Für Rache und Millionen: Chinas KP verurteilt Kanadierin zu acht Jahren Haft – Fall Huawei im Hintergrund

Epoch Times7. Juli 2020 Aktualisiert: 7. Juli 2020 19:38
Die Beziehungen zwischen Kanada und China verschlechtern sich weiter. Chinas Behörden verurteilten nun eine chinesisch-kanadische Millionärin zu acht Jahren Haft. Das Urteil erging, nachdem Kanada sich geweigert hatte, die Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou freizulassen.

China hat die chinesisch-kanadische Multimillionärin Sun Qian zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Seit drei Jahren sitzt Frau Sun bereits in chinesischer Haft.

Wenige Tage vor dem Urteil lehnte der kanadische Premierminister Justin Trudeau Chinas Antrag auf Freilassung der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou im Austausch gegen die Rückkehr von zwei in China inhaftierten Kanadiern ab.

Einige sagen, Suns Verurteilung sei Chinas Art, Rache zu üben.

Verbotener Glaube, verbotene Traditionen

Sun war zusammen mit ihrem Ehemann Miteigentümerin eines erfolgreichen Biochemieunternehmens in Peking. Sie wurde 2017 verhaftet, nachdem die Polizei Falun Gong-Bücher in ihrem Haus gefunden hatte.

Das Meditationssystem ist eine chinesische Meditationspraxis, die von vielen Millionen Menschen auf der ganzen Welt praktiziert wird. Frau Sun begann 2014 Falun Dafa zu üben.

Ihr wurde vorgeworfen, dass sie, wie die Behörden es nannten, „Sektenorganisationen benutzt habe, um nationale Gesetze zu untergraben“. Doch rechtlich gesehen führt selbst das chinesische Regime Falun Dafa in keinen offiziellen Dokumenten als Sekte auf.

Frau Sun wurde während der Haft schwer misshandelt und speziell gefesselt, sodass sie nicht selbstständig essen oder die Toilette benutzen konnte. Zwei Monate lang musste sie dieselbe Kleidung tragen und wurde nachts alle 30 Minuten aufgeweckt.

Die KP-Anklagegründe: Rache und Millionen

Sie engagierte mehrfach Anwälte, die jedoch unter dem Druck der KP-Behörden den Fall wieder fallen ließen. Dem Anwalt Xie Yanyi wurde sogar die Anwaltszulassung entzogen, weil er Frau Sun verteidigen wollte. Er sagt: „Wenn die Unrechtsfälle mit Falun Dafa nicht gestoppt werden, werden die Katastrophen in China nicht aufhören.“

Letztendlich erlaubten die Behörden Frau Sun nur, die von der KPC ausgesuchten Anwälte zu beauftragen.

Der chinesische Anwalt und Menschenrechtsaktivist Chen Guangcheng glaubt, dass die chinesischen Behörden Sun aus zwei Gründen inhaftiert haben:

Erstens, weil sie hinter ihrem Geschäftsvermögen von 300 Millionen Dollar her sind. Und zweitens aus Rache nach der Entscheidung Kanadas, Huaweis Finanzchefin Meng Wanzhou nicht nach China ausreisen zu lassen.

Ihr Anwalt Xie erklärte, dass die Behörden während der Inhaftierung auch versuchten,  Frau Sun zur Aufgabe ihrer kanadischen Staatsbürgerschaft zu zwingen. (sm)

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