Japan veröffentlicht Verteidigungsbericht: China will den Status quo einseitig ändern

Epoch Times16. Juli 2020 Aktualisiert: 16. Juli 2020 13:50
Japans Regierung nimmt immer stärker die Bedrohung durch China und Nordkorea wahr. Premierminister Abe kündigt ein Überdenken der bislang rein auf Verteidigung ausgerichteten Militärstrategie an.

Am 14. Juli verabschiedete das Kabinett von Premierminister Shinzo Abe einen Bericht zur Verteidigung Japans. Das „Verteidigungsweißbuch 2020 der Regierung Abe“ betont potenzielle chinesische und nordkoreanische Bedrohungen. Zugleich versucht Japan, seine Verteidigungskapazität weiter zu erhöhen. Unter Abe wuchsen das Verteidigungsbudget sowie die militärischen Fähigkeiten des Landes stetig an, auch durch den Kauf amerikanischer Technik.

Verteidigungsminister Taro Kono hat vor kurzem die Stationierung zweier kostspieliger US-amerikanischer landgestützter Raketenabwehrsysteme wegen technischer Probleme aufgegeben.

Abe kündigte seine Absicht an, zügig Japans Verteidigungsrichtlinien zu überarbeiten und es Japan zu erlauben, über seine traditionelle, reine Verteidigungsabsicht im Rahmen des japanisch-amerikanischen Sicherheitsbündnisses hinauszugehen. Zur Debatte stünden auch die Fähigkeiten, möglicherweise einen Präventivschlag zu führen.

Japan wirft China vor, den internationalen Status im Südchinesischen Meer ändern zu wollen

Das Weißbuch warf China auch vor, Propaganda und Desinformationen über die Verbreitung des Wuhan-Virus zu betreiben. „Die COVID-19-Pandemie kann den strategischen Wettbewerb zwischen Ländern, die beabsichtigen, internationale und regionale Ordnungen zu ihrem Vorteil zu schaffen und ihren Einfluss auszuweiten, entlarven und verschärfen“, so der Bericht. „Wir müssen ihre Schritte mit ernster Sorge um die nationale Sicherheit genau beobachten.“

Es wurde in diesem Zusammenhang auf die Behauptung eines chinesischen Beamten des Außenministeriums hingewiesen. Dieser postete im März auf Twitter, dass das US-Militär SARS-CoV-2 in Wuhan verbreitet habe.

Im Jahresbericht hieß es weiterhin, China habe „unerbittlich“ darauf gedrängt, in den asiatischen Meeren „den Status quo zu ändern“. Dies schließe die Entsendung von Regierungsschiffen der 3.000-Tonnen-Klasse in japanische Gewässer rund um die von Japan kontrollierten umstrittenen Inseln im Ostchinesischen Meer auf Japanisch Senkaku genannt ein. Peking beansprucht die Inseln und nennt sie Diaoyu.

China verfolge auch seinen einseitigen Versuch im Südchinesischen Meer noch aggressiver und dehne sein Handlungsraum sogar auf weiter entfernte Meere aus. Die sei eine Sorge, die von der internationalen Gemeinschaft geteilt werde, so der Bericht. Das Problem des Südchinesischen Meeres „wirkt sich direkt auf den Frieden und die Stabilität in der indisch-pazifischen Region aus“.

„Da China sich jetzt seiner Fähigkeiten rühmt und vielerorts versucht, den Status quo einseitig zu verändern, müssen wir Chinas Absichten genau erfassen“, sagte Kono am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Der Bericht erschien kurz nachdem die Trump-Regierung fast alle maritimen Ansprüche Pekings im Südchinesischen Meer abgelehnt hatte.

China: Japans Verteidigungspapier sei voller Vorurteile

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, sagte, dass Japans Verteidigungspapier voller Vorurteile und Falschinformationen gegen China sei und dass es sein Bestes versuche, die sogenannte „chinesische Bedrohung“ zu schüren.

„China hat seine Souveränitäts-, Sicherheits- und Entwicklungsinteressen immer standhaft verteidigt. Jeder Angriff oder Diskreditierung Chinas ist zwecklos“, sagte Zhao.

Nordkoreas Raketenstarts

Der japanische Verteidigungsbericht verweist auch auf Nordkoreas kontinuierlicher Entwicklung seiner Atom- und anderen Waffenprogramme.

Der Norden „verfolgt unerbittlich immer komplexere und vielfältigere Angriffsarten und verstärkt und verbessert ständig seine Angriffsfähigkeiten“, so der Bericht.

Darin heißt es, dass Nordkorea seit Mai 2019 drei Arten neuer ballistischer Kurzstreckenraketen gestartet habe, die feste Brennstoffe verwenden und in niedrigeren Höhen fliegen als ihre konventionellen Raketen, die das japanische Raketenabwehrsystem durchbrechen können.

Südkorea protestiert gegen Japans Anspruch auf einige Inseln

Japans Beziehungen zu Südkorea sind in jüngster Zeit aufgrund der Kriegsgeschichte, der Exportkontrolle und territorialer Fragen auf einen Tiefststand gesunken.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Der Bericht veranlasste Seoul, gegen Japans Anspruch auf eine Reihe kleiner, von Südkorea kontrollierten Inseln, zwischen den Ländern zu protestieren. Im Text werden die Inseln als Teil der japanischen Territorien erwähnt.

Der Sprecher des Außenministeriums, Kim In-chul, drängte Tokio in einer Erklärung dazu, solche Behauptungen „sofort“ aus dem Bericht zu streichen, da die Inselchen, Dokdo in Korea und Takeshima in Japan genannt, nach dem Völkerrecht südkoreanisches Territorium seien.

 

Titel des Originalartikels der amerikanischen Epoch Times: Japan Says Coronavirus Adds to Security Threat by China
(Deutsche Überarbeitung ah)

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Viele bezeichnen ihr berufliches oder soziales Umfeld metaphorisch als „Schlachtfeld“ – doch für die KP China bedeutet es Krieg im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Partei, die die Regierung Chinas stellt, vertritt den Grundgedanken der „uneingeschränkten Kriegsführung“: „Einfach ausgedrückt, Schwarzkopf [Oberbefehlshaber der multinationalen Streitkräfte des Golfkriegs] + Soros + Morris [Schöpfer des Morris-Wurm-Computervirus] + bin Laden? Das ist unsere wahre Karte, die wir ausspielen“, so zwei chinesische Oberste, die „Erfinder“ der „Uneingeschränkten Kriegsführung“.

Der Schlüsselpunkt dazu sind nicht unbedingt die unter Waffen stehenden Streitkräfte, sondern die „Generalisierung von Krieg“ für jeden chinesischen Landesbürger. „Uneingeschränkte Kriegsführung“ meint, dass „alle Waffen und Technologien nach Belieben eingesetzt werden können; was bedeutet, dass alle Grenzen zwischen Krieg und Frieden, zwischen militärischer Welt und ziviler Welt aufgebrochen werden.“

Es werden Methoden verwendet, die sich über Nationen hinweg erstrecken und verschiedene Bereiche benutzen. Finanzmärkte, der Handel, die Medien, internationales Recht, der Weltraum und viele mehr sind potenzielle Schlachtfelder. Zu den Mitteln des Kampfes gehören das Hacken von IT-Systemen, Terrorismus, biochemische Kriegsführung, ökologische Kriegsführung, atomare Kriegsführung, elektronische Kriegsführung, die Verbreitung von Drogen, Geheim- und Nachrichtendienste, Schmuggel, psychologische Kriegsführung, Ideologie, Sanktionen und so weiter. Darum geht es im 18. Kapitel dieses Buches.

Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6, Drei Bände 1-3: 978-3-9810462-6-7. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich in unserem neuen Online-Buch-Shop, bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es auch als E-Book und als Hörbuch

Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Das Hörbuch bieten wir im MP3-Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. E-Books und Hörbücher sind in unserem neuen Online-Buch-Shop oder direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]