US-Abgeordnete: Verfolgung von Falun Gong in China „schreckliche und inakzeptable“ Verletzung der Menschenrechte

Von 25. Juli 2019 Aktualisiert: 25. Juli 2019 16:14
Die Verfolgung der buddhistischen Meditationspraxis Falun Gong wird von Politikern in den USA scharf verurteilt. Sie fordern Chinas kommunistische Partei auf, die unschuldig Inhaftierten sofort freizulassen.

Die U.S. Congressional-Executive Commission (CECC) hat Chinas kommunistisches Regime wegen der andauernden Verfolgung von Praktizierenden der buddhistischen Meditationspraxis Falun Gong scharf verurteilt.

„In den letzten zwanzig Jahren haben Falun Gong-Praktizierende in China schreckliche und inakzeptable Menschenrechtsverletzungen erlebt“, heißt es in einer Erklärung der CECC vom 20. Juli.

An diesem Tag jährte sich der Beginn der Verfolgung der Praxis durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) zum 20. Mal.

Basierend auf alten buddhistischen und daoistischen Traditionen besteht Falun Gong – auch bekannt als Falun Dafa – aus meditativen Übungen und einer Reihe von moralischen Lehren. Die Praxis vermittelt die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. Anfang der 90er Jahren wurde die Disziplin in China der Öffentlichkeit kostenlos vorgestellt und verbreitete sich rasant. Bis 1999 praktizierten zwischen 70 Millionen und 100 Millionen Chinesen Falun Gong. Das waren die damaligen offiziellen Schätzungen.

Im Juli desselben Jahres startet Jiang Zemin, der damalige Führer der Kommunistischen Partei Chinas, eine beispiellose Verfolgungskampagne gegen die Praxis. Die große Beliebtheit der spirituellen Praktik war – und ist – dem atheistischen Regime ein Dorn im Auge.

Während der Verfolgungskampagne wurde das Ausüben der Falun Gong-Übungen in öffentlichen Parks und die Verbreitung von Materialien über die Praxis zu einem gefährlichen Akt. Diejenigen, die sich weigerten, ihren Glauben aufzugeben, waren häufigen Schikanen, willkürlichen Inhaftierungen, Zwangsarbeit, Folter und finanziellem Druck ausgesetzt.

Minghui.org, eine in den USA ansässige Webseite, die sich der Katalogisierung der Verfolgung von Falun Gong widmet, hat die Namen von über 4.300 Falun Gong-Praktizierenden überprüft, die durch Folter gestorben sind. Da es extrem schwierig ist Informationen aus China zu erhalten, schätzen die Beobachter die Dunkelziffer der Todesfälle auf ein vielfache höher.

An diesem traurigen Jahrestag sollte die chinesische Regierung die Verfolgung von Falun Gong beenden und eine unabhängige und transparente Untersuchung der Menschenrechtsverletzungen, unter denen Falun Gong in den letzten zwei Jahrzehnten gelitten hat, ermöglichen“, erklärte die CECC.

Vergangene Woche haben Falun Gong-Praktizierende die in den USA leben dem US-Außenministerium eine Liste der an der Verfolgung beteiligten chinesischen Beamten vorgelegt und die amerikanische Regierung aufgefordert, solchen Personen die Visa zu verweigern. Das berichtete Minghui.org am 23. Juli.

„In den letzten 20 Jahren liegt die Zahl der Täter wahrscheinlich in der Größenordnung von Zehntausenden im ganzen Land“, sagte Lai Shantao, Präsident des Falun Dafa-Vereins in Washington, der Epoch Times.

Der Republikaner Jim McGovern, Vorsitzender der Kommission, forderte die Öffentlichkeit auf ein Ende der Verfolgung zu verlangen.

Jeder von uns muss laut und deutlich für die Rechte und die Würde aller Menschen eintreten. Das bedeutet, die Aufmerksamkeit auf Menschenrechtsverletzungen zu lenken und Veränderungen zu fordern“, so McGovern in einem Tweet.

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In der Erklärung wurde das chinesische Regime auch aufgefordert, „die Freiheit aller Falun Gong-Praktizierenden zu respektieren, ihre Überzeugungen und das Recht zu praktizieren… nach internationalen Menschenrechtsstandards und Chinas eigener Verfassung zu garantieren“.

Der CECC benannte zwei Falun Gong-Praktizierende, Deng Cuiping aus der Provinz Yunan und Zuo Hongtao aus der Provinz Hebei, die bereits sechs beziehungsweise 13 Jahr lang inhaftiert sind, und forderte das chinesische Regime auf, sie und „die zahlreichen anderen Falun Gong-Praktizierenden unverzüglich und bedingungslos aus der Haft zu entlassen“.

Das Recht, seinen Glauben frei auszuleben, ist für den menschlichen Geist von grundlegender Bedeutung“, twitterte Senator Marco Rubio, der den Vorsitz der CECC innehat.

Rubio ist einer von 19 Unterstützern der Resolution 274, die dem Senat am 11. Juli vorgelegt wurden. Die US-Politiker drücken damit ihre Solidarität mit Falun Gong-Praktizierenden aus. Rubio versicherte, sich weiterhin für die Religionsfreiheit einzusetzen und dafür zu sorgen, dass dieses Thema „ein zentrales Element der US-Außenpolitik bleibt“.

„Es ist sowohl ein moralischer als auch ein Sicherheitsimperativ“, so Rubio.

Das Original erschien in The Epoch Times (USA) (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: Persecution of Falun Gong in China an ‘Appalling and Unacceptable’ Abuse of Human Rights: US Lawmakers