Lüneburg: Schwerverletzter nach Schüssen aus Fahrzeug – Laut Polizei kein Clan-Streit – Fahndung nach zwei Männer (21, 25)

Von 4. April 2018 Aktualisiert: 5. April 2018 15:06
In Lüneburg haben bislang Unbekannte aus einem Auto heraus auf eine Menschengruppe geschossen. Ein 20-Jähriger wurde schwer verletzt. Er ist noch nicht vernehmbar.

Obwohl die Polizei derzeit nicht von Clan-Streitigkeiten ausgeht, sind die Männer der Gruppe um das 20-jährige schwer verletzte Opfer den Behörden einschlägig bekannt.

Derzeit fahndet die Polizei nach zwei Männern im Alter von 21 und 25 Jahren, die unter dringendem Tatverdacht stehen, aus einem Audi heraus auf eine zehnköpfige Menschengruppe an der Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße geschossen und dabei den 20-Jährigen mit zwei Schüssen getroffen zu haben, wie die „Hamburger Morgenpost“ berichtet.

 

Anschließend flüchtete das Fahrzeug in Richtung Dahlenburger Landstraße.

Der Schwerverletzte ist noch in der Nacht notoperiert worden. Er konnte zu dem Ereignis noch nicht befragt werden.“

(Polizeibericht)

Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Die beteiligten Personen sind nach Polizeiangaben miteinander bekannt. Offenbar gab es vor der Tat ein Gespräch zwischen der Gruppe und den Audi-Insassen. Es kam gegen 0.30 Uhr zur Eskalation.

Die „Altmark Zeitung“ meldet, dass mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizei derzeit das Lüneburger Klinikum bewacht, in dem der Schwerverletzte liegt.

Wir rechnen nicht damit, dass es zu Zwischenfällen im Krankenhaus kommt. Darauf haben wir keine Hinweise, aber wir sind lieber präventiv dort, damit der Bürger sich sicher fühlt.“

(Antje Freudenberg, Polizeisprecherin)

Schießerei von 2014

Laut dem Blatt sei es bereits vor drei Jahren zu einem „Clan-Krieg“ zwischen rivalisierenden Groß-Familien gekommen. Nach einer heftigen Prügelei in einem Fitnessstudio kam es später zu einer Schießerei vor dem Krankenhaus. Die Polizei habe Wochen gebraucht, um die Situation mit einem Großaufgebot zu befrieden.

Die beiden Fälle haben dem „NDR“ zufolge jedoch keinen Zusammenhang. Dies habe eine Polizeisprecherin bestätigt. Die Schießerei 2014 fand zwischen zwei verfeindeten kurdischen Familien statt.

 

Im Video: Kurden-Schießerei 2014

Im Video: Ermittlungen um kriminelle Geschäfte

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