Annegret Kramp-Karrenbauer.Foto: Sean Gallup/Getty Images

„Schlechtes Krisenmanagement“: AKK spricht in ARD-Doku über Anfangsfehler als Parteivorsitzende

Epoch Times19. November 2019 Aktualisiert: 19. November 2019 13:32
Knapp ein Jahr nach ihrem Amtsantritt als neue CDU-Chefin räumt Annegret Kramp-Karrenbauer inhaltliche und organisatorische Schwächen ihrer Partei ein. Das ganze sei nicht spurlos an ihr vorübergegangen, wie die Umfragewerte zeigten, so die CDU-Parteivorsitzende in einem Interview mit dem ARD. Der Sender strahlt am 2. Dezember die Doku "Die Notregierung - Ungeliebte Koalition" zum Thema aus.

Knapp ein Jahr nach ihrem Amtsantritt als neue CDU-Chefin hat Annegret Kramp-Karrenbauer schlechtes Krisenmanagement sowie inhaltliche und organisatorische Schwächen ihrer Partei eingeräumt. In einer ARD-Dokumentation, die am 2. Dezember ausgestrahlt wird, lastet sie sich Versäumnisse zunächst beim Europa-Wahlkampf im Frühjahr an.

Sie habe die Umstrukturierungen in der CDU-Zentrale nach ihrem Amtsantritt „nicht konsequent genug vorangetrieben“, sagte Kramp-Karrenbauer laut Vorabmeldung des SWR vom Dienstag. „Es gab ein altes Team – und es gab ein neues Team. Das war kein Wahlkampf aus einem Guss.“

Das sei der Kampagne anzumerken gewesen. „Das war ein wirklicher Fehler“, so die CDU-Chefin. Zudem sei ihre Partei anfangs bei der Diskussion über Maßnahmen gegen den Klimawandel falsch aufgestellt gewesen.

Rezo-Video „Die Zerstörung der CDU“ war bittere Lektion

„Wir haben einige bittere Lektionen gelernt als CDU“, sagte sie. „Die erste Lektion war, was mit einer Partei passiert, die bei einem großen, wichtigen Thema – und das ist der Klimaschutz – programmatisch nicht auf der Höhe der Zeit ist.“

Zudem habe sie das Video „Die Zerstörung der CDU“ des YouTubers Rezo im Mai kalt erwischt: „Die Entscheidungen, wann reagieren wir, wie reagieren wir, sind in einer unglaublichen Hektik gefallen, wo jeder der Beteiligten immer zwischen zwei Wahlkampfauftritten gerade mal fünf Minuten Zeit hatte, um miteinander zu telefonieren.“ Kramp-Karrenbauer räumte ein: „Das war grundlegend falsch.“

„Wir hätten von Anfang an sehr schnell eine Reaktion setzen müssen gegen das Video“, sagte die CDU-Vorsitzende. „Es wäre erst einmal egal gewesen, welche Reaktion. Sie hätte nur sehr schnell erfolgen müssen.“

Noch schärfer urteilt der SWR-Vorabmeldung zufolge Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) über die Antwort der CDU auf das Rezo-Video. „Die Reaktion war katastrophal, total unbeholfen“, sagte er. „Später dann der Versuch, das mit einem Video zu beantworten, einmal aus der CDU, dann aus der CSU – das war einfach nicht gut.“

ARD-Doku wird am 2. Dezember ausgestrahlt

Kramp-Karrenbauer sagte zu dem schlechten Krisenmanagement in ihrer Anfangszeit als CDU-Chefin: „Das ist natürlich nicht spurlos an mir vorübergegangen. Das kann man an Umfragewerten sehen, das kann man natürlich auch an Diskussionen in der Partei sehen.“

Kramp-Karrenbauer fügte hinzu: „Eine Partei, die CDU insbesondere, will natürlich immer eine Vorsitzende, von der sie weiß: Die steht da vorne, auf die kann ich mich verlassen, die macht keine Fehler.“

Kramp-Karrenbauer wurde am 7. Dezember 2018 auf einem CDU-Parteitag in Hamburg zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie setzte sich in einer Stichwahl knapp gegen den früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz durch. Die ARD-Dokumentation „Die Notregierung – Ungeliebte Koalition“ soll am 2. Dezember ausgestrahlt werden. (afp)

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