Bundeskanzlerin Angela Merkel am 16. Mai 2018 im Deutschen Bundestag.Foto: Sean Gallup/Getty Images

„Frau Dr. Merkel gehört vom Platz gestellt“ sagt ehemaliger Staatssekretär Willy Wimmer

Epoch Times14. Juni 2018 Aktualisiert: 15. Juni 2018 6:27
"Da müssen Minister, Ministerpräsidenten, Generalsekretäre und Abgeordnete, vom deutschen Volk ganz zu schweigen, um die Einhaltung deutschen und europäischen Rechts geradezu betteln und nichts ficht die Bundeskanzlerin an, unseren Staat auf den Kopf zu stellen und unsere Rechtsordnung nach Strich und Faden auszuhebeln", sagt der ehemaliger Staatssekretär Willy Wimmer.

Die noch amtierende Bundeskanzlerin, Frau Dr. Merkel, verfolgt mit einer Sturheit sondergleichen seit Jahr und Tag ein Ziel. Sie stellt unser Land auf den Kopf und hält nicht inne.

Da müssen Minister, Ministerpräsidenten, Generalsekretäre und Abgeordnete, vom deutschen Volk ganz zu schweigen, um die Einhaltung deutschen und europäischen Rechts geradezu betteln und nichts ficht die Bundeskanzlerin an, unseren Staat auf den Kopf zu stellen und unsere Rechtsordnung nach Strich und Faden auszuhebeln.

Schon wieder bedeutet „Berlin“ für Deutschland nichts Gutes und es gehört zur Erinnerung an die jüngere deutsche Geschichte, welche Konsequenzen es hat, wenn sich die Staatsspitze über das Recht erhebt. Frau Dr. Merkel sollte sich ein Privatissimum des derzeitigen oder eines ehemaligen Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern zu bestimmten Ereignissen und den schrecklichen Folgen für Deutschland geben lassen.

Es ist schon wieder soweit und schon wieder machen sich post-faschistische Claqueure in Medien und bei Nichtregierungsorganisationen auf, jeden in Grund und Boden zu stampfen, der die Einhaltung der Gesetze zum Erhalt der staatlichen Rechtsordnung einfordert.

In Berlin treiben die Ereignisse auf den berühmten „Show down“ zu. An Formelkompromisse, die nur geeignet sind, staatliches Handel vorzutäuschen anstatt tatkräftig zu handeln, ist nicht mehr zu denken. Dafür gibt es schlagende Gründe und die sind dem Namen „Horst Seehofer“ ohne jeden Zweifel verbunden.

Noch hallt aus dem Spätherbst 2015 sein Wort vom „Unrechtsstaat“ in Anbetracht des Verzichts der Bundeskanzlerin nicht nur auf den Schutz Deutschlands durch das Land. Ein von ihm beauftragter Rechtsgutachter mit einwandfreiem richterlichen Leumund aus dem Bundesverfassungsgericht schrieb dem Vernehmen nach und in diesem Zusammenhang von „offenem Rechtsbruch“. Bis auf den Umstand, daß Horst Seehofer sich zu Frau Dr. Merkel an den Kabinettstisch setzte, ist seither nichts geschehen, eine nachvollziehbare staatliche Antwort auf die verursachten Probleme und Fragen zu finden.

Während Frau Dr. Merkel seinerzeit nur dem österreichischen Bundeskanzler Faymann die Pistole auf die Brust setzte, wurden in dümmlicher Wiederauflage genau der Dinge, die man aus Berlin wahrlich nicht sehen will, den anderen Europäern nur vollendete Tatsachen vor die Füße geschmissen.

Glaubt man in Berlin eigentlich, mit einer Art von „Polit-Demenz“ durchzukommen, wenn man heute eine EU-europäische Regelung einfordert? Der Abgeordnete von Stetten hat am gestrigen Mittwoch alles auf einen Punkt gebracht, als er davon sprach, daß man in der CDU/CSU Bundestagsfraktion nach zweieinhalb Jahren „heißer Luft“ seitens der Bundeskanzlerin jetzt endlich Tatsachen sehen will.

Dazu gehört auch -siehe BamF- der für die deutschen Staatsbürger sichtbare Nachweis, daß auf Grundlage deutschen und zu beachtenden internationalen Rechts und nicht nach willkürlichen Aspekten staatliches Verwaltungshandeln erfolgt.

Alle deutschen Bundeskanzler bis zu Frau Dr. Merkel haben größten Wert auf eine gut-nachbarschaftliche Politik den anderen Europäern gegenüber gelegt. Jedem in Deutschland müßte klar sein, daß wir sonst das nötige Einvernehmen unserer Nachbarn als verläßlicher und kooperativer Nachbar zur deutschen Wiedervereinigung nicht bekommen haben würden.

In Polen kann man ein Lied davon singen, nicht nur über die Medien aus Berlin gemaßregelt zu werden. Die Deutschen haben von dieser Berliner Attitüde die Nase voll und der Rest der Welt auch. Dramatisch zeigt sich das Berliner Verhalten gegenüber dem russischen Nachbarn, gerade bei der Fußball- Weltmeisterschaft. Bundespräsident und Bundeskanzlerin hätten gestern und heute nach Moskau und dabei auch auf den Roten Platz gehört.

Stattdessen betreibt man „politischen Gedächtnisschwund“ indem man das eigene feindliche und völkerrechtswidrigen Verhalten dem anlastet, dem man aus System das Leben schwermachen will: dem russischen Volk und seiner frei gewählten Regierung. Man muß sich nur einmal in diesen Tagen die Nachrichten-Leier bei ARD und ZDF anhören, bei der völlig ausgeblendet wird, daß die Entwicklung in der Ukraine nur wegen eines amerikanischen Startkapitals von fünf Milliarden Dollar und alle sich daraus ergebenden Weiterungen möglich gewesen ist.

Dabei hilft es noch nicht einmal, sich bei der Washingtoner Nebenregierung der Mc Cain’s und Clinton’s lieb Kind zu machen. Zu den Grund-Tatbeständen der internationalen Ordnung gehört es, eine legitime Regierung als solche zu akzeptieren. Darauf wartet der amerikanische Präsident Trump bei der Bundesregierung und der Bundeskanzlerin bis heute. Donald Trump hat bisher jedenfalls keinen der üblichen Kriege eines amerikanischen Präsidenten zum Amtsantritt angefangen, wie es bei Clinton, Bush und Obama der Fall gewesen ist.

Wo ist denn seinerzeit die heutige Bundeskanzlerin dem jeweiligen amerikanischen Präsidenten in den Arm gefallen, als es um die amerikanischen und völkerrechtswidrigen Kriege als fortdauernde Fluchtursachen ging? Natürlich nicht, aber dafür dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder in unerhörter Weise in den Rücken. Das deutsche Volk stellt das heute beim Verhalten der Bundeskanzlerin ebenfalls fest.

Willy Wimmer, Jüchen, am 14. Mai 2018

33 Jahre lang war Willy Wimmer Bundestagsabgeordneter der CDU  und zwischenzeitlich Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung Gerhard Stoltenberg im Kabinett Kohl. Von 1994 bis 2000 fungierte er als Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa.

 


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