„Chinas Politbüro-Mitglieder für über 10.000 Aids-Tote verantwortlich“

Ein ehemaliger chinesischer Gesundheitsbeauftragter schrieb zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember einen offenen Brief an Chinas Regime-Oberhaupt Hu Jintao. In dem Brief fordert er dazu auf, eine Untersuchung gegen zwei hohe …


Ein ehemaliger chinesischer Gesundheitsbeauftragter schrieb zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember einen offenen Brief an Chinas Regime-Oberhaupt Hu Jintao. In dem Brief fordert er dazu auf, eine Untersuchung gegen zwei hohe Parteifunktionäre einzuleiten.
Laut dem Verfasser des Schreibens, Gesundheitsexperte Chen Bingzhong, sollen zwei Mitglieder des Politbüros in den 90er Jahren für die Verbreitung von HIV in der Henan Provinz verantwortlich gewesen sein.
Chinas Propaganda-Chef Li Changchun und der Vize-Premierminister Li Keqiang waren beide zu der Zeit leitende Beamte in der Henan Provinz.
Damals führten die Autoritäten von Henan Blutankaufsaktionen ein, um Geld zu beschaffen. Viele Chinesen verkauften mehrfach ihr Blut an die Sammelstellen. Das Blut wurde in einem Behälter gesammelt. Und nachdem das wertvolle Plasma extrahiert worden war, wurde das Blut wieder den Spendern injiziert. Ohne es auf HIV oder andere Krankheiten zu testen.
Für viele Jahre vertuschte die Regierung in Henan den Skandal. Was dazu führte, dass Menschen in Krankenhäusern Bluttransfusionen mit HIV-Erregern erhielten.
Laut Chen sollen mehr als 100.000 Menschen infiziert worden und mindestens 10.000 Menschen an Aids gestorben sein. Er fordert eine genaue Untersuchung, weil die beiden Funktionäre ihre Ranghöheren und die Öffentlichkeit belogen haben sollen.
Bis heute wurde noch keine Untersuchung über den Vorfall in Henan eingeleitet. Stattdessen ist Chinas Regime hart gegen Aids-Aktivisten vorgegangen.
Laut offiziellen Angaben sind etwa 370.000 Menschen in China mit dem HIV-Virus infiziert.

Foto: NTDTV