Kriminalist: Neue Form der Gewalt führt zu einem bislang unbekannten Angstgefühl

Epoch Times30. Juli 2019 Aktualisiert: 1. August 2019 22:54
Eine "neue Form der Gewalt" versetzt Deutschland in Angst und Schrecken. Täter suchen ihre Opfer offenbar willkürlich aus - auch Kinder werden nicht verschont.

Am Montag stieß ein Eritreer im Frankfurter Hauptbahnhof einen Achtjährigen und seine Mutter vor einen einfahrenden Zug. Die Mutter konnte sich im letzten Moment von den Gleisen retten. Das Kind starb. Der tatverdächtige Mann hat zudem versucht, noch eine dritte Person auf die Gleise zu stoßen. Die 78-Jährige erlitt dabei eine Schulterverletzung.

Der mutmaßliche Täter konnte kurz nach der Tat von Passanten überwältigt und von der Polizei festgenommen werden. Es handelt sich dabei um einen 40-jährigen Mann aus Eritrea.

Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, gab später weitere Informationen zum Tatverdächtigen bekannt. Der Mann wurde demnach 1979 in Eritrea geboren, ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Der Tatverdächtige lebt in der Schweiz.

Der Mann war demnach im Jahr 2006 unerlaubt in die Schweiz eingereist. Im Jahr 2008 wurde ihm Asyl gewährt. Er galt nach Angaben der deutschen Sicherheitsbehörden als gut integriert und sogar vorbildlich.

Der mutmaßliche Täter hat seine Opfer offenbar völlig willkürlich ausgesucht. Eine Woche vor der Tat hatte ein Serbe kosovarischer Herkunft in Voerde eine ihm unbekannte Frau vor einen fahrenden Zug gestoßen. Die Taten sorgen für Entsetzen.

„Man braucht nicht einmal ein Messer“

Im Interview mit der „Welt“ sagt Axel Petermann, bekannter Profiler und ehemaliger Leiter der Bremer Mordkommission über die Taten:

In den vergangenen Jahren haben wir erlebt, wie man es schafft, mit ganz einfachen Mitteln die Gesellschaft an ihre Grenzen zu bringen. Man braucht nicht einmal ein Messer.“

Es seien in Deutschland auf einmal Taten denkbar, über die die Gesellschaft früher nicht einmal nachgedacht hätte. Früher habe es klassische Muster gegeben, wie Mord aus Habgier, dem Wunsch nach Dominanz, Sexualdelikte und Raub. Das wären Taten gewesen, mit denen die Menschen „aufgewachsen“ seien, so der Kriminalist. Doch nun würden Taten scheinbar völlig ohne Motiv verübt, sagt der Experte mit Blick auf den Achtjährigen, der vor den Zug gestoßen wurde.

Und obwohl die Mord- und Totschlagsdelikte jährlich von 2500 auf 700 gesunken seien würde diese „neue Form der Gewalt“ zu einem Angstgefühl führen, das viele Menschen bislang nicht gekannt hätten.

Petermann sagt: auch wenn künftig mehr Polizei und mehr Überwachungskameras eingesetzt würden, könnten solche Taten letztendlich nicht verhindert werden. Denn ein Täter könnte nicht nur am Bahnhof zuschlagen, sondern ein Opfer auch auf der Straße vor einen Lkw stoßen oder Steine von der Autobahnbrücke werfen. (so)

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