Bundestag gedenkt der Opfer des National-Sozialismus

Der Bundestag hat der Opfer des National-Sozialismus gedacht. "Wir gedenken nicht als persönlich Schuldige", aber den Deutschen komme eine besondere Verantwortung zu, sagte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.

Der Bundestag hat am Mittwoch der Opfer des National-Sozialismus gedacht.

„Aus der Schuld, die Deutsche in den zwölf Jahren der NS-Diktatur auf sich geladen haben, wächst uns nachfolgenden Generationen eine besondere Verantwortung zu“, mahnte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU). Am vergangenen Samstag vor 73 Jahren hatte die Sowjet-Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz befreit.

Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland offizieller Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Um ihre Freiheit zu sichern, brauche eine Gesellschaft eine konsequente Haltung gegen jede Art der Ausgrenzung, bevor es zu spät sei, sagte Schäuble.

„Wie zerbrechlich die Freiheit, wie fragil die zivile Gesellschaft ist“, das sei die Lehre aus dem Nationalsozialismus. „Die Menschenwürde ist verletzlich“, warnte der Bundestagspräsident.

Die Auschwitz-Überlebende Anita Lasker-Wallfisch hielt die Hauptrede. Sie gehört zu den letzten Überlebenden des sogenannten Mädchenorchesters von Auschwitz. An der Veranstaltung nahmen auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) teil.

Zu der Gedenkstunde kamen zudem junge Menschen aus Deutschland und seinen Nachbarländern, etwa Frankreich und Polen. Sie nehmen seit dem Wochenende an einer jährlichen Begegnung des Bundestages zum Tag des Gedenkens an die NS-Opfer teil. (afp)

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