Bayern strikt gegen Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen

Werbung für Schwangerschaftsabbrüche sollte verboten bleiben, heißt es aus Bayern. Denn diese Art Werbung sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.

Bayern ist gegen die Abschaffung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche. „Es geht um den verfassungsrechtlich gewährleisteten Schutz ungeborenen Lebens“, sagte der bayerische Justizminister Winfried Bausback (CSU) der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Eine Aufhebung des Werbeverbots hätte nach Bausbacks Ansicht zur Folge, „dass Schwangerschaftsabbrüche regulierungsfrei beworben werden dürften – und sei es in noch so anstößiger und kommerzialisierender Art und Weise.“

Das sei mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts „unvereinbar. Danach steht das Leben im Mutterleib originär unter dem Schutz der Verfassung“, so Bausback zur F.A.Z. (dts)

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