Russiagate: Spuren führen nach Europa – Hat die Bundesregierung gegen Donald Trump spioniert?

Epoch Times9. Mai 2019 Aktualisiert: 9. Mai 2019 11:53
Der Spygate-Skandal zieht weite Kreise. Nun stellt sich die Frage: war die Bundesregierung an der Spionagekampagne gegen Donald Trump mitbeteiligt?

Das Schweigen der US-Mainstream Medien im Spygate-Skandal bröckelt: Die „New York Times“ berichtet nun zum ersten Mal über die Spionageversuche der Fraktion des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama und der Präsidentschaftskanditatin 2016 Hillary Clinton gegen die Mitarbeiter von Donald Trump und die Beteiligung führender europäischer Geheimdienste.

Inzwischen sind drei europäische Agenten bekannt, die versucht haben, die Trump-Kampagne zu unterwandern.

„Sexy Blondine“ wollte Trump-Mitarbeiter verführen

Vergangenen Donnerstag berichtete die „New York Times“ darüber, wie eine „sexy Blondine“ unter dem Namen „Azra Turk“ im September 2016 in London versucht habe, den Trump-Mitarbeiter George Papadopoulos zu verführen und über mögliche Russland-Kontakte auszuhorchen.

Ich glaube nicht, dass sie vom FBI war, sondern eher von der CIA. Sie wollte mich verführen und aushorchen, aber zum Glück kannte ich solche Situationen und war gleich auf der Hut,“ sagte Papadopoulos im Gespräch mit Dan Bongino.

Papadopoulos war auf Einladung des Cambridge-Professoren und MI6-Agenten Stefan Halper nach London gekommen, der mehrfach versucht hat, Trump-Mitarbeiter mit Russland in Verbindung zu bringen. Die Frau hätte ihn gleich in eine Bar eingeladen, bevor er überhaupt Halper traf, erzählt Papadopoulos.

Das ist nicht das, was man erwartet, wenn man von einer seriösen Universität wie Cambridge eingeladen wird, dass man gleich verführt wird. Sie kam sehr schnell auf das Russland-Thema zu sprechen“, so Papadopoulos.

Der Ex-Trump-Mitarbeiter vermutet, dass der britische Geheimdienst in die Spionagekampagne gegen Trump involviert gewesen sein muss.

Mifsud ein Agent der Clinton-Obama-Kampagne gegen Trump?

Papadopoulos‘ erste Begegnung mit einem Geheimagenten in Europa, der ihn mit Russland in Verbindung bringen wollte, war im April 2016 in Rom mit dem maltesischen Professor Joseph Mifsud, der laut Papadopoulos „eindeutig für westliche Geheimdienste arbeitet“. Papadopoulos zufolge wurde Mifsud dazu erpresst, wie italienische Medien nun berichten.

US-Sonderermittler Robert Mueller, der zwei Jahre lang ergebnislos gegen Donald Trump ermittelt hat, hat Mifsud in seinem Abschlussbericht fälschlicherweise als russischen Agenten dargestellt. Nun scheint es, dass Mifsud ein Agent der Clinton-Obama-Kampagne gegen Trump gewesen sein könnte. Die drei europäischen Agenten die offenbar versucht haben die Trump-Kampagne zu unterwandern sind: Stefan Halper, „Azra Turk“ und Joseph Mifsud.

Europäische Geheimdienste involviert?

Nun stellt sich die Frage, ob europäische Geheimdienste mit dazu beigetragen haben, die Wahlen in USA 2016 zu beeinflussen. Bereits 2017 berichtete der britische „Guardian“, dass der britische Geheimdienst GCHQ schon seit 2015, also kurz nach der Ankündigung Trumps Kandidatur, „eine Schlüsselrolle“ im Lauschangriff gegen Trump gespielt habe.

Am Lauschangriff gegen den zukünftigen US-Präsidenten sollen außerdem Deutschland, Polen und Estland beteiligt gewesen sein, so der „Guardian“. Laut einer anderen „Guardian“-Quelle sollen auch niederländische und französische Geheimdienste involviert gewesen sein.

Gegenüber der „Zeit“ wollte ein Sprecher des Bundesnachrichtendienstes sich 2017 dazu nicht äußern.

Zu seinen etwaigen Erkenntnissen berichtet der BND grundsätzlich nur der Bundesregierung und den zuständigen Gremien des Deutschen Bundestages“, so der Sprecher.

Es ist bekannt, dass Politiker wie Ralf Stegner (SPD) in den US-Wahlkampf 2016 eingegriffen haben und sogar von Tür zu Tür Werbung für Hillary Clinton gemacht haben. Der damalige Außenminister Frank-Walter Steinmeier hatte im Wahlkampf 2016 Donald Trump als „Hassprediger“ bezeichnet, eine ungewöhnliche Einmischung in den US-Wahlkampf, die die Beziehungen zum wichtigsten Verbündeten Deutschlands langfristig beschädigt hat.

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Bloggerin Vera Lengsfeld hatte 2016 enthüllt, dass mehrere Millionen Euro deutscher Steuergelder kurz vor dem Wahlkampf 2016 plötzlich und einmalig an die umstrittene Clinton-Stiftung geflossen sind.

Bystron reicht Anfrage an Bundesregierung ein

Der AfD-Obmann im Auswärtigen Ausschuss Petr Bystron hat nun eine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet, um zu erfahren, ob die Bundesregierung dem Clinton-Team und den Obama-Geheimdiensten geholfen hat, die Trump-Kampagne auszuspionieren.

Die Bundesregierung warnt zurecht davor, ausländische Geheimdienste könnten unsere demokratischen Wahlen beeinflussen“, so Bystron zum „Deutschland Kurier“.

„Nun müssen wir wissen, ob die Bundesregierung an der Spionagekampagne gegenüber der Trump-Mannschaft beteiligt war. Wenn die Bundesregierung hier ein klares Dementi verweigert, kann jeder denkende Bürger seine Schlüsse daraus ziehen.“ (cm/so)