Kubickis rotes „Gruselkabinett“ und eine grüne Phantom-Kandidatur

Von 16. September 2021 Aktualisiert: 17. September 2021 7:56
Im Interview mit der „Bild“ enthüllte FDP-Vize Wolfgang Kubicki seine Befürchtungen vor einem „Gruselkabinett“. Ebenso erklärte der Spitzenpolitiker der Freien Demokraten, dass Annalena Baerbock im TV-Kampf der Kanzlerkandidaten nichts verloren habe. Ihre Chancen tendierten gegen null, so Kubicki.

Zehn Tage vor der Wahl. FDP-Vize Wolfgang Kubicki wünscht sich eine starke FDP für eine größere Wahrscheinlichkeit einer vernünftigen und pragmatischen Politik einer zukünftigen Bundesregierung. Das Land soll aus dem Dämmerschlaf kommen und wieder vorwärtsgehen, erklärte Kubicki in einem „Bild-Live“-Gespräch.

Der Hintergrund ist: Kubicki hofft, „dass Armin Laschet eine Jamaika-Koalition zustande bringt“, also Union, Grüne und FDP. Allerdings würden die Freien Demokraten auch einer Einladung von Olaf Scholz folgen.

Für eine Ampelkoalition von SPD, Grüne und FDP sieht Kubicki jedoch große Hürden, bei denen es ihm momentan schwerfalle, diese zu überwinden. Grund seien die Steuererhöhungspläne von SPD und Grünen, die er für die FDP in einer Regierungskoalition definitiv ausschließe.

Kubickis „Gruselkabinett“

Abseits dieser vorstellbaren Bündnisse äußerte sich Kubicki in dem Gespräch mit der „Bild“ auch zu einem aus seiner Sicht möglichen Horrorszenario für die künftige Regierung, was er als „Gruselkabinett“ bezeichnete.

Ihm zufolge habe sich Heiko Maas „als völlig untauglich erwiesen für jedes Regierungsamt“. Saskia Esken mache „schon durch ihre Ausstrahlung deutlich, dass es kein Zukunftskabinett sein kann“.

Auch an Kevin Kühnert ließ er kein gutes Haar. Dieser habe ja mit 29 oder 30 Semestern erwiesen, dass er bisher kein Studium absolviert hat. Das qualifiziere ihn nicht unbedingt als Minister, so Kubicki.

Rolf Mützenich hingegen schätze er und er sei auch tatsächlich regierungstauglich. Zu Karl Lauterbach sprach er eine Warnung aus: „Gott bewahre uns davor, dass er Gesundheitsminister wird.“

Ein solches Kabinett wäre die Verschlimmerung einer Fortsetzung der Politik von Jens Spahn. Doch Kubickis Gruselkabinett scheint eher fiktiv. Auch Olaf Scholz hätte, dem FDP-Politiker nach, vor einer solchen Kabinettsbesetzung Angst.

Baerbock als Kanzlerin tendiert gleich null

Als Kubicki mit Verweis auf das TV-Triell der Kanzlerkandidaten gefragt wurde, warum die FDP keinen Kanzlerkandidaten aufgestellt habe, wie es ja die Grünen mit Annalena Baerbock getan hätten, räumte der Freie Demokrat ein, dass sich dies aus der „Größenordnung“ nicht ergebe.

Es sei klar, „dass wir den nächsten Kanzler nicht stellen werden“. Obwohl er finde, dass Christian Lindner ein besserer Kanzler wäre als die drei Kandidaten, die momentan aufgestellt seien.

Er verstehe auch nicht, warum die Sender nicht darauf reagierten, „dass die Wahrscheinlichkeit, dass Annalena Baerbock Kanzlerin wird, gegen null tendiert“. Deshalb habe sie eigentlich in einem solchen Triell/Duell nichts mehr zu suchen.

Olaf Scholz und Armin Laschet hätten etwa gleich verteilte Chancen und sollten deshalb unter sich um die Kanzlerschaft ringen, meinte der Bundestagsvizepräsident.



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