Martin Schulz sieht derzeit keine Grundlage für Türkei-Reisewarnung

Im Streit mit der Türkei sieht SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz derzeit keine Grundlage für eine offizielle Reisewarnung. Es sei Sache des Auswärtigen Amtes, eine offizielle Reisewarnung für die Türkei auszusprechen.

Im Streit mit der Türkei sieht SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz derzeit keine Grundlage für eine offizielle Reisewarnung.

Es sei Sache des Auswärtigen Amtes, dies zu prüfen: „Ich bin mit Sigmar Gabriel da in Kontakt, die prüfen im Moment, welche Stufe der Hinweise gegeben werden kann“, sagte Schulz dem Sender „NDR Info“.

„Ich glaube, bis zur endgültigen, definitiven Reisewarnung, die ja auch dazu führt, dass der Versicherungsschutz für Reiseunternehmer nicht mehr gegeben ist, bis dahin ist es aus meiner Einschätzung – aber unter Vorbehalt der Prüfung des Auswärtigen Amtes zu früh. Dennoch: Obacht und Fürsorge auch der konsularischen Vertretungen ist gegeben. Denn was da in der Türkei läuft, sind Willkürakte, die man so nicht hinnehmen kann.“

Deshalb sei er auch der Meinung, dass es derzeit keine EU-Beitrittsverhandlungen geben solle, so Schulz weiter. (dts)