Die weltweit größten Containerschiff-Reederei Maersk meldet erste an COVID-19 infizierte Mitarbeiter.Foto: Spencer Platt/Getty Images

Zweiwöchige Quarantäne für Containerschiffe – Erste Corona-Infizierte Seeleute auf „Gjertrud Maersk“ in China

Epoch Times2. April 2020 Aktualisiert: 2. April 2020 16:14
Einige Seeleute des dänischen Containerschiffs "Gjertrud Maersk" sind an COVID-19 erkrankt. Das Schiff liegt im chinesischen Frachthafen Ningbo unter Quarantäne. Es wird nun befürchtet, dass Importnationen in Europa und Nordamerika noch längere Hafenquarantänen und andere Beschränkungen einführen.

Mitarbeiter der weltweit größten Containerschiff-Reederei Maersk wurden positiv auf COVID-19 getestet. Betroffen sind die Besatzungsmitglieder eines Schiffes, das im chinesischen Frachthafen Ningbo liegt. Das gab die Firma am 30. März bekannt.

Maersk bestätigte, dass sieben Besatzungsmitglieder an Bord der „Gjertrud Maersk“ in ein örtliches Krankenhaus eingeliefert wurden. Fünf Seeleute wurden positiv auf das Virus getestet. Vier von ihnen sind infiziert, aber immer noch asymptomatisch. Das Schiff liegt nun im Hafen unter Quarantäne, was für die Reederei hohe Liegegebühren verursacht.

Das dänische Unternehmen bewegt jährlich durchschnittlich 12 Millionen Container mit 768 Schiffen durch 300 Häfen in 130 Ländern. Maersk hat 79.900 Mitarbeiter weltweit, etwa zehn Prozent der Belegschaft sind Seeleute.

Zweiwöchige Quarantäne für Handelsschiffe

Weltweit verhängen große Häfen eine bis zu zweiwöchige Quarantäne für ankommende Containerschiffe, um die Einfuhr der Corona-Seuche einzuschränken. So auch China.

Die Quarantäne hat dazu beigetragen, dass die wichtigsten US-Häfen Los Angeles und Long Beach einen starken Rückgang des Containervolumens verzeichnen. Das Gesamtvolumen an TEU (20-Fuß-Äquivalente-Einheiten) ist im Februar im Hafen von Los Angeles um fast 23 Prozent, und im Hafen von Long Beach um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken, berichtete „The Maritime Executive„.

Nach der ersten Corona-Welle hat China seine Wirtschaft und seine Häfen nun langsam wieder in Betrieb genommen. Deshalb riefen die Internationale Schifffahrtskammer (ICS) und die Internationale Vereinigung der Häfen (IAPH) die G20-Länder am 24. März dazu auf, die Verzögerungen zu beenden und der Handelsschifffahrt freie Fahrt zu ermöglichen.

ICS-Generalsekretär Guy Platten drängte darauf, die Schiffsbesatzungen als Schlüsselkräfte zu klassifizieren: „Die Gewährleistung, dass Seeleute ohne unangemessene Einschränkungen reisen können, wird der Schlüssel zur Aufrechterhaltung des Flusses von Nahrungsmitteln, Medikamenten und wichtigen Gütern in die Länder sein, die sie am meisten benötigen“.

Die ICS repräsentiert 80 Prozent der weltweiten Handelsflotten.

G20-Länder beschließen Corona-Aktionsplan

Unterdessen geht der Internationale Währungsfonds davon aus, dass das Virus eine globale Rezession auslösen wird. Deshalb unterstützen die Finanzminister und Zentralbanker der G20-Nationen einen Corona-Aktionsplan zur Begrenzung der Arbeitsplatz- und Einkommensverluste durch die Pandemie. Gleichzeitig wird daran gearbeitet, die durch die Grenzschließungen verursachten Versorgungsunterbrechungen zu minimieren, berichtete Reuters.

Dass sich das Virus nun in einem chinesischen Hafen bei der Besatzung eines riesigen Schiffes ausgebreitet hat, ist eine Katastrophe für die Schifffahrtsindustrie – und die wichtigsten asiatischen Exportländer China, Japan und Südkorea.

Nach diesem Vorfall werden die Importnationen in Europa und Nordamerika wahrscheinlich noch längere Hafenquarantänen und andere Beschränkungen einführen. Dies könnte eine weitere globale Unterbrechung der Lieferketten bedeuten.

Ein Meeting der G20-Länder Ende März konzentrierte sich in erster Linie darauf, Arbeitsgruppen anzuweisen, um in den nächsten zwei Wochen den Corona-Aktionsplan zu entwickeln. Der Plan soll sich auf die Schuldenprobleme der ärmsten Nationen der Welt konzentrieren. Zudem soll er finanzielle Hilfe für Schwellenländer, die Kapitalabflüsse in Höhe von 83 Milliarden Dollar zu verzeichnen haben, beinhalten, berichtete Reuters weiter.

Dass die Märkte offen bleiben sollen, um den kontinuierlichen Fluss von lebenswichtigen medizinischen Gütern, Ausrüstungen und anderen lebenswichtigen Gütern zu gewährleisten, wurde jedoch nur mündlich vereinbart.

Das Original erschien zuerst in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: First CCP Virus Outbreak on International Container Ship Loading in China


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