Iulia (15) in Viersen: Weg von den Drogen, weg von Matyu K. – Doch er ließ sie nicht gehen …

Von 15. Juni 2018 Aktualisiert: 15. Juni 2018 13:08
Sie wollte weg von ihm und weg von den Drogen, wollte ihr noch so junges Leben zurück. Doch Matyu K. riss sie erneut in den Abgrund, für immer.

Gesehen hatte die Anwohnerin von der Tat im Park nichts, doch gehört hatte sie ihn, „diesen fürchterlichen Schrei und dann dieses ‚Mama, Mama‘ da hinterher“.

Ein Obdachlosenpärchen war als erstes zur Stelle am Tatort:

„Meine Freundin und ich sind zu ihr hingelaufen. Da fiel die auch schon auf die Knie, uns in die Arme. Sie war blutüberströmt und mit Messerstichen übersät“, schilderte der 47-Jährige die letzten Momente im Leben von Iulia R. aus Viersen: „Ich sterbe, ich sterbe!“

Entgegen den bisherigen Meldungen erlag die 15-Jährige noch am Tatort ihren schweren Verletzungen, wie Polizei-Ermittler Ingo Thiel am Donnerstag, 14. Juni, auf einer Pressekonferenz zum Mordfall im Casinogarten schilderte.

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Doch er ließ sie nicht gehen

Erst kürzlich hatte Iulia in einem „Comeback-Programm“ den Schulbesuch wieder aufgenommen, an einer Hauptschule in Süchteln, in der Nähe von Viersen. Der 17-jährige ging nicht mehr zur Schule. Vor zehn Jahren kam er mit der Familie nach Deutschland. Wie „Der Westen“ berichtet, sagte Thiel aus, dass der Jugendliche die letzten zwei Jahre davon wohl „gechillt“ habe.

Eine Woche vor der Tat hatte sich das Mädchen von Matyu K. (17) getrennt. Sie blockierte ihn im Social Media. Zwei Jahre waren sie zuvor zusammen. Doch offenbar wollte sie ihr Leben zurück, weg von den Drogen und weg von Matyu K. Die Polizei fand in ihrer Tasche den Flyer einer Drogenberatungsstelle. Ein Termin war darauf vermerkt. Dieser war auch Ansatzpunkt für die Ermittler zur Klärung der Identität des Opfers.

Iulia war auf dem Weg von den Drogen wegzukommen.“

(Ingo Thiel, Hauptkommissar, Kripo Mönchengladbach)

Doch der wegen Drogenhandel, Körperverletzung, Diebstahl und Sachbeschädigung polizeibekannte Matyu K. wollte sie nicht gehen lassen. Er suchte offenbar eine Aussprache mit der 15-Jährigen. Dann, am Montag, „hat er sie versucht zu bekommen und es tragischer Weise auch geschafft“, so der Chefermittler. An diesem 11. Juni, gegen 12.20 Uhr am hellen Mittag, lauerte der 17-Jährige seiner Ex-Freundin auf und  stach sechs Mal auf ihren Oberkörper ein, mit einem Küchenmesser, die Klinge 15 Zentimeter lang. Vier der Stiche waren tödlich.

10 Jahre Haft möglich

Eine Freundin des Mädchens gab den Behörden einen Hinweis auf den möglichen Täter. Dieser hatte zuvor schon in einer Sprachnachricht angekündigt: „Ich stech sie ab!“

Am Dienstagmittag stellte sich der flüchtige Bulgare mit seiner Anwältin den Behörden. Die Ermittler fanden an seiner Kleidung noch das Blut von Iulia. Zur Tat schweigt er. Ihm wurde der Haftbefehl wegen Mordes eröffnet, die Untersuchungshaft eingeleitet.

Bei einer Verurteilung nach Jugendstrafrecht drohen ihm zehn Jahre Haft. Dann wäre er 27, doch Iulia, sie bleibt tot.

 

 



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