Trump-Wahl auch „Hoffnungsschimmer für China“ – Sagt Ehefrau von Gao Zhisheng

Epoch Times11. November 2016 Aktualisiert: 15. November 2016 9:15
Der chinesische Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng, bekannt als ‚Chinas Gewissen‘, ist trotz Hausarrest in China in ständigem Kontakt mit seiner Frau Geng He, die in den USA lebt. Sie übermittelte der chinesischen EPOCH TIMES seine Stellungnahme vor der Wahl von Donald Trump.

„Ich freue mich sehr, dass Trump gewonnen und Hillary Clinton verloren hat. Auch viele Freunde von mir haben sich sehr gefreut.“ Das sagte Geng He, in den USA lebende Ehefrau von Gao Zhisheng, dem in China unter Hausarrest stehenden Menschenrechtsanwalt, ganz offen.

Seit einigen Tagen ist Gao Zhisheng nicht mehr telefonisch zu erreichen, aber Geng He ist überzeugt, dass Gao sich bestimmt auch über dieses Wahlergebnis freut und beruhigt ist. „Als er seinen letzten Brief mit dem Titel ‚Auf keinen Fall Clinton eine Stimme geben‘ schrieb, sagte er, dass Trump unbedingt gewinnen solle. Er sagte, dass es nicht die Kraft der Menschen sei, die ihm zum Sieg verhelfen würde. Er sagte klar zu mir, was er meint, nämlich, dass ein plötzliches Wunder eintreten würde. Er redete wirklich von einem göttlichen Wunder.“

Geng He erklärte einen der Gründe, warum sie Hillary Clinton keine Stimme geben würde. Die Ursache liege nicht nur in dem Standpunkt von Clinton zu Menschenrechten, sondern zum Beispiel auch darin, dass durch die Demokraten in Kalifornien Marihuana legalisiert wurde. Auch dass die Unisex-Toiletten eine Verdorbenheit der Moral fördern. Das widerspreche unter anderem den christlichen Glaubensinhalten.

Obwohl Geng He in den USA kein Wahlrecht hat, hat sie sehr aufmerksam die Wahl verfolgt. Sie ist der Meinung, dass der Wahlsieg von Trump eine Widerspiegelung des wahren Willens der Bevölkerung ist. „Ich wünsche mir sehr, dass bald auch in China eine solche Sache passieren wird. Das ist von großer Bedeutung, ich sehe einen Hoffnungsschimmer.“

Gao Zhisheng und seine Informationen über Hillary Clinton

Im August 2006 wurde ihr Ehemann, der Anwalt Gao Zhisheng, in China festgenommen und zu drei Jahren Haft verurteilt mit fünf Jahren Bewährung. Gao hatte zuvor drei „Offene Briefe“ an die Führer der Kommunistischen Partei Chinas geschrieben mit der Forderung, die Verfolgung von Falun Gong zu beenden.

Er wurde vor der Festnahme und während der Bewährungszeit immer wieder „verschwinden gelassen“ und schwerwiegend gefoltert. Im August 2014 wurde er aus dem Gefängnis entlassen, aber gleich unter Hausarrest gestellt. Trotz der 24-stündigen Überwachung hat Gao sein neues Buch mit dem Titel „2017 steht China auf“ geschrieben und im Juni 2016 wurde das Buch in Taiwan veröffentlicht.

In diesem Buch hat er über die terrorartige Haltung der Geheimpolizei in Chinas Gefängnissen berichtet und über die kaltblütige Verletzung der Menschrechte in chinesischen Gefängnissen, die er selbst erlebt und gesehen hat. Außerdem hat er auch eine Prognose abgegeben, dass China 2017 vor großen Veränderungen stehen werde.

In dem Buch „2017 steht China auf“ hat Gao die Hintergrundinformationen über Hillary Clinton offengelegt. Er hatte im Gefängnis von einem Leiter der Geheimpolizei erfahren, wie Clinton während ihres Chinabesuchs die KP erpresst hat: „Ja, wir werden über Menschenrechte sprechen, wir werden auch über den Fall von Gao Zhisheng reden. Aber wir werden auch über Verträge mit einer Summe von 1.000 Milliarden Dollar reden“ sagte Hillary Clinton – Die KP-Führung hatte sofort verstanden, es hat dann Verträge über 800 Milliarden Dollar gegeben. Und mit keinem weiteren Wort wurde über Menschenrechte oder den Fall Gao Zhisheng gesprochen.

Mit gehörigem Zynismus wurde diese Information an den Gefangenen übermittelt, um alle Hoffnungen zu zerstören.  (zzh/rls)

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