USA: Transparenz für WHO-Experten in Wuhan | Plötzliche Zusammenbrüche vermehrt in China gesichtet

Von 20. Januar 2021 Aktualisiert: 20. Januar 2021 19:40

Beim folgenden Beitrag handelt es sich um den Originaltext zum Video: „USA fordern Transparenz für WHO-Experten in Wuhan | Pompeo verurteilt „Genozid an Uiguren“ durch KPC“ vom Youtube-Kanal „NTD-Deutsch“. Epoch Times hat keine redaktionellen Änderungen vorgenommen. 

USA fordern Transparenz für WHO-Experten in Wuhan

Über ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie ist nun ein Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der chinesischen Stadt Wuhan. Westliche Länder haben jedoch Bedenken geäußert, dass Peking nicht transparent ist. 

Die Vereinigten Staaten fordern China auf, Experten der Weltgesundheitsorganisation zu erlauben, in der Stadt Wuhan „Betreuer, ehemalige Patienten und Laboranten“ zu befragen. Das Expertenteam forderte am Montag, 18. Januar, auch Zugang zu medizinischen Daten und Proben.

Es wird vermutet, dass das KPC-Virus Ende 2019 in der Stadt aufgetaucht ist. Das internationale Team von 13 Experten startete am vergangenen Donnerstag zunächst eine zweiwöchige Quarantäne, nachdem sie in Wuhan angekommen waren. 

Momentan halten sie Telefonkonferenzen mit ihren chinesischen Kollegen ab, bevor sie mit der direkten Arbeit vor Ort beginnen. Ziel der Studie ist es, die Ursprünge des KPC- oder des Kommunistische-Partei-Chinas-Virus zu ermitteln.

Chinesische Experten haben bereits die erste Phase der Forschung abgeschlossen – dies wird von den USA kritisiert. 

Amerikanische Beamte fordern, dass China sämtliche wissenschaftliche Daten teilen sollte, die in Wuhan von Tier-, Menschen- und Umweltproben genommen wurden. Australien forderte ebenfalls, dass das WHO-Team Zugang zu „relevanten Daten, Informationen und Schlüsselstellen“ erhalten solle. Das chinesische kommunistische Regime reagierte auf die Forderungen der beiden Länder und bezeichnete diese als „politischen Druck“.

Das Originalvideo von NTD Deutsch: 

Todesfälle nach „plötzlichen Zusammenbrüchen“ mit Virus in Verbindung gebracht

Den Ursprung des Virus genauer zu erforschen, könnte auch für die aktuelle Situation wichtig sein.

Aktuell tauchen immer mehr Fälle des KPC-Virus in ganz China auf. Jetzt gibt es Berichte über Menschen, die plötzlich zusammenbrechen. 

Der neueste Bericht kommt aus der Provinz Hebei. Ein im Internet veröffentlichtes Video zeigt eine Person, die letzte Woche in der Nähe eines Virus-Testgeländes in der Stadt Langfang regungslos auf dem Boden lag.

Drei Ersthelfer in Ganzkörperschutzanzügen versuchten, den Patienten zu retten – während dutzende Schaulustige zusahen. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich vor drei Wochen in der nordöstlichen Provinz Heilongjiang. 

Dort brach plötzlich eine Person, die einen schwarzen Mantel trug, vor einem Sicherheitsposten der Polizei zusammen. Ähnliche Fälle wurden auch aus anderen Provinzen berichtet. Im letzten Frühjahr war eine der schwersten Phasen des Virus-Ausbruchs in China. Ähnliche Berichte gab es derzeit aus dem ganzen Land. 

Die Mehrheit beschrieb die gleiche, merkwürdige Situation: Menschen, die ohne Vorwarnung auf der Straße zusammenbrachen. Die hieraus resultierenden Todesfälle wurden mit der Pandemie in Verbindung gebracht. Aber die chinesischen Behörden gaben keine Erklärung für die Berichte. Autopsieberichte der Opfer wurden ebenfalls nicht veröffentlicht.

Pompeo: Genozid an Uiguren durch KPC

Obwohl sich die Amtszeit der Trump-Administration dem Ende neigte, werden die Vorwürfe gegen die Kommunistische Partei Chinas, schwerwiegende Menschenrechtsverletzungen zu verantworten, nicht leiser. Sie sagten, dass das Regime Völkermord an der Minderheit der muslimischen Uiguren begangen habe.

Pompeo nutzte seine verbleibenden Stunden als Außenminister bis zum Schluss. 

In einer Erklärung sagte er: „Nach sorgfältiger Prüfung … habe ich festgestellt, dass die Volksrepublik China unter der Leitung und Kontrolle der KPC einen Völkermord an den überwiegend muslimischen Uiguren und anderen ethnischen und religiösen Minderheitengruppen in Xinjiang begangen hat.“ 

Er fügte hinzu, dass er glaube, dass der Völkermord weiterhin andauere und dass es sich um einen systematischen Versuch handele, die uigurischen Muslime in Xinjiang zu vernichten. 

Der Schritt ist eine der härtesten Maßnahmen zur Verurteilung der Kommunistischen Partei Chinas. 

Der Außenminister sagte auch, dass die KPC Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der Region begangen habe, einschließlich Zwangsarbeit, Zwangssterilisation und Folter.

Untersuchungen einer in Washington ansässigen Expertenkommission bestätigten, dass über 500.000 Uiguren zum Baumwollpflücken gezwungen wurden. In einem Tweet, der inzwischen gelöscht wurde, sagte die chinesische Botschaft, dass sie uigurische Frauen davon abhielten, „Baby-Maschinen“ zu sein.

Die Erklärung folgt einer intensiven internen Debatte, nachdem der Kongress am 27. Dezember ein Gesetz verabschiedet hatte. Die US-Regierung hat 90 Tage Zeit zu entscheiden, ob Zwangsarbeit oder andere Verbrechen gegen Uiguren und Minderheiten Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Völkermord darstellen.

Chinesischer Experte stellt Wirtschaftszahlen infrage

Chinas Wirtschaft ist im vergangenen Jahr um mehr als zwei Prozent gewachsen. Das geht aus den offiziellen chinesischen Daten hervor, die am Montag veröffentlicht wurden. Doch nicht alle China-Experten halten diese Zahl für glaubwürdig. 

Am Montag gab China bekannt, dass seine Wirtschaft im Jahr 2020 um 2,3 Prozent gewachsen sei. Es behauptet, dass China die einzige große Volkswirtschaft sei, die während der Pandemie gewachsen ist.

Doch ein renommierter chinesischer Gelehrter stellte die Wirtschaftsstatistiken des Landes kürzlich in einem Finanzforum öffentlich infrage. 

Yu Yongding ist Wirtschaftswissenschaftler und Mitglied von Chinas führender Expertenkommission, der China Social Science Academy.

Chinesischen Medienberichten zufolge sagte Yu im Dezember in seiner Rede auf einem Finanzforum in Peking: „Ich habe absolut kein Vertrauen in irgendwelche Berechnungen zu Chinas potenzieller wirtschaftlicher Wachstumsrate. Wie können wir eine genaue Berechnung anstellen, wenn wir keine verlässlichen Basisdaten haben?“

Yu stellt mehrere Aspekte der offiziellen Daten infrage. Dies betrifft unter anderem die Beschäftigung, die Staatseinnahmen und die Investitionen in die Fertigung. 

Beispielsweise wurden laut Chinas offizieller Statistik bis Dezember letztes Jahres zehn Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Aber Yu führte aus, dass die Zahl nicht zu Chinas Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes passt.

Denn sollten zehn Millionen weitere Arbeitsplätze geschaffen worden sein, müsste das Bruttoinlandsprodukt mindestens um drei Prozent zugenommen haben. 

Er erwähnte auch das Problem der Arbeitslosigkeit: Hochschulabsolventen in China haben es zum Beispiel schwer, einen Job zu finden. Auch viele Wanderarbeiter verloren ihre Arbeit. All dies deutet auf eine schwierige wirtschaftliche Situation hin. 

Dann schaute er sich die Statistiken zu den Staatseinnahmen an:

Offizielle Daten besagen, dass die budgetierten Einnahmen für 2020 über 21,03 Billionen Yuan betragen – das sind circa drei Billionen US-Dollar. Yu sagte jedoch, dass dies nur möglich wäre, wenn das Bruttoinlandsprodukt eine Wachstumsrate von 5,4 Prozent erreicht hätte, was nicht der Fall ist.

Auch ein chinesischer Beamter gab zu, dass es Probleme mit den offiziellen Wirtschaftszahlen Chinas gibt. Yin Zhongqing ist der stellvertretende Direktor des Finanz- und Wirtschaftsausschusses des Nationalen Volkskongresses der KPC.

Einem chinesischen Medienbericht vom März letztes Jahres zufolge sagte Yin, dass die Summe der Bruttoinlandsprodukte aller Provinzen größer sei als das nationale Bruttoinlandsprodukt. 

Er gab auch zu, dass es schon lange Betrug bei den offiziellen Wirtschaftszahlen von China gebe. 

Laut Yin liege dies daran, dass einige lokale Regionen miteinander konkurrierten und ihre Zahlen verfälschten.

Ein Reporter der „Legal Daily“ listete auch einige Hintergrundursachen für dieses Phänomen auf: Als eine der Ursachen wird der Wunsch lokaler Beamter aufgeführt, bei Führungsbewertungen gut abzuschneiden, weshalb die Notwendigkeit gesehen wird, lokale Zahlen anzupassen. Die Karrieren dieser lokalen Beamten hängen auch von den lokalen Wirtschaftszahlen ab.

Automobilindustrie steht vor Halbleiterknappheit 

Die Nachfrage nach Mikrochips veränderte sich im letzten Jahr, als die Pandemie ausbrach. Die Chips wurden in Richtung Gesundheitswesen und Elektronik kanalisiert, weniger in Richtung Automobilindustrie. 

Als die Pandemie ausbrach, war die Automobilindustrie eine von vielen, die finanziell gelähmt wurde.

Und jetzt, wo sich das Land auf dem Weg der Besserung befindet, fallen die Automobilhersteller immer noch weiter nach hinten. 

Marken wie Ford, Toyota und Subaru sind gezwungen, die Produktion zu verschieben und sogar zu pausieren, weil die Halbleiter-Mikrochips knapp werden. 

Jay Srivatsa ist CEO eines Vermögensverwaltungs- und Beratungsunternehmens in Kalifornien, das seit zehn Jahren für Tech-Unternehmen im Silicon Valley arbeitet. 

Er sagte, dass die Automobilhersteller mit einer Halbleiterknappheit konfrontiert seien, da Halbleiterhersteller während des Höhepunkts der Pandemie ihr Angebot in Branchen mit höherer Nachfrage verlagert hätten. 

Zu diesen Branchen gehört das Gesundheitswesen und Unterhaltungselektronik.

„Jetzt haben Sie also eine Situation, in der es nicht genug Lagerpuffer gibt, sodass sie jetzt möglicherweise drei oder sechs Monate warten müssen, bevor die sie die Nachfrage aufholen“, sagte Srivatsa, Geschäftsführer von Future Wealth, LLC.

Da der Halbleitermarkt aber zyklisch sei, könnte es sein, dass auch andere Branchen harte Zeiten durchmachen, so Srivatsa. 

Er sagte voraus, dass Halbleiteranbieter ihre Lieferketten wieder verlagern werden, wenn die Autoindustrie mehr Nachfrage nach ihren Fahrzeugen sehe. 

„Jetzt, wo der Automobilmarkt zurückkommt, werden sie die Produktion wieder umstellen müssen. Und so könnte es zu einer Unterbrechung der Lieferketten in einigen Industriemärkten und vielleicht sogar in den Gesundheitsmärkten kommen“, sagte Srivatsa weiter.

Srivatsa führte aus, dass die Automobilindustrie eine bessere Lieferkette und Lagerpuffer aufbauen müsse, um eine weitere Unterbrechung ihrer Produktion zu verhindern. 

Er glaubte, dass Wege gefunden werden können, diese effizienter zu verwalten.

Ein weiterer Sektor, der seiner Meinung nach auch zu kämpfen haben wird, sind die Siliziumhersteller. Diese sind ein wesentlicher Bestandteil von Halbleitern.

„Das Automobilsilizium hat für sie in gewisser Weise geringere Gewinnspannen als der Markt für Smartphones und PC-Zubehör. Daher denke ich, dass sie wirklich darüber nachdenken müssen, wie sie die Produktion ausbalancieren können, um den Automobilmarkt zu bedienen und trotzdem ihre Margen hoch zu halten. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich das in den nächsten Quartalen entwickeln wird“, so Srivatsa.

Experten sagen, dass für bestimmte Produkte viele Chips benötigt werden und ein Engpass an nur einer Stelle die Produktion stoppen könnte. 

 

 

 

 


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