Seehofer: Verdächtiger Stephan E. im Mordfall Lübcke hat Tat gestanden – bezeichnet sich als Alleintäter

Epoch Times26. Juni 2019 Aktualisiert: 27. Juni 2019 9:22

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Verdächtiger im Fall Lübcke bezeichnet sich als Alleintäter

Der Verdächtige im Mordfall Lübcke hat angegeben, die Tat ohne Unterstützung Dritter begangen zu haben. Stephan E. habe bei seinem Geständnis ausgesagt, allein gehandelt zu haben, sagte ein  Vertreter der Bundesanwaltschaft bei einer Sondersitzung des hessischen Landtag-Innenausschusses in Wiesbaden.

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Der Verdächtige im Mordfall Lübcke, Stephan E., soll laut eines Medienberichts am Dienstag ein Geständnis abgelegt haben. Generalbundesanwalt Peter Frank habe sich am Mittwoch im Innenausschusss des Bundestages entsprechend geäußert, berichtet das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagsausgaben) unter Berufung auf Teilnehmerkreise. Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war am 2. Juni vor seinem Wohnhaus in Wolfhagen-Istha erschossen worden.

Der 45-jährige Stephan E. galt als dringend tatverdächtig. Er war in der Vergangenheit in der rechtsextremen Szene aktiv und ist auch vorbestraft. Die Bundesanwaltschaft hatte die Tat als „politisches Attentat“ eingestuft. Lübcke hatte vor seinem Tod Morddrohungen aus der rechten Szene erhalten.

Seehofer bestätigt

Nach Angaben von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat der Verdächtige Stephan E. im Mordfall Lübcke die Tat gestanden. Er habe angegeben, als Einzeltäter gehandelt zu haben, sagte Seehofer am Mittwochmorgen am Rande einer Sondersitzung des Bundestags-Innenausschusses in Berlin. „Wir sind froh, dass dieser schnelle Erfolg stattgefunden hat“, so Seehofer. Damit sei die Aufklärung des „politischen Mordes“ aber noch nicht abgeschlossen, fügte der Innenminister hinzu.

Sein Dank gelte den Sicherheitsbehörden, die den Erfolg erst möglich gemacht hätten. Die Aufklärung des Falles sei mit dem Geständnis allerdings nicht abgeschlossen. „Wir werden intensiv weiterarbeiten, ob es Mitwisser gab oder sogar Mittäter“, kündigte der CSU-Politiker an. Außerdem werde man aufklären, in welchem Umfeld der Täter sich zuletzt bewegt habe. „Ich glaube, das sind wir der Öffentlichkeit auch schuldig“, sagte Seehofer. Zunächst sei er aber über den ersten Erfolg des Geständnisses froh. Der Täter selbst habe in Vernehmungen angegeben, alleine gehandelt zu haben, sagte der Innenminister weiter.

Grüne wollen Verbindung zum NSU klären

„Nun ist eindeutig bestätigt, dass wir einen rechtsextremen Hintergrund haben“, sagte die Grünen-Innenexpertin Irene Mihalic der Nachrichtenagentur AFP. Es müsse nun geklärt werden, in welche Netze E. eingebunden gewesen sei „und ob diese in den NSU eingebunden gewesen sind“. Gegebenenfalls „müssen Teile der Geschichte zum NSU neu geschrieben werden“. (dts/afp)


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