SeaWorld – eine „Schande für die Menschheit“: Schreckliche Lebensbedingungen für Orcas entlarvt

Unter den schlimmsten Bedingungen leben Orcas im sogenannten Vergnügungspark "Sea World" in Kalifornien. Ein ehemaliger Trainer, erleichtert sein Gewissen und deckt den Skandal auf.

Nach dem Tod des Schwertwals Kasatka, konnte der ehemalige „SeaWorld“-Trainer John Hargrove, es nicht mehr ertragen und deckte die schrecklichen Zustände auf. Hargrove arbeitete 14 Jahre bei „SeaWorld“ in San Diego.

Er beklagt, dass die unsägliche Situation zu endlosem Leid für die Tiere führe, welche für Kasatka letztendlich tödlich waren.

John Hargrove, der 2012 ausstieg, erzählte der britischen „Daily Mail“, wie die Killerwale im Marinepark leben, wenn die Shows vorbei sind. Er nannte ihre Lebensbedingungen eine „Schande für die Menschheit“.

Ein Experte packt aus

Mittlerweile hat sich Hargrove zu einer Art „SeaWorld-Experten“ entwickelt, der sein Wissen öffentlich macht. Er sagte: „Was in Parks wie SeaWorld weiterhin geschieht, ist ein Gräuel.“

„Wenn die Shows enden, werden die Orcas in Backstagepools gebracht, wo sie wenig Bewegungsfreiheit haben. Das führt dazu, dass sie aus Frustration oder Langeweile ihre Köpfe in die Betonseiten ihrer Gehege schlagen. Die Wale leiden auch an Krankheiten, die sie in ihrer natürlichen Umgebung in Freiheit, niemals bekommen würden“, so Hargrove.

Drei Schwertwale starben im vergangen Jahr

Im vergangenen Jahr seien drei Schwertwale gestorben, nachdem sie zu lange unter diesen schrecklichen Bedingungen gelitten hätten.

Einer von ihnen war Kasatka, er war auch der jüngste Orca, der diesen Qualen erlag. SeaWorld erklärte öffentlich, dass Kasatka an einer Lungenkrankheit gelitten habe und diese zum Tod geführt hat. Doch Hargrove denkt anders darüber.

„Sie behaupten, dass Orcas in Gefangenschaft Menschen erziehen könnten, und ich habe das geglaubt. Doch die Tatsache ist, dass Kasatka im Elend leben musste und in barbarischen Verhältnissen und unter Qualen starb. Sie erlebte ihre Tage in einem Haus des Grauens – und ich war mitschuldig daran, eine Lüge an die Öffentlichkeit zu verkaufen“, sagte er.

Hargrove erschien in der preisgekrönten Dokumentation „Blackfish“, die 2013 veröffentlicht wurde. In diesem Dokumentarfilm werden die Torturen der Tiere im Park detailliert beschrieben. Eine Szene im Film zeigte Kasatka, wie er 2006 den Trainer, Ken Peters, auf den Grund eines Wasserbeckens schleppte und ihn beinahe ertränkte.

Tiere entwickeln in der Gefangenschaft Psychosen

Es wurde nachgewiesen, dass Tiere in Gefangenschaft Psychosen entwickeln können. Diese können dann auch für den Menschen gefährlich werden, wenn es sich um Tiere wie Schwertwale handelt.

Wie würde man sich selbst fühlen, wenn man 25 Jahre in einer Badewanne eingesperrt wäre. Jeder würde den Verstand verlieren. Hingegen gibt es keinerlei Berichte darüber, dass ein Orca in freier Wildbahn jemals einen Menschen angegriffen oder verletz hätte,“ so Hargrove.

John Hargrove wird sich weiterhin gegen die Misshandlung der Tiere einsetzten. Sein Bewusstsein wurde durch diesen Vorfall geschärft.

„In der Wildnis leben diese gewaltigen aber auch sensiblen Geschöpfe 80 bis 100 Jahre. Ich muss die Menschen darüber aufklären, was bei SeaWorld hinter den Kulissen geschieht. Und wenn ich nur einen Menschen erreicht habe, der sich dann keine Karte mehr für diese Show kauft, dann war es schon ein Erfolg. Und der Tod von Kasatka war nicht umsonst.“

Um diesen Irrsinn endlich zu beenden – hier mehr Informationen:

Quelle: After the death of killer whale, former SeaWorld trainer exposes their terrible living conditions

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