Schläge, Tritte, Herzversagen – Audio: Augenzeugin von Köthen stand „ganz alleine da, bis der Polizist kam“

Von 11. September 2018 Aktualisiert: 11. September 2018 12:50
Blut fließt auf einem Spielplatz in Köthen. Ein 22-jähriger junger Mann ist tot. Auf ihn wurde derart eingeprügelt und eingetreten, dass sein geschwächtes Herz aufhörte zu schlagen. Er habe "nie einem Menschen etwas zu Leide getan", erinnert sich ein Freund.

Zwei Wochen nach dem Mord in Chemnitz stirbt ein weiterer junger Deutscher. Zwischen 22 und 23 Uhr war es, am vergangenen Samstagabend, am 8. September.

Drei Afghanen und ein deutsches Mädchen stritten auf einem Spielplatz wegen Unklarheiten, wer von ihnen die junge Frau geschwängert habe. Das Mädchen wird offenbar geschlagen. Zwei Passanten versuchen zu schlichten. Es kommt zu einem verhängnisvollen Streit. Wenig später stirbt ein 22-jähriger Deutscher im Krankenhaus.

Markus versuchte Streit zu schlichten

Wie die Tageszeitung „Volksstimme“ aus Sachsen-Anhalt berichtet, feierte Markus B. (22) an jenem Samstagabend, 9. September, im Hof mit Freunden und Geschwistern, während auf dem Spielplatz in der Nähe sich mehrere Afghanen und ein deutsches Mädchen stritten.

Als der Streit immer heftiger wurde, verließ der 22-Jährige, der bei der Lebenshilfe arbeitet, das Fest und versuchte zu schlichten. Doch es kam zum Streit. Die jungen Migranten prügelten auf ihn ein, traten auch noch zu, als er schon am Boden lag und flehte: „Hört auf, ich kriege keine Luft mehr.“

Als die anderen Feiernden den Vorfall mitbekommen und zu Hilfe eilen, flüchten die Afghanen.

Augenzeugin berichtet von Schlägen und Tritten

Eine Augenzeugin schilderte ihre Beobachtungen am Tatort in Köthen. Die authentisch wirkenden Aussagen berichten davon, wie der junge Mann festgehalten und geschlagen wurde. Auch als er zu Boden ging, traten die Täter demnach noch gegen seinen Kopf und Oberkörper.

Nachdem die Migranten geflüchtet waren, legte die junge Frau das Opfer in die stabile Seitenlage. Doch sie fühlte keinen Puls mehr. Nach einer Herzrhythmusmassage atmete er noch einmal schwer auf, so die Schilderungen.

An den Fenstern hätten Anwohner gestanden und zugeschaut. Verzweifelt habe sie um Hilfe gerufen, doch keiner sei gekommen. „Ich stand dann ganz alleine da, bis der Polizist kam, aber [Markus B.] war schon komplett blau gewesen, als der Polizist weitergemacht hat“, zitiert „RT“.

Jason (14), ein Freund von Markus sagte der „Volksstimme“: „Markus hat nie einem Menschen etwas zu Leide getan.“ Wie die Zeitung schreibt, sei später auch Fine, die Schwester des Verstorbenen zum Tatort gekommen. Sie wurde auf dem Rummel angerufen, erfuhr so vom Tod ihres Bruders. „Die Augen sind dick geschwollen vom Weinen, in der Hand hat sie eine Blume, Freunde trösten sie“, schildert die „VS“ den traurigen Moment.

Fünf Geschwister habe Markus B. gehabt. Einer der Brüder sei ein Rechtsradikaler, berichteten Medien. Die Anwohner empörte dies: „Das sind keine Nazis.“

Offizielle Todesursache: Herzinfarkt

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, sei Markus B. „einem akuten Herzversagen erlegen, das nicht im direkten kausalen Zusammenhang mit den erlittenen Verletzungen steht.“

In einer Pressekonferenz am Montagnachmittag sagte die Justizministerin von Sachsen-Anhalt, dass der 22-jährige Deutsche unter einer schweren Herzerkrankung gelitten habe. Die Obduktion am Sonntag habe ergeben, dass er mit hoher Wahrscheinlichkeit einem akuten Herzinfarkt erlegen sei.

Gegen den 18-jährigen Afghanen wird aktuell wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt und gegen seinen 22-jährigen Landsmann wegen des Anfangsverdachts der Körperverletzung mit Todesfolge. Beide sitzen derzeit in Untersuchungshaft.

Blutlache und Umrisse mit Kreide

Mit diplomatischer Zurückhaltung sagte die Ministerin noch, dass man weder bestätige noch dementiere, was derzeit in den Medien hinsichtlich der Geschehensabläufe kursiere.

Auf Fotos vom Tatort sind in Kopfhöhe des Opfers Spuren einer Blutlache zu sehen.

Ersten Meldungen in den Medien nach ging man zuerst offenbar von einer tödlichen Gehirnblutung durch Gewalteinwirkung aus. In der offiziellen Version ist davon nicht mehr die Rede:

Tödliche Verletzungen durch Schläge oder Tritte konnten nicht festgestellt werden.“

(Anne-Marie Keding, CDU, Justizministerin)

Ein Herz schlägt nicht mehr. Warum?

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Ob die Schläge und Tritte nicht direkt tödliche Verletzungen bei dem 22-Jährigen hervorgerufen hatten, wie die Justizministerin auf der Pressekonferenz sagte oder ob diese möglicherweise im Zusammenhang mit der Vorerkrankung tödlich wirkten … Was auch geschehen sein mag, die Menschen machen sich ihre Gedanken zu den veröffentlichten Informationen und auch zu den nicht veröffentlichten. Manche Leute hinterfragen jedoch die offizielle Version …

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