Focus: „Klimawandel bedroht Millionen Deutsche“ – Norddeutschland bald unbewohnbar?

Von 14. Dezember 2019 Aktualisiert: 17. Dezember 2019 9:19
Schenkt man den Katastrophen-Szenarien der Klimaaktivisten Gehör, könnten verheerende Sturmfluten aufgrund des Klimawandels eher eine Gewohnheit als eine Ausnahme werden und Millionen Opfer fordern. Doch was steckt wirklich hinter dem Anstieg des Meeresspiegels?

In unzähligen Gedichten und Liedern wird von dem Schicksal Rungholts berichtet. Die Hafenstadt, in der nordfriesischen Edomsharde auf der alten Insel Strand, soll einst zu den reichsten Städten Nordeuropas gehört haben. Doch im Jahre 1362 folgten mehrere Sturmfluten und die Stadt Rungholt ging unter.

Schenkt man den Katastrophen-Szenarien der Klimaaktivisten Gehör, könnte es bald wieder so weit sein – und aufgrund des Klimawandels mehr Gewohnheit – als Ausnahme – werden.

Rungholt ist reich und wird immer reicher,
kein Korn mehr faßt selbst der größte Speicher. […]
Die Sänften tragen Syrer und Mohren,
mit Goldblech und Flitter in Nasen und Ohren. […]
Ein einziger Schrei- die Stadt ist versunken,
und Hunderttausende sind ertrunken.
Wo gestern noch Lärm und lustiger Tisch,
schwamm andern Tags der stumme Fisch.—
Heut bin ich über Rungholt gefahren,
die Stadt ging unter vor sechshundert Jahren.“

Obwohl Detlev von Liliencron (1844 – 1909) in seinem Gedicht „Trutz, blanke Hans“ von Hunderttausenden Opfern spricht, liegen die realistischen Zahlen eher im hohen vierstelligen Bereich. Bislang gibt es trotz archäologischer Ausgrabungen wenig Hinweise auf das wahre Leben der Rungholter Bevölkerung oder ihren plötzlichen Untergang.

140 Jahre später titelt der „Focus“ weniger poetisch aber ebenso dramatisch: „Risiko Sturmfluten – Mehr als drei Millionen Deutschen droht wegen Klimawandel der Verlust der Heimat“.

Sturmfluten gab es schon immer – und wird es immer geben

Es stimmt, dass seit dem Mittelalter verhältnismäßig mehr Sturmfluten aufgezeichnet wurde, was jedoch nicht allein mit der Häufigkeit derartiger Katastrophen erklärt werden kann. Früher gab es einfach weniger Menschen, die schreiben konnten. In anderen Teilen der Welt wurden verheerende Überflutungen bereits vor über 2.000 Jahren aufgezeichnet und bis heute überliefert.

Ein weitere große Flut im europäischen Raum war die Burchardiflut im Oktober 1634, die große Teile der Küste zwischen Ribbe und Brunsbüttel zerstörte und 8.000 bis 15.000 Menschenleben forderte. Wiederum 300 Jahre später überfluteten die Wassermassen, die ein Sturm in die Elbe drückte, die Hansestadt Hamburg. Etwa 300 Menschen verloren ihr Leben.

Während Sturmfluten also keineswegs neumodische Erscheinung sind, haben sich die Schutzmaßnahmen der Küstenbewohner in den letzten 100 Jahren erheblich weiterentwickelt. Deiche wurden errichtet oder erweitert, gigantische Fluttore und Schleusen gebaut und Ausgleichsflächen geschaffen.

Auf der anderen Seite trotzt der Mensch seit Jahren der See immer mehr Flächen ab, um seinen gestiegenen Flächenbedarf gerecht zu werden. Dies hat natürlich Auswirkungen auf die Küstenlinie – und auf den Hochwasserschutz.

Es liegt in der Natur des Menschen, sein Hab und Gut zu schützen und so gilt das Sprichwort „De nich will dieken, mutt wieken“, zu deutsch: „Wer nicht deichen will, muss weichen“ heutzutage genauso wie vor 100 Jahren. Besonders in den Niederlanden, wo große Teile des Hinterlandes unter dem Meeresspiegel liegen, schützen riesige Sperrwerke vor den Fluten.

In Deutschland hingegen ist das Hinterland einer anderen Gefahr ausgesetzt. Viele heute besiedelten Flächen waren einst Schwemmland, dass aufwendig mit Pumpen entwässert wird, um es bewohnbar zu machen. Sollten die Deiche einmal brechen und Wasser die Pumpen lahmlegen, bekämen Tausende Häuser und Gewerbebetriebe binnen kürzester Zeit nasse Füße.

Der Wahn des Menschen, den Klimawandel zu stoppen, beschleunigt die Symptome

Immer wieder warnen Wissenschaftler vor dem steigendem Meeresspiegel, doch in Wahrheit ist das nicht das Hauptproblem. Im Gegenteil, Studien aus den Jahren 2010 und 2018 beweisen, dass Inseln sogar an Fläche zulegen – statt zu versinken.

2015 veröffentlichte die NASA zudem eine Studie, wonach das Eisschild der Antarktis wächst. Wenn der Meeresspiegel nicht – oder nur sehr langsam – steigt, was bedroht die Küstenregionen dann? Zum einen ist es die Geologie der Erde, zum anderen der Mensch selbst.

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Seit dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren schmilzt das Eis im hohen Norden Europas, Skandinavien wird damit immer „leichter“. Durch das „fehlende“ Gewicht des Eises hebt sich dort der Boden an. Dieser Effekt geschieht sehr langsam und beläuft sich nur auf etwa einen Millimeter pro Jahr.

Deutlich schneller wirken die Eingriffe des Menschen. Während an und vor der Küste immer größere und schwerere Bauten – unter anderem Windkraftanlagen zur Rettung des Klimas – entstehen, pumpen Unternehmen Millionen Tonnen Sand, Wasser und Öl aus den Küstenbereichen und dem Boden ab. Die am schnellsten sinkende Stadt ist Jakarta, die stolze 25 Zentimeter pro Jahr absackt.

Unter Berücksichtigung der Geomorphologie fallen die schweren Bauwerke der Städte an der Küste kaum ins Gewicht. Im Zusammenhang mit dem sprichwörtlichen Abgraben des Fundaments (Sand), Wasser (als Grundwasser) und dem Schaffen zusätzlicher Hohlräume (Öl) drücken jedoch die Errungenschaften des Menschen den Boden zusätzlich in die Tiefe. Infolgedessen „steigt“ der Meeresspiegel je nach Region um bis zu mehrere Zentimeter pro Jahr – oder zumindest sieht es so aus.

Klimawandel als Geschäftsmodell

Was die Menschen in den Küstenregionen wirklich brauchen, ist weder eine einseitige Betrachtung der Zahlen, noch ein pseudo-wissenschaftliches Gremium, das mit allen Mittel versucht, aus der selbst gemachten Klima-Angst Profit zu schlagen. Gebraucht wird das Wissen unserer Vorfahren, welche Flächen man der See übrig lassen und wo man sich besser nicht niederlassen sollte.

Die Aufgabe des IPCC ist nicht der Nachweis von Klimaveränderungen, sondern zu beweisen, dass der Klimawandel menschengemacht ist“ – Prof. Richard Tol ehemals führender Wissenschaftler der IPCC.

Prof. Tol sagte vor 12 Jahren zur ARD, dass der internationale Klimarat IPCC einzig und allein für einen Zweck ins Leben gerufen wurde. Das Gremium soll beweisen, dass der Klimawandel vom Menschen gemacht ist.

Um dies zu erreichen, würde der Rat nur wenige Forscher zu Wort kommen lassen – und wenn diese aufgrund ihrer Forschungen ihre Meinung ändern, hätten sie im IPCC nichts mehr verloren. Aufgrund seiner kritischen Haltung hat man ihn aus dem Autorenkollegium des Klimarats entfernt.

Was wirklich hinter dem Klimaschutz steckt, ist jedoch keineswegs der Naturschutz, wie ihn unsere Vorfahren an der Küste betrieben haben. Die eigentliche Katastrophe für die Welt ist, so der ARD vor 12 Jahren, „der drohende wirtschaftliche Schaden durch völlig übertriebenen Klimaaktivismus.“

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.

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Die Anhänger der Theorie des „menschengemachten Klimawandels“ behaupten, dass diese Schlussfolgerung durch wissenschaftlichen Konsens erreicht wurde oder bereits wissenschaftlich abgesichert ist – doch dem ist nicht so. Für einige Umweltschützer gelten Menschen, die diese Schlussfolgerung ablehnen, nicht nur als wissenschaftsfeindlich, sondern auch als Anti-Humanisten. Der Physiker Michael Griffin, ein ehemaliger NASA-Administrator, sagte in einem Interview mit National Public Radio (NPR) im Jahr 2007:

Ich habe keinen Zweifel daran, dass die Globalisierung – dass ein Trend zur globalen Erwärmung besteht. Ich bin mir nicht sicher, ob es berechtigt ist zu sagen, dass es ein Problem ist, mit dem wir ringen müssen. Wenn man davon ausgeht, dass es ein Problem ist, geht man davon aus, dass der Zustand des Erdklimas heute das optimale Klima ist, das beste Klima, das wir haben oder jemals hatten, und dass wir Maßnahmen ergreifen müssen, um sicherzustellen, dass es sich nicht ändert.

Vor allem glaube ich nicht, dass es in der Macht der Menschen liegt, dafür zu sorgen, dass sich das Klima nicht ändert, wie die Millionen Jahre Geschichte gezeigt haben, und zweitens möchte ich wohl fragen, welchen Menschen – wo und wann – das Privileg gewährt werden soll, zu entscheiden, dass dieses besondere Klima, das wir heute hier haben, im Moment das beste Klima für alle übrigen Menschen ist. Ich denke, das ist eine ziemlich arrogante Position, die die Leute einnehmen wollen.

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