Belastung der Binnenwirtschaft führte zu Chinas ersten regionalen Bankenpleiten seit zwei Jahrzehnten. Und die Zahl der Ausfälle von inländischen Unternehmensanleihen ist von 4 im Jahr 2014 auf über 150 im Jahr 2019 gestiegen.

Es wird erwartet, dass China im Jahr 2020 große Kapitalabflüsse erleiden wird, da mehr ausländische Unternehmen Investitionen in billigere Arbeitsmärkte verlagern und die inländischen Unternehmensgewinne stagnieren. China muss auch über 283 Milliarden Dollar an fälligen Kommunalanleihen im Jahr 2020 zurückzahlen.

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Chriss Street ist Experte für Makroökonomie, Technologie und nationale Sicherheit. Er war CEO mehrerer Unternehmen und ist aktiver Autor mit mehr als 1.500 Publikationen. Außerdem hält er regelmäßig Strategievorlesungen für Doktoranden an führenden südkalifornischen Universitäten.

Das Original erschien in Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von bm) Originalartikel: China Plans Record Sale of $6 Billion in ‘Dollar Bonds’

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