Immunsystem stärken durch Aronia: „Gesundheitsbeere“ und Superfood aktiviert die Abwehrkräfte

Von 28. März 2020 Aktualisiert: 3. April 2020 16:09
Ein starkes Immunsystem ist die beste Abwehr gegen Viruserkrankungen aller Art. Auch das neuartige COVID-19 kann von einem starken Immunsystem in seine Schranken gewiesen werden. Aroniabeeren, im Volksmund auch als „Gesundheitsbeeren“ bekannt, stärken das Immunsystem und haben antivirale Eigenschaften.

Als Unterstützung für das körpereigene Immunsystem bekommen Superfood-Produkte aus aktuellem Anlass wieder vermehrte Aufmerksamkeit. Von konzentrierten Säften, getrockneten Beeren oder Tees, die große Mengen an Vitaminen und Nährstoffen enthalten, kann man lange zehren.

Ein heimisches Superfood, das vor allem in Sachsen angebaut wird, ist die Aroniabeere.

Inhaltsstoffe der Aroniabeere zeigten Wirkung gegen Influenza- und SARS- Viren

Den Beeren des Aronia-Strauches werden entzündungshemmende, cholesterinsenkende sowie antioxidative Wirkungen nachgesagt. Zudem sollen Aroniabeeren auch antivirale und antibakterielle Eigenschaften haben.

Die antivirale Wirkung wurde in einer im Jahr 2013 veröffentlichten Studie genauer untersucht. Dabei fanden Forscher der Hallym-Universität in Südkorea heraus, dass Aronia melanocarpe, so der lateinische Name der Beere, gegen verschiedene Influenzaviren effektiv war.

„Auf der Grundlage dieser Ergebnisse vermuten wir, dass Aronia eine wertvolle Quelle für antivirale Wirkstoffe ist und dass Ellagsäure und Myricetin ein Potenzial als Grippetherapeutika haben“, schlussfolgerten die Wissenschaftler.

In einer weiteren Studie testeten Wissenschaftler der Chonnam National University die Auswirkung mehrerer Flavonoidverbindungen auf das SARS-Virus (SARS-CoV). Dabei stellten sie fest, dass Quercetin eine gute hemmende Wirkung zeigte. Das Flavonoid Quercitin ist in großen Mengen in Arioniabeeren enthalten.

Kleine Beere mit hohem Nährstoffgehalt

Abgesehen von Flavonoiden enthalten Aroniabeeren eine hohe Konzentration an Vitaminen und Mineralstoffen. Dazu zählen Folsäure, Vitamin K und Betacarotin und eine Vielzahl an B-Vitamine, darunter B1, B2, B3, B5 und B6.

Aronia ist auch reich an Mineralien und Spurenelementen, wie Kalzium, Magnesium, Zink, Jod und Eisen. Die Beeren enthalten auch Antioxidantien, wie den Pflanzenfarbstoff Anthocyan.

Antioxidantien sind Radikalfänger und schützen die menschlichen Zellen vor oxidativen Stress. Wird der oxidative Stress im Körper zu groß, wirkt sich dies negativ auf die Funktion des Immunsystems aus. Dann wird der Körper anfälliger für Infektionen und Viruserkrankungen.

Der Gehalt des Antioxidans Anthocyan ist in Aroniabeeren wesentlich höher als in anderen Beeren, zum Beispiel Heidelbeeren, Johannisbeeren oder Himbeeren. Zum Vergleich: Aroniabeeren enthalten bis zu 2000 Milligramm Anthocyan, Himbeeren beispielsweise nur bis zu 60 Milligramm pro 100 Gramm Früchte.

Möglichkeiten zum Verzehr

Aronia wird meist als Saft oder als Tee-Extrakt getrunken. Heimische Aronia-Säfte gibt es meist als Direktsaft. Dabei ist zu beachten, dass man pro Tag maximal 100 bis 150 Milliliter davon trinken sollte.

Wenn man Aronia zum ersten Mal ausprobiert, sollte man den Saft unbedingt im Verhältnis 1:1 (100 Milliliter Direktsaft und 100 Milliliter Wasser) oder sogar 1:2 (100 Milliliter Direktsaft und 200 Milliliter Wasser) verdünnen. Zum einen schmeckt der unverdünnte Saft sehr herb und zum anderen wirkt er zu Beginn abführend. Allerdings gewöhnt sich der Körper schnell daran.

Die anfängliche Überwindung macht sich jedenfalls für ein starkes Immunsystem bezahlt, das in der jetzigen Situation der Corona-Pandemie eine wichtige Rolle zu erfüllen hat.

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