US-Präsident Trump nutzte die Dienste von Cambridge Analytica nicht auf unfaire Weise

Von 27. März 2018 Aktualisiert: 27. März 2018 21:17
Die Firma Cambridge Analytica gelangte auf unzulässige Weise an geschätzte 50 Millionen Datensätze von Facebooknutzern - was neue Fragen zum Datenschutz aufwirft.

Facebookgründer und CEO Mark Zuckerberg sagte CNN bei einem Interview, dass es ihm „…wirklich sehr leid tue was passiert ist,“ und dass man gerade überprüfe, ob Cambridge Analytica noch Zugriff auf die Daten habe und in welchem Falle man rechtliche Schritte einleiten würde.

„Wir haben einige Maßnahmen eingeleitet um den Zugriff, den Entwickler auf die Daten haben, einzuschränken“ sagte Zuckerberg und bezog sich damit auf Aleksandr Kogan, einen Forscher der Universität in Cambridge. Diesem war es als Erstem gelungen, an die Daten zu gelangen.

Cambridge Analytics und der US-Kongress

Der US-Kongress hat angekündigt, dass er untersuchen werde, wie Facebook mit den Daten seiner Nutzer umgeht.

Viele Medien haben nun allerdings versucht, die Bedeutung des Vorfalls dadurch zusätzlich hochzuspielen, dass die Wahlkampagne von Trump auch ein Kunde von Cambridge Analytica war. Cambridge Analytica wurde von ihnen als Instrument Trumps beschrieben, mit dessen Hilfe er die Wahl 2016 gewann. Das Wahlkampfteam zahlte der Firma 5,9 Millionen Dollar während des Wahlkampfes, wovon 5 Millionen für Fernsehwerbung bestimmt waren.

Die Firma half dem Team bei der Datenanalyse [Anmerkung des Übersetzers: Von Wählerdaten der Republikaner selbst] und assistierte bei der Schaltung von Fernsehwerbung. Wie „Wired“ berichtete ging es nicht um die Lieferung oder Nutzung von Psychogrammen.

Laut CBS News war ein Hauptgrund für die Zusammenarbeit des Trump Teams mit Cambridge Analytica während des parteiinternen Vorwahlkampfes, die Tatsache dass man sich der Unterstützung durch das RNC (Republican National Committee) mit Daten nicht sicher war.

Nachdem Trump zum Kandidaten nominiert wurde, erstellte CA keine Analysen mehr für das Trump Team

Nachdem Trump im Juli 2016, nach einem heißen Vorwahlkampf, zum Kandidaten der Republikaner nominiert worden war, stellte das Trump Team die Nutzung der Analysedaten von Cambridge Analytica komplett ein und benutzte stattdessen die Daten des RNC, die sehr viel genauer waren.

Im Gegensatz zu dem was einige Medien verbreiten, spielte Cambridge Analytica währen des eigentlichen Wahlkampfes, gegen Hillary Clinton, keine entscheidende Rolle.

Hier zeigt sich bei vielen Medien ihre Doppelmoral, was die Nutzung von Datensammlungen bei politischen Kampagnen angeht.

Obama wurde 2012 gelobt, als er massiv die Profildaten von Facebook benutzte

Der ehemalige Präsident Obama wurde 2012 in vielen Artikeln sogar dafür gelobt, dass er 2012 massenweise die Profildaten von Facebooknutzern benutzte, um seine Wiederwahl sicherzustellen.

Der Guardian berichtete im Februar 2012:

Barack Obamas Wiederwahlteam arbeitet zur Zeit an einem großen Datenprojekt, bei dem erstmals die Daten von Millionen Amerikanern mit den Möglichkeiten von Facebook kombiniert werden, um einzelne Wähler, in nie vorher gesehener Weise, gezielt ansprechen zu können.“

 

Den Schutz privater Daten sicherstellen

Der Schutz der Privatsphäre fordert im Hinblick auf die riesigen Datensammlungen, die Konzerne wie Facebook, Google oder Twitter aufgebaut haben, unsere volle Aufmerksamkeit.

Es fördert die Diskussion allerdings nicht besonders, wenn man Präsident Trump jetzt die Verfehlungen einer privaten Firma anlastet, nur um eine bestimmte Stimmung zu erzeugen.

 

Das Original erschien am 24. März 2018 bei The EpochTimes USA: Opinion: Trump Did Not ‘Collude’ With Cambridge Analytica to Win the Election

Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten sind die Meinungen des Autors und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der EPOCH TIMES wider. Deutsche Bearbeitung: al

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