Die europäische Tian Guo Marching Band bei einer Demonstration für Falun Gong in Paris 2017.Foto: THOMAS SAMSON/AFP/Getty Images

LIVE: 100 Musiker spielen am 21. Juli in Berlin für ein Ende der Verfolgung von Falun Gong in China

Von 19. Juli 2018 Aktualisiert: 23. Mai 2019 22:25
LIVESTREAM wieder ab 16 Uhr aus Berlin auf Epoch Times: Am 21. und 22. Juli werden in aller Welt die Praktizierenden von Falun Gong in Begleitung ihrer Marching Bands durch die Straßen ziehen. Sie zeigen sich in ihrer friedlichen Natur und bitten alle, denen sie begegnen, um Hilfe für ein Ende der Verfolgung in China.

Die Welt braucht Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht

LIVE: 100 Musiker spielen am 21. Juli in Berlin für ein Ende der Verfolgung von Falun Gong in China. Die europäische Tian Guo Marching Band zieht um 11 Uhr vom Gendarmenmarkt zum Brandenburger Tor;10:45: Gendarmenmarkt – Redebeiträge11:00: Parade: Gendarmenmarkt – Brandenburger Tor12:00: Pariser Platz – Redebeiträge13:30 – 14:00 Uhr: Parade: Brandenburger Tor – Potsdamer Platz16:00 – 18:30 Uhr: Parade: Wittenbergplatz – Joachimsthaler Str. – WittenbergplatzZwei Infostände von 11:30 – 18:30 Uhr:Pariser Platz und WittenbergplatzDrei Abendmahnwachen von 20:30 – 23:00 Uhr:Brandenburger Tor, Lustgarten/Berliner Dom, Gedächtniskirche

Gepostet von Epoch Times Panorama am Samstag, 21. Juli 2018

Sie würden viel lieber ein fröhliches Fest feiern. Denn wenn sie schon längere Zeit nach den Prinzipien von Falun Gong gelebt haben, dazu noch meditiert und die sanften Körperübungen praktiziert haben, dann ist ihre Gemütsverfassung heiter und ihr Herz ruhig und ihr Körper meistens gesund. Mit Prinzipien sind drei grundlegende Haltungen gemeint, nämlich Wahrhaftigkeit oder Aufrichtigkeit, Barmherzigkeit oder Herzensgüte und Nachsicht oder Toleranz. Im Chinesischen heißen sie Zhen, Shan, Ren, kurze Silben, die aber für Chinesen einen reichen Inhalt umfassen.

Nun ist aber gerade am 20. Juli jeden Jahres die Freude getrübt, denn am 20. Juli 1999 setzte in einer Nacht- und Nebelaktion eine beispiellose Verfolgung gegen Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, ein. Das kommunistische Regime unter seinem damaligen Partei- und Regierungschef Jiang Zemin schlug zu, wie man es noch aus Maos Zeiten kannte, der mit grausamen Methoden systematisch das Volk in Angst und Schrecken versetzt hatte, zum Beispiel mit der Kulturrevolution.

Innerhalb von drei Monaten wollte Jiang Zemin die friedlichen Falun Gong Praktizierenden vernichten, sowohl als Einzelne wie auch als Gruppe. Es handelte sich immerhin um 70 bis 100 Millionen in ganz China. Er wusste, dass sie sich nicht wehren oder gewalttätigen Widerstand leisten würden, denn Barmherzigkeit schließt Gewalt aus. Womit er nicht gerechnet hatte, war ihre innere Stärke, die Kraft ihres Glaubens an die drei Prinzipien und ihre Dankbarkeit, dass sie dieser Lehre mit buddhistischen und taoistischen Wurzeln begegnet waren.

Faluninfo Pressemitteilung zu Veranstaltungen am 21. und 22. Juli in Berlin

Wessen die kommunistischen Blockwarte und gewalttätigen Polizeischergen habhaft werden konnten, der verschwand für drei Jahre ohne Gerichtsverfahren im Arbeitslager. Natürlich als billige Arbeitskraft, da kannten die Kommunisten gar nichts, aber sie trieben es noch weiter, denn viele der Inhaftierten hatten falsche Namen angegeben, um ihre Familien vor Sippenhaft zu schützen. Aber so waren sie selbst auch ganz ungeschützt, ihre Familien hielten sie für tot, weil sie keine Nachricht bekamen.

Keine Spuren

Das machten sich perfide sogenannte „Ärzte“ zunutze, natürlich mit Deckung bzw. Bestechung der Lagerkommandanten. Ein blühender Organhandel entstand auf Abruf. Von den Falun Gong-Praktizierenden nahm man Blut- und Gewebeproben und hatte so regelrechte „Organbanken“, die man bei Bedarf ausweiden konnte – und immer noch kann. Hinter den verschlossenen Türen der Militärkrankenhäuser werden die gut zahlenden Patienten – auch die aus dem Ausland – mit lebenswichtigen Organen versorgt. Die Leichen der Opfer werden verbrannt. Keine Spuren.

Aus diesem Grund werden an diesem Wochenende, am 21. und 22. Juli in aller Welt die Praktizierenden von Falun Gong in Begleitung ihrer Marching Bands durch die Straßen ziehen. Sie zeigen sich in ihrer friedlichen Natur und bitten alle, denen sie begegnen, um Hilfe für ein Ende der Verfolgung in China.

In den Flyern, die sie verteilen, gibt es Adressen im Internet, wo man unterschreiben kann, und die Ideen, was man tun kann, reichen von Briefen an chinesische Botschaften bis zu Besuchen bei Bundestagsabgeordneten, um aufzuklären und um öffentliche Hilfe zu bitten. Nichts fürchten Verbrecher so sehr wie Öffentlichkeit und die Wahrheit.

Unterschriften online

Faluninfo Pressemitteilung zu Veranstaltungen am 21. und 22. Juli in Berlin

Die Fakten: 100 Millionen Anhänger der buddhistischen Meditationsschule „Falun Gong“ sind derzeit in China Zielscheibe eines Völkermords. Sie werden verschwinden gelassen, gefoltert und lebend ihrer Organe beraubt.

Über 700 Kliniken in ganz China verpflanzen Organe gegen Bezahlung, ohne dass ein Spendersystem nach westlichem Standard existiert. Von dem geheimen Organhandel sind außerdem 15 Millionen Uiguren, 6 Millionen Tibeter und eine in die Millionen gehende Zahl von Mitgliedern christlicher Hauskirchen betroffen.

Laut Ermittlern wird nicht nur bei Inhaftierten nach geeigneten Organen gesucht: Seit 2015 wurden gewaltsam Blutproben in Privatwohnungen von Falun-Gong-Praktizierenden entnommen. Seit 2017 läuft ein Programm zur genetischen Erfassung aller Uiguren.

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) erklärte am 19. Juli in einer Pressemitteilung:

China: Systematische Unterdrückung, Folter, Mord und Organraub

Die Menschenrechtslage in der Volksrepublik ist katastrophal.

Am 20. Juli 2018 jährt sich Chinas Repression gegen die buddhistische Meditationsschule Falun Gong zum 19. Mal. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert von den EU-Staaten, insbesondere von der Bundesregierung, endlich mit der Führung in Peking Klartext zu reden.

Es ist nicht mehr länger hinnehmbar, dass man mit Menschenrechtsverletzern und Despoten intensiven Handel betreibt, aber die menschenverachtende Politik des chinesischen Regimes nicht öffentlich anspricht. Schweigen bedeutet zustimmen. Letztendlich macht man sich mitschuldig und gibt grünes Licht für weitere Menschenrechtsverletzungen“, so IGFM-Vorstandsmitglied Hubert Körper.

Nach Auffassung der IGFM müssen Ignoranz und Tatenlosigkeit gegenüber Menschenrechtsverbrechen wegen wirtschaftlicher Vorteile beendet werden. Die Floskel „Wandel durch Handel“ habe im Falle Chinas nur zum Gegenteil geführt. Dies zeige die Verfolgung der Falun Gong-Anhänger ebenso wie die anhaltende Unterdrückung der ethnischen Minderheiten wie Uiguren und Tibeter, oder die totale Kontrolle der Medien und die Inhaftierung von Menschenrechtsverteidigern und Regimekritikern.

Die ursprünglich staatlich geförderte Meditationsschule Falun Gong fand in China in den 90er Jahren zahlreiche Anhänger – nach amtlichen Schätzungen zwischen 70 und 90 Millionen, mehr als die allein regierende kommunistische Partei Mitglieder hatte. Unmittelbar nach dem offiziellen Verbot am 20. Juli 1999 initiierte das kommunistische Regime eine seit Maos Tod beispiellose Kampagne. Dafür wurden große Teile des Staatsapparates mobilisiert und ein Sonderbüro beim Zentralkomitee der Kommunistischen Partei einzig für die Verfolgung von Falun Gong geschaffen. Dieses sogenannte „Büro 610″ organisiert in ganz China die Verfolgung von Falun Gong und anderen Glaubensgemeinschaften.

Über die staatlich kontrollierten Medien und Bildungseinrichtungen wurde Falun Gong in ganz China als „böser Kult“ und verbrecherische Vereinigung sowie als Staatsfeind gebrandmarkt. Hunderttausende Falun Gong-Anhänger wurden in Arbeitslagern, Gefängnissen und Polizeistationen unter menschenunwürdigen Bedingungen interniert.

Kinder, deren Eltern Falun Gong praktizierten, durften weder Kindergarten noch die Schule besuchen, Falun Gong-Übende verloren ihren Arbeitsplatz, Studenten ihren Studienplatz und den Rentnern wurde die Rente nicht mehr ausgezahlt.

Es liegen zudem bestätigte Berichte vor, wonach seit 1999 über 4.000 Falun Gong-Praktizierende Folter nicht überlebten oder gezielt hingerichtet wurden. Die tatsächliche Zahl liegt vermutlich viel höher.

Experten sprechen von Völkermord

Zudem sollen Falun Gong-Praktizierende als Hauptquelle zur Beschaffung von menschlichen Organen für Transplantationen dienen. Ermittler gehen seit dem Jahr 2000 jährlich von mehreren 10.000 Transplantationen mit unklarer Organherkunft aus. Freiwillige Organspender sind in China aus kulturellen Gründen kaum zu finden. Von 1977 bis 2009 wurden nach offiziellen Angaben in ganz China lediglich 130 freiwillige Spender registriert. Auch gibt es bislang kein funktionierendes Spendersystem, vergleichbar mit der Stiftung Eurotransplant, die für die Zuteilung von Spenderorganen in acht europäischen Ländern verantwortlich ist.

Einführung in Falun Gong:


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