Murray erwägt Operation nach erneuten Hüftproblemen

Die Tennis-Granden jenseits der 30 plagen sich mit Ausnahme von Roger Federer zum Saisonstart mit Verletzungen. Die jüngste Absage kommt von Andy Murray, den Schotten schmerzt weiterhin die rechte Hüfte. Er hat sich eine Frist vor den Australian Open gesetzt.

Der frühere Tennis-Weltranglistenerste Andy Murray hat wegen seiner Hüft-Verletzung seine Teilnahme am ATP-Turnier im australischen Brisbane abgesagt.

Der Schotte könne wegen Schmerzen in der rechten Hüfte nicht bei dem Turnier an den Start gehen, teilte der Veranstalter mit. Die Hüft-Verletzung hatte Murray bereits im August vergangenen Jahres zum Verzicht auf die US Open gezwungen. Danach hatte der Olympiasieger wochenlang pausiert.

Ob der 30 Jahre alte Weltranglisten-16. bei den am 15. Januar beginnenden Australian Open antreten kann, bleibt damit fraglich. Das ATP-Turnier in Brisbane gilt als Vorbereitungs-Veranstaltung für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Murray teilte auf Instagram mit, er wolle am Wochenende entscheiden, ob er in Australien bleibt oder nach Hause fliegt und sich womöglich doch operieren lässt.

Dies will er eigentlich vermeiden, weil die Aussichten auf eine vollständige Genesung nach seinen Worten nicht so hoch sind, wie er dies hofft. Bisher lässt er sich konservativ behandeln. Allerdings stellte Murray nach Trainingssätzen gegen Top-Spieler fest, dass er noch nicht wieder auf dem von ihm gewünschten Niveau spielen kann. Murrays Stärke liegt in der Defensive, er verwickelt seine Gegner oft in lange Ballwechsel und kontert sie dann aus.

Der einstige Wimbledon- und US-Open-Champion erklärte, er mache seit Monaten eine schwere Zeit durch und vermisse das Tennis sehr. „Ich würde alles geben, um wieder da draußen zu sein“, schrieb Murray. „Erst in den vergangenen Monaten habe ich begriffen, wie sehr ich dieses Spiel liebe. Jedes Mal, wenn ich nach dem Schlafen oder einem Nickerchen aufwache, hoffe ich, dass es besser wird.“ Es sei ziemlich demoralisierend, auf den Platz zu gehen und es nicht das Level sei, dass auf diesem Leistungsniveau nötig sei.

Murray reiht sich mit der Absage ein in die Gruppe der Top-Spieler, die sich zum Jahresstart mit Verletzungen herumplagen. Zuletzt hatte Novak Djokovic sein geplantes Comeback erneut verschoben, der Weltranglistenerste Rafael Nadal hatte ebenfalls seine Teilnahme am Turnier in Brisbane abgesagt. Auch der Schweizer Stan Wawrinka und der Franzose Jo-Wilfried Tsonga sind verletzt.

Von den altgedienten Top-Spielern ist derzeit nur der Schweizer Roger Federer gesund. „Ich halte sehr viel von Pausen und Urlaub. Man muss Entzündungen heilen lassen und sich Zeit geben. Langlebigkeit war immer ein wichtiger Teil meines Spiels“, sagte Federer vor Beginn des Hopman Cups in Melbourne und hatte hinzugefügt, er gehe davon aus, dass wahrscheinlich zwei Topspieler bei den Australian Open fehlen. (dpa)

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